Nach exakt 2/3 der Saison 2025/2026 befinden sich die Giraffen auf Kurs Klassenerhalt in ihrem ersten Pro B Jahr.
Nachdem Trainer Tobias Jahn in der Vorbereitung mit sehr vielen Verletzungen zu tun hatte und in den ersten Saisonspielen auf einige Leistungsträger verzichten musste, hat sich sein Team nach dem ersten Sieg gegen Würzburg am 8. November von Spiel zu Spiel gesteigert.
Lohn dieser guten Entwicklung ist die beste Bilanz aller Teams in der Pro B Gruppe Süd in den letzten zehn Spielen. Sieben davon hat das Team um Kapitän Niklas Pons gewinnen können, darunter die beiden Auswärtsspiele beim aktuellen Tabellendritten Bayern München II und in Leitershofen. Dabei fehlen unverändert der als Spielmacher eingeplante Nico Lagermann, der aufgrund von Knieproblemen noch gar kein Spiel absolvieren konnte, sowie Risto Vasiljevic, der bislang auch nur fünf Spiele im Giraffendress bestreiten konnte. Während ein Comeback von Nico Lagermann erstmal nicht ansteht, könnte die Leidenszeit von Risto Vasiljevic demnächst zu Ende gehen. Er befindet sich derzeit im Aufbautraining und wenn dies weiterhin erfolgreichverläuft, ist ein Einsatz im Heimspiel gegen Speyer am 31.01. denkbar.
Auf den langfristigen Ausfall von Nico Lagermann haben die Verantwortlichen der Giraffen zunächst mit der Verpflichtung des 3×3 Nationalspielers Leon Fertig sowie vor gut einer Woche mit dem langjährigen Zweitligaspieler Philipp Hadenfeldt reagiert. Philipp steckt zwar mitten in den Vorbereitungen auf sein Staatsexamen im Bereich Medizin und hat deshalb erstmal für zwei Monate zugesagt. Bei seinem ersten Einsatz überzeigte der 26jährige mit sicherem Aufbauspieler. Sowohl Leon als auch Philipp geben dem Team wichtige Impulse.
In Summe hat dies dazu geführt, dass die Giraffen inzwischen absolut wettbewerbsfähig sind. Das hat auch der Tabellenführer BBC Coburg bei seinem Gastspiel in Langen kurz vor Weihnachten zu spüren gekommen, als sie sich erst gegen Ende des letzten Viertels knapp durchsetzen konnten.
Da in der Pro B Süd in der laufenden Saison nur 13 Mannschaften an den Start gegangen sind – die Vertreter der Regionalliga Südost haben angesichts der hohen Standards der Liga auf ihr Aufstiegsrecht verzichtet – gibt es nur einen Absteiger am Saisonende. Bei acht noch ausstehenden Spielen haben die Giraffen auf den Tabellenletzten Würzburg drei Siege Vorsprung und im möglichen Fall von Punktgleichheit ein Polster von 20 Punkten durch den 89:69 Heimsieg. Eine Play-Down-Runde gibt es nicht, der Tabellenletzte steigt nach Ende der Hauptrunde direkt ab. Damit haben sich die Giraffen eine gute Ausgangsposition erarbeitet, wähnen sich deshalb aber keinesfalls in Sicherheit. Der Rückstand aufPlatz 8, der zur Teilnahme an den Play-Offs berechtigt, beträgt nur einen Sieg.
Auch die nicht unerheblichen organisatorischen und strukturellen Herausforderungen konnten bewältigt werden. Zuverlässliche Helfer*innen kümmern sich für einen reibungslosen Ablauf der Heimspiele in der neuen Halle im Sportpark Oberlinden. Neu und zurückgewonnene Partner und Sponsoren sorgen für eine solide Finanzierung der laufenden Saison.
Dem kurzfristigen Ziel Klassenerhalt sind die Giraffen seit dem spektakulären 90:88 Sieg in der Schlusssekunde gegen Dresden am letzten Samstag nähergekommen, an der mittelfristigen Zielsetzung, sich in der Pro B zu etablieren, wird hinter den Kulissen eifrig gearbeitet.
Mit Zuversicht gehen Tobias Jahn und sein Team in das letzte Saisondrittel.






