Auch das zweite Heimspiel endet mit einem Sieg für den TV Langen
Es ist ein hartes Pensum früh in der Saison: Für den TV Langen standen drei Spiele innerhalb von sieben Tagen auf dem Plan. Zwei Spiele sind nun absolviert – und beide endeten mit einem Sieg für die Giraffen vor heimischem Publikum. Gegen die Basketball Löwen aus Erfurt endete die Partie mit 71:63.
Im ersten Viertel waren zunächst vor allem die Hausherren das dominierende Team. Erfurt scheiterte insbesondere in der ersten Hälfte des ersten Viertels immer wieder im Abschluss. Knapp eineinhalb Minuten vor Ende stand es bereits 15:5, Erfurt konnte am Ende aber noch auf ein 19:10 herankommen. Den Schwung nahm Langen mit ins zweite Viertel. Ein früher Run sorgte für ein 26:10 und letztlich die höchste Führung des Abends. Dann aber zerfaserte die Partie: Angriffe wurden mitunter zu hektisch und übereilt gespielt und es fehlten zunehmend häufiger die wichtigen Abschlüsse. So kam Erfurt zurück ins Spiel. Die Löwen erkannten die Schwächephase, stellten auf eine harte Pressverteidigung um und setzten Langen stark unter Druck. Mit Erfolg: Eine Minute vor Schluss stand es plötzlich 29:30, Langen ging mit einem etwas ernüchternden 32:30 in die Halbzeitpause. „Das Ziel war heute in jedem Fall, alle Jungs spielen zu lassen. Das haben wir in der ersten Halbzeit auch so durchgezogen. Als wir in dann endlich unseren Rhythmus gefunden hatten, haben uns die Wechsel leider auch ein wenig aus dem Flow gebracht“, erklärt Headcoach Tobias Jahn diesen Spielverlauf.
Zurück in den Rhythmus fand die Mannschaft glücklicherweise nach der Halbzeitpause. Jahn setzte nun wieder stärker auf seine erfahrenen Spieler, die das Ruder herumreißen konnten. In den ersten vier Minuten ließ Langen keine Gegentreffer zu, brachte selbst sieben Zähler auf das Scoreboard. So wuchs der Abstand auf Erfurt am Ende auf ein 50:42 – noch war an diesem Abend jedoch für beide Teams alles möglich.
Im letzten Viertel konnte Langen an die gute Leistung des ersten Viertels anknüpfen: Taktisch besser aufgestellt und mit wichtigen Rebounds und Defensivaktionen gelang es erneut, einen zweistelligen Abstand herzustellen. Neben Cooper Creek und Noah Kamdem, der sein drittes Double-Double im dritten Spiel erzielte, war in dieser Phase auch Mika Kröner ein wichtiger Offensivakteur, der zum richtigen Zeitpunkt seine Freiwürfe traf. Bei 3:46 Restzeit hatten sich die Giraffen beim Spielstand von 66:51 ein komfortables Polster erarbeitet. Auf der Gegenseite fielen für Erfurt zwar einige starke Dreier, letztlich fehlte den Gästen jedoch ein guter Run, um den Spielstand noch einmal zu drehen. Der Sieg ging am Ende mit 71:63 an den TV Langen, der damit zu Hause vorerst ungeschlagen bleibt.
„Das war heute sicherlich kein schönes Spiel, aber wir haben es fokussiert heruntergespielt und den Sieg eingefahren“, sagt Jahn nach Abpfiff. „Trotzdem war es wichtig, allen ein paar Minuten zu geben, zumal wir ja in wenigen Tagen schon wieder auf dem Feld stehen. Ich hätte einigen gerne auch noch mehr Spielanteile gegeben und unsere Leistungsträger ein wenig geschont, das hat so aber nicht funktioniert.“
Bereits am Freitag wartet schon das nächste Spiel auf das Team. In Speyer treffen die Giraffen auf die Ahorn Camp Baskets. Speyer wartet (Stand 14. Oktober vor dem Spiel gegen die Bayer Giants Leverkusen) noch auf die ersten Ligapunkte. Die ersten drei Spiele gegen Reutlingen, Leitershofen und Dresden gingen mitunter knapp verloren, womit sie den letzten Tabellenplatz einnehmen.
Headcoach Tobias Jahn will diesen Zwischenstand jedoch nicht überbewerten: „Speyer ist Speyer. Sie sind schon ewig in der ProB, kennen die Liga und können mit Negativserien umgehen. Ich glaube, sie hätten in den vergangenen Wochen bereits Spiele gewinnen können.“ Bislang sind die Leistungsträger insbesondere die beiden Guards Daryl Woodmore (13,3 Punkte pro Spiel) und Austin Fadal (14,3 Punkte) sowie Center Bessanty Saragba (8,5 Punkte). Auch der kurzfristig nachverpflichtete Power Forward Matija Kalan hat mit sieben Punkten und fünf Rebounds vergangene Woche einen guten ersten Eindruck hinterlassen.
Dass es vor allem vier ausländische Spieler sind, die auf dem Feld den Ton angeben, stellt Speyer auch vor Herausforderungen. Um den Regularien der Liga gerecht zu werden, müssen die Coaches eine funktionierende Rotation etablieren. „Spätestens sobald sie da eine klare Linie gefunden haben, sind sie definitiv ein gefährlicher Gegner. Am Freitag spielen sie zu Hause, was allein schon mit Blick auf die Anreise ein Vorteil ist“, sagt Jahn. Der Langener Trainer erwartet ein schweres, hart umkämpftes und vor allem defensivbetontes Spiel: „Beide Teams hatten jetzt einige Spiele in Folge, was viel Kraft kostet. Insofern wird vor allem eine starke Defense besonders entscheidend sein. Wir müssen es simpel halten, mehr Rebounds einsammeln und unsere Kräfte bestmöglich mobilisieren.“
Das Spiel gegen Speyer am Freitag, 16. Oktober, beginnt um 20 Uhr in der Sporthalle Speyer-Nord. Fans, die es nicht in die Halle schaffen, können das Spiel im Livestream auf https://sporteurope.tv verfolgen.
Für den TV Langen spielten:
Nicolas Deetjen (2 Punkte/0 Assists/0 Rebounds)
Niklas Pons (13/2/3)
Noah Kamdem (20/1/15)
Henk Droste (8/2/6)
Paul Jessen (0/0/0)
Kventin Kostan (6/0/4)
Mika Kröner (6/0/2)
Cooper Creek (7/1/4)
Malik Diagne (2/1/5)
Carlos Hidalgo Guijo (7/6/5)








(C) Marina Schwarz