In der aktuellen Spieler-Statistik hat es einige Verschiebungen gegeben. Das liegt vor allem daran, dass nicht mehr alle, die irgendwann mal viele Spiele im TVL spielten, noch „sportfit“ sind, manche die Basketball-Schuhe schon lange an den Nagel gehängt haben. Ihre Namen sind in der Liste kursiv gedruckt.

 

Nahezu alle Trainer haben auch im Sommer 2018 wieder ihre Spieler-Listen ausgefüllt, so dass die TVL-Spieler-Statistik weiterhin (fast) komplett ist.

Angeführt wird sie von den drei „Tausendern“.

Rainer Greunke führt mit 1850 Spielen im TVL-Trikot. Ihm folgen Thomas Arnold (1123 Spiele) und Bernd Neumann (1042 Spiele). Nahe dran an der 1000-er Marke ist Ulf Graichen (975 Spiele).

In der Liste stehen zwar

„nur“ Namen und Zahlen. Für viele ehemalige TVL-Aktive verbinden sich damit aber Erinnerungen an die guten alten Zeiten, an schöne Spiele, an nette Mannschaftskameraden. Die Zahlen lassen auf eine lange TVL-Geschichte zurückblicken.

Einige Spieler sind immer noch dabei, die im TV Langen Geschichte geschrieben haben. Und die Zahlen verraten, dass viele, die im TVL einst Jugendspieler waren, in der Gegenwart immer weiter spielen und spielen und spielen, einige von ihnen in den TVL-Senioren-Teams Ü40, Ü45 und Ü50.

Aber die Liste erinnert uns auch an ehemalige Mitspieler, die nicht mehr unter uns weilen, so an Joachim Hering und Andreas Goer. Wir haben sie in guter Erinnerung.

Und weil die jüngsten TVL-Basketballer erfasst werden, auch wenn sie erst 20 oder 50 oder ein paar mehr Spiele im TVL-Trikot gespielt haben, werden wir manche der jungen Talente später ebenfalls einmal in den Listen mit 250 oder 500 oder gar mit mehr als 1000 Spielen finden.

Auf dem Bild von den Senioren Ü50 zeigen vor allem Thomas Arnold (2. vorn v.r.), Harald Sapper (vorn ganz li.), Klaus Neumann,

Rainer Greunke und Ulf Graichen (hinten von re. nach li.), wie fit und aktiv sie immer noch sind.

Andreas wurde am 16. August 1959 geboren und verstarb nach langer schwerer Krankheit am 8. Juli 2018. Er lebte mit seiner Familie all die Jahre seiner Berufstätigkeit in der Schweiz.

Andreas war einer von acht Langener Jungs, die 1977 erstmals eine deutsche Meisterschaft gewannen.

 

Auf dem Team-Foto von damals (siehe auch Saisons, die 11. Saison 1976/77) ist Andreas in der hinteren Reihe der 2. von rechts.

Meistertafeln

Rainer Greunke hat die Initiative ergriffen. Und jetzt hängen auch die neuen Meisterschilder in der Georg-Sehring-Halle.

Die Ü32-Senioren gewannen die DM 2006 und die Ü50-Senioren 2016. Auf dem Foto Vorher wollen wir ein Foto zeigen sich die Initiatoren der Aktion, Rainer Greunke und Ulf Graichen sowie Jan Werner (als Spender) und Georg Dinca (als Abteilungsleiter).

Das Spiel der Skyliners gegen sOliver Würzburg wurde ein Zusammentreffen der TVL-Generationen. Weiterlesen

Am wichtigen 82:68-Heimsieg der U16-JBBL-Jungen am 4. Februar hatte Lukas Deetjen aus Hofheim maßgeblichen Anteil. Und indirekt auch Papa Peter Hering !

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18.10.2017 Kochs Nachschlag

Der talentierte Mister Benzing: Was macht den Topscorer des Tabellenführers so stark?

— Stefan Koch

Was verändert die Wahrnehmung eines Spielers in der Öffentlichkeit? Es kann das eine Ereignis sein, das alles überstrahlt und eine neue Perspektive eröffnet. Genauso kann es aber auch eine kontinuierliche Entwicklung sein, die schrittweise unsere fest eingebrannten Denkmuster aufweicht. Im Falle von Robin Benzing ist es wohl eher letzteres.

Jeden Sommer bei der Nationalmannschaft

Als Robin Benzing (127 Länderspiele, 9,3 Punkte im Schnitt) trotz der Geburt seines ersten Kindes während der EM bei der Mannschaft blieb, wurde in diesem Zusammenhang auch erwähnt, dass der 28-Jährige als einziger Nationalspieler seit 2009 in jedem Sommer bei der DBB-Auswahl war.

Kein „Ich spiele lieber in der Summer League vor“, auch kein „mein Körper braucht mal Pause“ oder „Ich muss mich auf die Saison bei meinem Klub vorbereiten“. Nein, Robin hievte als einziger Nationalspieler seit neun Jahren in jedem Sommer seinen Profikörper ins DBB-Trikot!

Mir war das bis dahin überhaupt nicht bewusst. Das Bild der oft ambivalenten Beziehung der deutschen Basketball-Gemeinde zu einem ihrer talentiertesten Spieler wurde damit um mehr als nur einen aufhellenden Farbtupfer bereichert.

