Erstes Heimspiel, erster Sieg: TV Langen gewinnt gegen München

Im zweiten Spiel der noch jungen Saison ist dem TV Langen der erste Erfolg gelungen: Beim Heimspiel gegen den FC Bayern Basketball II konnte die Mannschaft von Coach Tobias Jahn eine deutlich stabilere Leistung abrufen als in der Vorwoche. Gemeinsam mit dem Langener Fans konnte die Mannschaft so beim Endergebnis von 77:70 den ersten Sieg feiern.

Langen startete gut ins Spiel und war offensiv im ersten Viertel vor allem über Dunkings und Layups erfolgreich. Insbesondere der spätere Topscorer Noah Kamdem, der bereits sein zweites Double-Double einfuhr, war bereits früh ein Garant für Punkte. Auch die Bayern attackierten eher den Korb, als von außen zu werfen. Erst im zweiten Viertel ging Langen dann häufiger auf Drei-Punkte-Würfe. Während Henk Droste zu Beginn der dritten Spielminute noch einnetzte, leistete sich das Team in der Folge einige ärgerliche Turnover und war offensiv wenig erfolgreich. Die Münchner kamen hingegen in einen kleinen Run und konnten so auf ein 30:28 herankommen. Jahn nahm folgerichtig eine Auszeit. Die Gäste blieben jedoch bis zum Ende des Viertels ein wenig erfolgreicher, so ging es mit 36:37 in die Halbzeitpause.

In die zweite Hälfte startete Langen dann anders als noch in der Vorwoche deutlich gestärkter. So fielen in diesem Spielabschnitt die Dreier deutlich besser. Vermehrte Rebounds und eine harten Defense sorgten immer wieder dafür, dass Langen kleinere Läufe produzieren oder zweite Wurfchancen herausholen konnte. Mit 24:16 war es punktetechnisch das beste Langener Viertel des Abends. „Wir haben heute in jedem Fall die Physis an den Tag gelegt, die es braucht, um gegen den FC Bayern mitzuhalten, unsere Defense stand sehr gut“, attestiert auch Jahn.

Das letzte Viertel war dann noch einmal ein intensiver Schlagabtausch: Die ursprünglich sieben Punkte Unterschied zu Beginn konnten die Bayern Mitte des Viertels auf ein 66:63 drücken und immer wieder auf drei Punkte herankommen. Als es bei zwei Minuten Restzeit dann 73:70 stand, hatten die Münchner zwei Mal die Gelegenheit, via Distanzwurf auszugleichen – ein weiterer Treffer war der Mannschaft jedoch nicht mehr vergönnt. Endgültig den Sack zu machten die Giraffen dann über den Wurf von Niklas Pons, der elf Sekunden vor Schluss zum 75:70 einnetzte. Noah Kamdem sorgte via Buzzer Beater zum letztlichen 77:70 und damit dem ersten Sieg im ersten Heimspiel.

Es ist für die Mannschaft ein guter und wichtiger Erfolg in dieser frühen Phase der Saison: „Es hat heute Spaß gemacht, mit unserer Mannschaft zu kämpfen und zu Hause vor unseren Fans den Sieg einzufahren. Offensiv haben wir besser getroffen. Da sind wir noch immer nicht, wo wir sein wollen, aber wir sehen klar die Entwicklung“, betont Jahn. Dennoch liegt noch ein Stück Arbeit vor der Mannschaft: „Woran wir nach wie vor arbeiten müssen sind Fehler, die wir ohne Einfluss des Gegners machen und die uns entweder zu schlechteren Wurfpositionen oder sogar zu Ballverlusten bringen.“

Diese Fehler wollen die Langener insbesondere im Spiel gegen Erfurt am kommenden Dienstag vermeiden. Nach nur kurzer Regenerationsphase ist das Team nämlich schon übermorgen wieder gefordert.

Nach zwei Spielen stehen die Basketball Löwen bislang noch ohne Sieg da. Umso größer wird der Wille sein, endlich erste Punkte einzufahren. Besonders aufpassen müssen Jahn und seine Mannschaft dabei auf die beiden Guards Anthony Watkins (23,5 Punkte pro Spiel) und Derek Emelifeonwu (15 Punkte pro Spiel). „Wir wollen auch gegen Erfurt an die Physis von heute anknüpfen und entsprechend eine starke Defense spielen. Offensiv müssen wir noch besser zusammen spielen, frei Würfe produzieren und am Ende natürlich dann auch unsere Würfe treffen“, sagt Langens Headcoach.

Das Spiel gegen Erfurt am Dienstag, 13. Oktober, beginnt um 19 Uhr im Sportpark Oberlinden. Fans, die es nicht in die Halle schaffen, können das Spiel im Livestream auf https://sporteurope.tv verfolgen.

Für den TV Langen spielten:

Nicolas Deetjen (0 Punkte/1 Assist/1 Rebound)

Niklas Pons (9/5/4)

Noah Kamdem (21/1/10)

Henk Droste (9/3/6)

Paul Jessen (0/0/0)

Kventin Kostan (12/2/5)

Mika Kröner (3/0/0)

Cooper Creek (13/0/6)

Malik Diagne (0/0/4)

Carlos Hidalgo Guijo (10/7/4)