TV Langen 2 – Trier einige Klassen zu stark

Die zweiten Langener Herren wollten sich nach der jüngsten Niederlage in Roßdorf am vergangenen Sonntag gegen Trier wieder von einer besseren Seite zeigen und zurück in die Erfolgsspur finden. Mit der zweiten Mannschaft des Pro A Teams aus Trier, erwartete Langen eine schwer berechenbare Mannschaft, die je nach Spielplan mit oder auch ohne die Schwergewichte aus der ersten Mannschaft aufläuft. Zu Langens Ungunsten waren es diesmal deren vier – wie sich zeigen sollte mindestens einer zu viel für den TVL.

Gleich von Beginn an zeigte der Gast seine enorme Qualität und überrollte förmlich die Langener Buben. Einzig Niklas Butz war es nach fünf Minuten beim Stand von 11:18 zu verdanken, dass die Partie nicht schon entschieden war. Er erzielte alle 11 Langener Punkte und war nicht zu stoppen. Bei Trier hingegen verteilte sich die Last auf mehreren Schultern und Langen hatte im eins gegen eins in nahezu jedem Match-up keine Chance. Allen voran Point Guard Rupert Hennen sorgte bei Coach Lohnes für Kopfschmerzen und war am Ende mit 29 Punkten der überragende Akteur bei den Gästen. Nach acht Minuten Dauerbeschuss zeigte die Anzeigetafel einen ernüchternden 11:32 Zwischenstand und alle Beteiligten, auf und Abseits des Feldes, befürchteten einen langen langen Abend für den TVL. Die Umstellung auf Zonenverteidigung und die Hereinnahme des trotz Knieverletzung spielenden Xavier Blain-Cruz brachte bis zum Viertelende nochmals Schwung ins Spiel und Langen konnte auf 19:34 „verkürzen“.

Im zweiten Viertel schien sich Langen nun endgültig gefangen zu haben und durch Punkte von Blain-Cruz, Butz und Overdick wurde der Rückstand Punkt für Punkt verringert (26:37, 14. Min.). In der Verteidigung wurde das Penetration der Trierer deutlich erfolgreicher unterbunden und nach indiskutablen 34 Zählern in Viertel eins gestattete Langen im zweiten Abschnitt lediglich 13. Nach Punkten von Martiny ging es beim Stand von 39:47 in die Halbzeitpause.

Auch im dritten Viertel setze Langen nach und konnte durch sechs Punkte in drei Minuten von Youngster Pfaff weiter verkürzen (48:52, 22.Min.). Spätestens jetzt waren die zahlreich erschienenen Zuschauer hellwach und feuerten ihr Team lautstark an. Zwar wusste Trier zu antworten, doch die zweiten Herren ließen sich vorerst nicht mehr abschütteln. Einer starken Phase von Felix Kaut, der mit sechs Punkten in Serie für das zwischenzeitliche 56:63 sorgte, folgte eine starke Phase der super spielenden Gäste, die schließlich mit einer aus ihrer Sicht komfortablen 64:77 Führung ins letzte Viertel gingen.

In den ersten Minuten des Schlussabschnitts kämpfte sich Langen erneut heran und nach einem Dreier vom wieder überragenden Niklas Butz war ein Erfolg noch im Rahmen des Möglichen (71:79, 34. Min.). Trier hatte allerdings ebenfalls ein deutliches Wörtchen mitzureden und zeigte sich vor allem von der Freiwurflinie tadellos. Nach 36 Minuten war die Partie beim Stand von 73 zu 87 entschieden. Langen gab sich jedoch nie auf und beendete die Partie dank Zählern von Martiny und Overdick versöhnlich. Am Ende siegte Trier absolut verdient mit 87 zu 99 und stellte einmal mehr unter Beweis, dass sie mit den „richtigen“ Spielern nur sehr schwer zu schlagen sind – das mussten unter anderem auch Langens schärfste Konkurrenten im Kampf um Platz drei erfahren (vs. Lützel 120:64 / vs. Gießen 89:66).

Trotz der zweiten Niederlage in Serie hat Langen keinen Grund den Kopf allzu lange hängen zu lassen. Nach wie vor stehen sie auf einem vor der Saison nicht zu erwartenden dritten Rang und haben nun zwei Wochen Zeit sich auf die letzten drei Spiele der Saison vorzubereiten. Erst in drei Wochen steht die nächste Begegnung in Horchheim an. Das Hinspiel gewann Langen mit 75:64, doch Horchheim, derzeit knapp hinten dem TVL auf Rang sechs (jedoch zwei Spiele weniger auf dem Konto), ist vor allem Zuhause eine schwer zu knackende Nuss. Bis dahin heißt es abwarten, trainieren und gespannt auf die Ergebnisse der Konkurrenten schielen.

Für den TVL II spielten: Butz (32 Punkte/2 Dreier), Overdick (12), Blain-Cruz (9/1), Martiny (9), Kaut (8), Pfaff (6), Haucke (6), Lovric (2), Palazzo (2), Püchert (2), Hardt (1) und Lewe..

 

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