…mea culpa. Ich ziehe den Hut…

Stefan Koch war zwei Jahrzehnte lang Headcoach in der ersten Liga und wurde 2000 und 2005 als Trainer des Jahres ausgezeichnet. Er erreichte mit seinen Teams regelmäßig die Playoffs und trat sieben Mal im Europapokal an. Sechs Mal nahm er am TOP FOUR teil und gewann 2000 mit Frankfurt den Pokal. Zudem war der Hesse drei Mal Headcoach des All-Star-Games.

Koch arbeitet aktuell als Kommentator bei Telekom Sport, war früher auch als Experte und Kommentator für SPORT1, Premiere und Sportdigital tätig, sowie als Scout für die NBA. Seine Kolumne „Kochs Nachschlag“ erscheint regelmäßig auf der Homepage der easyCredit BBL.

Gelegentlich wurde Robin in die Ecke des schlampigen Genies gestellt, galt vielen als einer, der zu wenig aus seinen großen Möglichkeiten macht. Solche Aussagen beinhalten unterschwellig auch immer den Vorwurf mangelnden Ehrgeizes oder mangelnder Arbeitseinstellung. Diese Sichtweise habe ich in dieser Radikalität nie übernommen, aber trotzdem geglaubt, dass diese Einschätzungen nicht völlig aus der Luft gegriffen sein könnten. Mittlerweile sage ich: mea culpa. Ich ziehe den Hut vor dem Weg, den Robin gegangen ist. Er hat sich in den zwei Jahren nach seinem Abgang aus München in Spanien durchgebissen und ist als Persönlichkeit gereift.

Aktuell ist Robin mit seinen starken Statistiken der Go-to-Guy des ungeschlagenen Tabellenführers der Liga. Seine Verteidigung wurde in der Vergangenheit immer kritisiert, sah aber bislang deutlich besser aus als ihr Ruf, die Beinarbeit war sowohl am Brett als auch außen in Ordnung. Dazu kommt Robins exzellentes Gefühl für Abstände, das seine Länge von 2,10 Meter noch wertvoller macht.

Lange Schritte à la Toni Kukoc

Offensiv spielt der Kapitän der Nationalmannschaft in Würzburg in erster Linie auf der Position 4, mit gelegentlichen Abstechern auf die 3 und die 5. Als Power Forward ist er im Pick-and-Pop so gut wie nicht zu verteidigen. Er kann den Dreier konstant werfen (auch wenn seine aktuelle Quote stark ausbaufähig ist), und wenn ihn der Verteidiger an der Dreipunktelinie im Close-out aufnehmen muss, ist er der wohl beste Akteur der Liga:

Niemand bringt seinen Gegenspieler mit einer Täuschung besser aus dem Gleichgewicht, bevor er dann mit langen Schritten à la Toni Kukoc zum Korb marschiert. Kein Wunder, dass die Verteidigungen zum Switchen greifen, so wie Science City Jena in der Szene rechts, als Robin gegen Skyler Bowlin zur Verlängerung trifft.

Robin produziert mit Selbstverständlichkeit

Robin hat aufgrund seines Ballhandlings und seiner Beweglichkeit die Möglichkeit, auch einen kleineren Top-Verteidiger vom Perimeter im Eins-eins zum Brett zu nehmen – so wie Immanuel McElroy in der Szene rechts bei seinem Gamewinner gegen Jena am Ende der Overtime.

Immer dann, wenn Würzburg Punkte brauchte, ging der Ball zum Nationalspieler – und der produzierte mit beeindruckender Selbstverständlichkeit:

  • Topscorer (23 Punkte) und effektivster Spieler beim Sieg gegen Meister Bamberg.
  • Topscorer (21) und effektivster Spieler beim Sieg in Jena und dabei die beiden gerade gesehenen wichtigen Würfe eingenetzt.
  • In München alle seine 19 Punkte während der Aufholjagd in der zweiten Hälfte gemacht, zwölf davon im letzten Viertel.
  • Topscorer (19) beim Sieg gegen Tübingen, dem fünften im fünften Spiel.
  • In den fünf Partien extrem viele Fouls gezogen und sich an der Freiwurflinie sicherer als eine Schweizer Bank gezeigt (38/39 FW).
  • 17,6 Punkte im Schnitt sind sein Karrierebestwert in der Liga (2012/13: 10,3 PPG für München, 2010/11: 15,1 für Ulm).

 

Kochs Nachschlag

Warum ist Robin Benzing ausgerechnet in Würzburg gelandet? Vielleicht hatten andere Vereine ein falsches Bild von ihm?

Es ist in jedem Fall an der Zeit, dass Basketball-Deutschland dem Nationalmannschaftskapitän die Anerkennung zukommen lässt, die ihm gebührt!

bis hier entnommen:

http://www.easycredit-bbl.de/de/

Und unser Nachschlag

Warum ist Robin so gut geworden ? Vielleicht auch, weil der SC Bergstraße das Talent frühzeitig entdeckt und weil er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Marian mit 13 Jahren ins BTI Langen kam und von excellenten Trainern wie Anatoli Dobrushin, Jogi Barth und Fabian Villmeter sieben Jahre lang individuell trainiert wurde.

So zollen auch wir in Langen unserem Robin höchste Anerkennung – weiter so !

Nach Deutschland kehrt der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft zurück.

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Ü55 Rainer, Arni mit Bronze

Rainer Greunke führt unverändert die Tabelle der Spieler mit den meisten TVL-Spielen an. Mit 13 Jahren wechselte er vom TV-Handball zum TV-Basketball, wurde 1977 deutscher A-Jugendmeister. Weiterlesen