Langen erkämpfen zu siebt einen starken Auswärtssieg in Erfurt
Aufgrund von leichteren Verletzungen sowie persönlichen Verpflichtungen konnte der TV Langen am Wochenende mit gerade einmal sieben Spielern nach Erfurt reisen. Die Leistung, die die Jungs auf dem Feld abgerufen haben, ist umso höher zu bewerten: In einer starken Partie gegen die CATL Basketball Löwen hat sich das Team alles abverlangt und am Ende in Overtime mit 87:92 den neunten Saisonsieg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB eingefahren.
Nach fünf Minuten, in denen beide Teams noch weitgehend auf Augenhöhe agierten, kamen die Giraffen in Fahrt. Mit einem 2:12-Finish sicherte sich Langen am Ende des ersten Viertels einen Zehn-Punkte-Vorsprung. Und während der TVL zu Beginn des zweiten Viertels noch auf ein 18:32 stellen konnte, kam im Anschluss dann zunächst Erfurt in einen starken Lauf. Insbesondere Noah Kamdem und Luca Förster waren äußerst treffsicher. Auch Langen blieb offensiv einigermaßen erfolgreich, auf dem anderen Ende des Feldes ließen sie jedoch auch 27 Punkte zu. Zur Halbzeit gingen beide Mannschaften entsprechend mit 39:45 in die Pause.
In Viertel Nummer drei hatten dann wieder die Langener leicht die Nase vorn. Insbesondere Kamdem hatten die Langener nun besser im Griff und auch sonst machten sie es Erfurt mit verbesserter Defense deutlich schwerer, zu punkten. So ging der dritte Spielabschnitt knapp aber verdient an Langen, bei einem Zwischenstand von 58:66. Viertel Nummer drei wurde dann die Drago-Crnjac-Show: Der spätere Langener Topscorer, der an diesem Abend überragende 33 Punkte holen sollte, erzielte zwölf der 15 Langener Punkte. Gleichzeitig hatte Erfurt noch einmal alle Kräfte mobilisiert, um den Spielstand noch zu drehen. Insbesondere das spielerfahrene Duo aus Ivan Kucan und Paul Albrecht machten den Langenern das Leben schwer. „In dieser Phase hat man uns die kurze Rotation ein wenig angemerkt. Wir haben immer mal wieder individuelle Fehler gemacht, da die Jungs ein wenig müde wurden“, so Jahn. Als dann zur Mitte des letzten Viertels für Erfurt drei Dreier hintereinander fielen, stand es plötzlich 75:76 und der TVL nahm eine Auszeit. In der Folge wurden es extrem spannende Schlussminuten: Immer wieder wechselte die Führung, beide Teams kämpften um jeden Punkt und jeden Rebound. Als Paul Albrecht 25 Sekunden vor Schluss mit zwei Freiwürfen zum 81:81 ausglich, hatten die Langener den letzten Angriff. Kapitän Niklas Pons hatte den Siegtreffer bereits in der Hand, verlegte dann aber drei Sekunden vor Schluss einen Layup, sodass beide Teams letztlich in die Overtime gingen.
In der Verlängerung ließen die Langener nichts mehr anbrennen. Nachdem Erfurt zunächst auf 85:83 stellte, erzielte Kapitän Niklas Pons zwei wichtige Dreier hintereinander und brachte Langen bei knapp über zwei Minuten Restzeit auf ein 85:89. Als Musa Abra auf der Gegenseite einen Dreier danebenlegte und Aminu Abibu weitere zwei Punkte auf das Scoreboard brachte, war Erfurt unter Druck. Trotz Timeout sollte es den Löwen letztlich nicht mehr gelingen, noch einmal zurückzukommen – dazu ließen sie zu viele Wurfversuche liegen. Am Ende hatte sich der Langener Kampf und die große körperliche Anstrengung der kurzen Rotation ausgezahlt.
„Wir sind heute direkt gut ins Spiel gekommen und wollten unbedingt gewinnen – auch zu siebt. Die Anzahl der Spieler sagt ja erst einmal nichts darüber aus, mit welchem Willen du agierst. Unsere Leistung hat uns über das Spiel mehr und mehr Selbstvertrauen gegeben. Auch nach dem Ausgleich, der uns in die Overtime gebracht hat, haben weiter gekämpft und uns am Ende im vorletzten Spiel belohnt. Es war ein wirklich tolles Spiel mit einem starken Sieg. Jetzt haben wir noch ein letztes Ziel vor Augen: nächste Woche zu Hause den zehnten Sieg holen“, sagt Jahn abschließend.
Für den TV Langen spielten:
Niklas Pons (19 Punkte/8 Assists/12 Rebounds), Luca Eibelshäuser (3/1/1), Michael Agyemang (2/1/5), Henk Droste (17/4/7), Aminu Abibu (12/2/6), Drago Crnjac (33/2/5), Fabian Baumgarten (6/0/5)








(C) Marina Schwarz