Nach zwei Niederlagen in Serie gegen ambitionierte Teams aus Limburg und Bensheim ging es für die zweiten Langener Herren am vergangenen Samstag bei Makkabi Frankfurt um wichtige Zähler gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Mit einer über weite Strecken konzentrierten und sehr guten Leistung gelang der 66:85 Auswärtserfolg, der den TVL im Mittelfeld der Tabelle festsetzt.

Im Vergleich zur Vorwoche, als das Team lediglich mit acht Spielern antrat, gesellten sich mit Moritz Overdick und Julian Smuda zwei wiedergenesene Akteure hinzu. So ging Langen mit einem breiten Kader in die Partie und startete furios. Nach guten Verteidigungssequenzen erspielte sich das Team immer wieder Schnellangriffe, die perfekt ausgespielt und von Pfaff und Butz abgeschlossen wurden. Beim Stand von 0:8 aus Frankfurter Sicht war der Gastgeber zur frühen Auszeit gezwungen. In der Folge schlichen sich in der Langener Verteidigung die eine oder andere Unachtsamkeit ein und der Vorsprung schmolz. In der sechsten Minute gelang Frankfurt nach zwei Dreier gar der 12:11 Führungswechsel, den der TVL kontern konnte. Dennoch hatte der Hausherr den längeren Atem und ging mit einer 21:15 Führung in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt schaffte es Langen die Distanzschützen des Gegners in Schach zu halten und bediente im Angriff immer wieder die großen Leute um Butz, Pfaff, Kaut und Overdick. Makkabi hatte wenig Mittel um die agilen Langener Center zu kontrollieren. In der 18. Minute gelang dem TVL folgerichtig die 27:29 Führung. Couturier verteidigte diese mit vier Zählern in Serie. So ging es beim Stand von 34:35 in die Halbzeitpause.
Ähnlich wie das erste begann auch das dritte Viertel nach Maß. Waren es zu Spielbeginn noch einfache Punkte durch Fastbreaks, punktete Langen nun durch Zähler aus der Distanz. Donnermeyer mit zwei Dreiern und Butz mit zwei Mitteldistanzwürfen erhöhten die Führung auf 37:45 (23. Minute). Nach weiteren Dreiern von Palazzo und Butz stand es nach 29 Minuten gar 46:59. Zwar ließ Makkabi nie locker und konnte in Personen der beiden ehemaligen Bundesligaspieler Quarshie und Köhnert hin und wieder für Entlastung sorgen, doch Langen war vor allem in Hälfte zwei konzentrierter und hatte stets die passenden Antworten parat. So auch zum Viertelende als Overdick und Kaut mit tollem Zusammenspiel für die letzten sechs Punkte und den 50:65 Zwischenstand sorgten.

Auch das letzte Viertel gehörte dem TVL und begann mit Punkten von Kaut. In der Verteidigung hatten die Jungs um Coach Duracak inzwischen die volle Kontrolle und ließen Frankfurt für Ihre Würfe hart arbeiten. Der zweite Dreier von Ex-Makkabäer Palazzo sowie Zähler trotz Foul von Arndt brachten in der 34. Minute die 20-Punkte-Führung (55:75). Bis zum Spielende leisteten sich die UWSler kaum noch Fehler und begeisterten die zahlreichen Langener Fans mit tollem Zusammenspiel und einer sehr guten Trefferquote. So auch in Minute 36, als Püchert per schön herausgespieltem Dreier zum 60:82 traf. Letztlich siegte Langen auch in der Höhe völlig verdient mit 66:85 und holte sich den so wichtigen Auswärtserfolg.

Mit fünf Siegen und vier Niederlagen setzt sich Langen allmählich im Tabellenmittelfeld fest. Die kommenden beiden Spiele haben es allerdings erneut in sich. Bevor Langen in zwei Wochen den Tabellenführer und Aufstiegsfavoriten aus Idstein empfängt, reist das Team am kommenden Samstag (20 Uhr) erneut nach Frankfurt zum Gastspiel bei der Eintracht. Wie gewohnt schickt der Unterbau der Frankfurt Skyliners eine Mischung aus talentierten NBBL Spielern und jungen Pro B Akteuren aufs Parkett. Da die Pro B Mannschaft am gleichen Tag um 16 Uhr ein Heimspiel hat, ist davon auszugehen, dass Frankfurt in Bestbesetzung antritt und Langen alles abverlangen wird.

Für den TVL siegten: Butz (19 Punkte/1 Dreier), Pfaff (16), Palazzo (11/2), Donnermeyer (9/2), Overdick (9), Kaut (8), Arndt (6), Couturier (4), Püchert (3/1) und Smuda.

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