Zu viele kleine Fehler: Giraffen verlieren erstes Saisonspiel in Dresden

Keine Punkte für den TV Langen im ersten Saisonspiel: Bei einem Low-Scoring-Auswärtsspiel waren es am Ende die Gastgeber, die sich einen knappen Sieg sicherten. Mit 66:62 holten die Dresden Titans ihren ersten Heimerfolg.

Zu Beginn merkte man dem Spiel an, dass beide Mannschaften sich aneinander herantasteten. Beide Teams starteten offensiv ein wenig durchwachsen ins erste Viertel, vergaben jeweils immer wieder gute Möglichkeiten zum Scoren.

Zwar machten die Langener die ersten Punkte und wirkten insbesondere in der zweiten Hälfte des ersten Spielabschnitts ein wenig sortierter, die Titans kamen jedoch in den letzten beiden Spielminuten stark zurück und drehten ein 11:15 noch auf 18:15.

In Viertel zwei hatten dann die Giraffen die Oberhand: Mit einem stärkeren Fokus auf kurze Abschlüsse, insbesondere über Noah Kamdem, fanden die Langener eine gute Antwort. So kamen sie immer wieder in kleinere Läufe, 2:49 vor dem Halbzeitpfiff stand es sogar 23:33. Dresden antwortete mit einem wichtigen offensiven Run und verkürzte letztlich auf einen Halbzeitstand von 31:35.

 Aus der Pause kam Langen nicht gut zurück aufs Feld: Nach einem erfolgreichen Layup erzielten die Titans zwei Dreier kurz hintereinander. Langen hingegen vergab immer wieder wichtige Würfe und es dauerte insgesamt zweieinhalb Minuten, bis die Giraffen über Niklas Pons wieder offensiv erfolgreich waren. Anschließen wurde es dann ein Kopf-an-Kopf rennen: Dresden legte vor, Langen konnte regelmäßig ausgleichen oder die Führung knapp an sich reißen. Bei einem Zwischenstand von 52:49 ging es spannend ins letzte Viertel.

Auch im letzten Spielabschnitt brauchten beide Teams einige Anläufe, um Zählbares aufs Scoreboard zu bringen, punktetechnisch blieb es bei einem munteren hin und her. Mit 3:37 Restzeit glich Noah Kamdem mit zwei erfolgreichen Freiwürfen zum 58:58 aus. Anschließend wurde das Spiel für Langen auch ein Duell gegen die Uhr. Während sich die Giraffen einige ärgerliche Turnover leistete, stellte Dresden auf 61:58.

Nachdem Dresden bei 43 Sekunden Restzeit nach einem Timeout den Ball bekam, spielten die Titans ihre 24 Sekunden Angriffszeit clever herunter. Noah Kamdem sicherte den Rebound, spielte zu Niklas Pons, der mit einem langen Ball auf Kventin Kostan das Spiel schnell machen wollte. Der Pass war jedoch ein wenig überworfen, Kostan konnte den Ball nicht vor der Endlinie unter Kontrolle bringen.

In der Folge war Langen immer wieder zu schnellen Fouls gezwungen, um nach Freiwürfen von Dresden möglichst viel Restzeit zu bewahren. Kostan brachte zunächst Moritz Heck für 2 Freiwürfe an die Linie, der den 2. Wurf verwandelte – bei zehn Sekunden Restzeit.

Der letztliche Topscorer Cooper Creek netzte auf der Gegenseite trotz schwerem Wurf für 3 Punkte ein, für einen Zwischenstand von 62:61 bei 6,5 Sekunden Restzeit. Danach gingen beide Teams wiederholt an die Freiwurflinie. Am Ende siegten die Dresdner dann aber hauchdünn mit 66:62, da es Langen nicht mehr gelang, den Spielstand mit einem Big Play zu drehen.

„Heute haben wir mal wieder gesehen: Vorbereitungsspiele sind keine Saisonspiele. Wir haben uns heute zu viele kleine Fehler geleistet. Auch müssen wir bei einem solchen Spiel einfach besser aus der Halbzeit kommen“, sagt Langens Headcoach Tobias Jahn. Während er mit der Defensivleistung seiner Mannschaft insgesamt zufrieden war, sieht der Trainer insbesondere in der Offensive noch Luft nach oben. „Wenn wir aus dem Spiel heute die richtigen Schlüsse aus dem ziehen, was gut gelaufen ist, aber auch aus dem, was nicht gut gelaufen ist, sieht es nächste Woche schon sehr viel besser aus heute“, so sein Fazit.

 

Für den TV Langen spielten:

Nicolas Deetjen (0 Punkte/0 Assists/0 Rebounds)

Niklas Pons (5/3/0)

Noah Kamdem (16/1/10)

Henk Droste (5/1/6)

Paul Jessen (0/0/0)

Paul Schwabe (0/0/4)

Kventin Kostan (5/1/1)

Mika Kröner (3/1/0)

Cooper Creek (22/1/12)

Malik Diagne (0/0/2)

Carlos Hidalgo Guijo (6/5/1)