Ärgerliche Niederlage: Zu viele Fehler kosten den Sieg in Ludwigsburg

Am Ende des Spiels gegen die Porsche BBA Ludwigsburg findet Langens Headcoach Tobias Jahn klare Worte: „Dieses Spiel hätten wir gewinnen müssen.“ Nach einem guten Start ins Spiel und einem soliden zweiten Viertel gaben die Giraffen die greifbar nahen Auswärtspunkte in einer unkonzentrierten zweiten Halbzeit doch noch ab. Ludwigsburg sicherte sich am Ende einen knappen 82:79-Heimsieg.

Dabei lief es zu Spielbeginn äußerst gut für den TVL. Mit einer effektiven Mischung aus Angriffen zum Korb und Distanzwürfen waren die Giraffen sehr erfolgreich, stellten nach sechs Minuten bereits auf ein 6:17 und gewannen das erste Viertel mit 17:24. Einen zweistelligen Vorsprung konnten die Giraffen dann im zweiten Viertel immerhin bis zur vierten Minute aufrecht erhalten. Nach zwei getroffenen Freiwürfen kam dann jedoch die Ludwigsburger Offense ein wenig in Fahrt, In der sechsten Spielminute stand es plötzlich nur noch 29:34. Im Anschluss kam Langen dann offensiv auch wieder besser in die Partie, dennoch blieben die Gastgeber dran. Mit 38:41 zur Halbzeit blieb es ein offenes Spiel.

Aus der Pause kamen die Langener dann äußerst unsortiert zurück. Offensiv fielen einfache Layups nicht, defensiv machte es das Team ihren Gegnern deutlich zu einfach. Als Ludwigsburg dann auf ein 44:41 stellte, nahm Jahn eine Auszeit. Dabei fand der Langener Coach offensichtlich die richtigen Worte und rüttelte seine Mannschaft wieder wach. Die Folge: Ein starker 14-Punkte-Lauf, der Langen wieder in Front brachte. Mit 51:59 ging es ins entscheidende letzte Viertel.

Erneut startete Langen alles andere als ideal, sodass Ludwigsburg nach nicht einmal zwei Minuten auf 62:61 stellte. In der Folge blieb es lange ein offenes hin und her, nach zwei verwandelten Freiwürfen durch Droste stand es 2:20 Minuten vor Schluss ausgeglichen 74:74. Die darauffolgende Minute war vermutlich dann bereits spielentscheidend: Ludwigsburg netzte zunächst per Layup ein. Langen schaffte es in den darauffolgenden 24 Sekunden nicht, einen Wurf zu produzieren. Beim Gegenangriff ging Ludwigsburg nach einem Foul durch Alex Lagerman an die Freiwurflinie. Der zweite Wurf ging daneben, doch die Hausherren sicherten sich den Offensivrebound und nutzten diese zweite Chance für weitere drei Punkte.

Mit 1:15 Restzeit stand es nun plötzlich 80:74 und Langen stand in Zugzwang. Beide Teams gaben sich in der Folge nur noch selten einen geordneten Spielaufbau, immer wieder ging es für beide Mannschaften an die Freiwurflinie. Als Marko Masic einen zweiten Freiwurf zum 82:79 traf, hatte Langen noch elf Sekunden auf der Uhr, also einen letzten Angriff zum Ausgleich. Pons brachte den Ball schnell schnell in die offensive Hälfte auf Abibu, der auf Lagerman ablegte. Sein Drei-Punkte-Versuch ging daneben, aber Jacob Washington sicherte einen Offensivrebound. Er passte auf Crnjac, der noch vor Ertönen der Schlussirene einen weiteren Dreier abfeuerte – doch auch sein Wurf ging daneben. So verloren die Giraffen am Ende ärgerlich eine Partie, in der sie mehrfach eigentlich das tonangebende Team waren.

So sieht es auch Headcoach Tobi Jahn: „Man merkt uns an, dass wir von Woche zu Woche besser werden, dennoch machen wir immer noch sehr viele kleine individuelle Fehler, die uns am Ende das Spiel kosten. Im dritten Viertel kamen wir schlecht aus der Pause zurück. Danach haben wir uns stark zurückgearbeitet und mit zehn Punkten geführt – nur um wieder den Faden zu verlieren. Wir schaffen es momentan nicht, 40 Minuten am Stück unser Spiel durchzuziehen. Parallel machen wir unsere Gegner dadurch stark – das in Kombination kostet uns aktuell wichtige Punkte.“

Für den TV Langen spielten:

Jacob Washington (14 Punkte/2 Assists/7 Rebounds)

Niklas Pons (9/2/7), Michael Agyemang (2/0/3), Henk Droste (8/2/0), Risto Vasiljevic (0/0/1), Aminu Abibu (4/2/5), Philipp Hadenfeldt (0/7/3), Drago Crnjac (15/0/0), Alexander Lagerman (25/1/10), Fabian Baumgarten (2/0/0)