Fulminates Schlussviertel beschert den Auswärtssieg

FC Kaiserslautern – TV Langen  72:76 (38:42)

Mit einem Kraftakt in den letzten zehn Minuten drehten die Giraffen trotz eines Einbruchs im dritten Viertel noch die Partie in Kaiserslautern. Die Voraussetzungen vor dem Spiel waren nicht die besten , denn mit dem an Magenproblemen leidenden Chris Reinhardt hatte Coach Markus Kühn einen weiteren fehlenden Spieler zu beklagen. Timothy Chabot (verletzt) und Micha Hoffmann (NBBL) fehlten schon vor der Abreise in die Pfalz.

Die Giraffen gingen sehr konzentriert in die Partie, Leander Sielaff, Nick Smith und Ruben Spoden sorgten für einen optimalen Start und eine 0:6 Führung. Erst nach zwei Dreiern von Smith und Kapitän Maxim Schneider zum 5:13 kam der Gastgeber besser ins Spiel und brauchte nur etwas mehr als zwei Minuten zum 15:15 Ausgleich. Unentschieden war auch der Spielstand – 24.24 – nach zehn Minuten.

Im zweiten Viertel konnten sich die Giraffen wieder gleich absetzen und hatten sich nach vier Minuten einen 27:35 Vorsprung verschafft, zudem ein Dreier von Tyrone McLaughlin und zwei Freiwürfe von Leander Sielaff beigetragen hatten. Mit einem 4-Punkte-Polster für die Langener ging es für beide Teams dann in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel starteten die Giraffen besser ins Spiel. Ruben Spoden und Nick Smith bauten den Vorsprung zunächst auf 40:48 aus. In den folgenden Minuten häuften sich gegen die Lauterer Pressverteidigung dann aber die Ballverluste und Fehlwürfe, die zu einfachen Korblegern der Heimmannschaft führten. Der Tabellenzehnte drehte die Partie in fünf Minuten von 42:50 auf 60:52, weil Langen kein Rezept gegen die aggressive Deckung mehr fand. Ein Dreier von Nick Smith kurz vor dem Ende zum 63:55 machte dann aber neue Hoffnung für den finalen Abschnitt.

In der Viertelpause justierte Markus Kühn sein Team neu, zunächst noch ohne Erfolg. Kaiserslautern zog auf 67:55 davon und hatte den Sieg vor Augen. Dann ging ein aber ein spürbarer Ruck durch das Team der Gäste. Nick Smith initiierte die Aufholjagd mit fünf Punkten in Folge, Lukas Beuschlein und Leander Sielaff brachten ihr Team zurück ins Spiel. Nicks fünfter Dreier und ein erfolgreich abgeschlossener Schnellangriff führten zum 69:69 Ausgleich. Ruben Spoden brachte die Giraffen dann per Sprungwurf in Führung, die Kaiserslautern noch einmal ausgleichen konnte. Die Entscheidung fiel dann an der Freiwurflinie.  Lukas Beuschlein traf seine beiden Versuche sicher zum 71:73, Waldemar Nap konnte für sein Team nur die erste Chance nutzen, der Rebound nach dem Fehlwurf wurde eine Beute von Nick Smith. Der sehr agile Leander Sielaff ließ sich dann auf dem Weg zum Korberfolg auch nicht durch ein Foul stoppen und versenkte den Freiwurf zum 72:76 Auswärtssieg. Diesen hatten sich die Giraffen durch ihr starkes Finish letztlich auch verdient.

Coach Markus Kühn zeigte sich mit der Leistung seines Teams bis auf die schwachen fünf Minuten und im Hinblick auf die Personalsituation zufrieden und lobte den unermüdlichen Kampfgeist. Dieser machte sich in der zweiten Halbzeit vor allem auch beim Rebound bezahlt. Nick Smith (36 Punkte, 14 Rebounds) und Leander Sielaff (15 Punkte, 10 Rebounds) kamen beide auf ein Double-Double, das auch Ruben Spoden mit 12 Punkten und 8 Rebounds nur knapp verpasste.

Coach Markus Kühn: Paul Bokeloh, Nick Smith (36/5 Dreier, 14Rebounds, 1 Ballgewinn, 1 Block), Ruben Spoden (12/1, 8 Rebounds, 2 Assists, 1 Ballgewinn), Chris Reinhardt, Leander Sielaff (15, 10 Rebounds, 3 Assists, 2 Ballgewinne), Maxim Schneider (4, 7 Rebounds, 5 Assists, 2 Ballgewinne), Dimitri Disterhof, Lukas Beuschlein (4, 3 Rebounds, 2 Assists, 2 Ballgewinne, 2 Blocks), Julian Bölke (0, 4 Rebounds, 2 Assists) und Tyrone McLaughlin (5/1, 2 Rebounds, 1 Assists).

Die Giraffen sind am kommenden Samstag zu Gast beim TV Lich.