Nachdem die internationalen Meisterschaften zwei Jahre coronabedingt ausgefallen waren, freuten sich viele Senioren, endlich wieder an diesem internationalen Event teilnehmen zu können. Als Besonderheit wurden die Meisterschaften in diesem Jahr als „offene“ Meisterschaften ausgetragen, so dass auch nicht-europäische Mannschaften teilnehmen, sich aber nicht für die Finalrunden qualifizieren konnten. Insgesamt nahmen rund 230 Damen- und Herrenmannschaften in zehn Altersklassen (30+ bis 75+) teil.

In der Altersklasse 50+ war Klaus Neumann (TV Langen) kurzfristig angereist und in seiner Mannschaft eingesprungen. Er hatte großes Pech, verletzte sich vor dem ersten Spiel und konnte leider nicht aktiv in das Turnier eingreifen. Nach Siegen gegen El Salvador (60:54) und Griechenland (58:48) und Niederlagen gegen Schweiz (30:47), Polen (45:76) und Tschechien (46:53) belegte seine Mannschaft am Ende Platz 12.

Die beiden Langener Thomas Arnold und Rainer Greunke starteten gemeinsam in der AK 60+. Zum Auftakt hieß der Gegner USA, die Mannschaft, gegen die die Deutschen bei der letzten WM 2019 im Endspiel verloren hatten. Allerdings waren beide Mannschaften personell nicht vergleichbar. So gelang der deutschen Mannschaft ein klarer 79:56 Erfolg. Ein weiterer deutlicher Sieg folgte mit 79:37 im zweiten Gruppenspiel gegen Polen und im Achtelfinale gegen Tschechien mit 71:23. So kam es im Viertelfinale gegen Slowenien zur ersten echten Herausforderung. Allerdings sah es nach 7 Minuten beim 6:27 und eine Minute später beim 10:31 für Slowenien nach einer klaren Klatsche aus. Doch die Deutschen gaben nicht auf, verkürzten bis zum Ende des ersten Viertels auf 14:32 und gewannen dann das zweite Viertel mit 21:7. Beim Halbzeitstand von 35:39 war also alles wieder offen. Aber Slowenien erholte sich in der Halbzeit und legte mit 14:7 im dritten Viertel nach (42:53). Dann begann ein echter Krimi. Deutschland kam beim 53:53 zum Ausgleich, Slowenien legte wieder vier Punkte vor (53:57) und rettete diesen Vorsprung über die Zeit. Endstand 55:59.

Nach einem weiteren 62:46- Sieg gegen Griechenland belegte das deutsche Team mit 4 Siegen und einer Niederlage am Ende einen unglücklichen 5. Platz und verpasste die Medaillenränge knapp. Slowenien verlor das Endspiel gegen Italien, Estland gewann die Bronzemedaille.

Zwei weitere ehemalige Langener Bundesligaspieler, Koray „Koko“ Karaman und Niklas Lütcke, waren mit der 45+ am Start. Sie hatten extremes Pech bei der Gruppenauslosung. Mit Italien (56:76) und Spanien (47:51) mussten sie sich in der Gruppe den späteren Finalisten beugen. Da waren die 77:55- (Ungarn), 72:43- (Schweiz) und 55:44- (Großbritannien) Siege nur ein schwacher Trost. Am Ende belegte das Team einen unglücklichen 10. Platz. Gold ging an Italien, Silber an Spanien, Bronze gewann Serbien.

Ein Wiedersehen am Flughafen in Malaga: von links: Ex-TVL-Bundesligaspieler und Coach Koko Karaman, Rekordnationalspieler Patrick Femerling, Thomas Arnold, Ex-TVL-Bundesligaspieler Niklas Lütcke, Rainer Greunke.