TV Langen II auf Platz 3 – der Höhenflug geht weiter

Am vergangenen Sonntag empfingen die zweiten Herren ohne Haucke, Hardt und Santelmann die ebenfalls zweite Garde der SG Lützel/Koblenz zum Verfolgerduell der zweiten Regionalliga. Vierter gegen Dritter – beide Teams trennte lediglich ein Sieg und Langen wollte sich für die schwache Hinspielpleite revanchieren. Zugleich gab es eine positive aber auch negative Nachricht: Manuel Donnermeyer gab sein Saisondebüt, wobei es bei ihm auch nur bei diesem einen Einsatz bleibt (Auslandssemester) und Yannick Couturier stand für diese Saison zum letzten Mal auf dem Parkett und verlässt das Team bis August Richtung USA (Praktikum). Zwei weitere gute Gründe die Partie erfolgreich zu gestalten.

Und genauso startete der TVL. Mit einem Blitzstart und Punkten von Palazzo, Butz und Overdick stand es schnell 9:0. Der starke Aufsteiger aus Koblenz ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und glich durch Treffer aus der Distanz aus (9:9, 5. Min.). Auch Langen legte einen erneuten guten Lauf hin und punktete immer wieder durch den starken Martiny und Butz in Korbnähe. Die Führung wechselte erneut (20:9) und bis zum Viertelende blieb sie auf Seiten der Hausherren. Beim Stand von 23:19 ging es in die erste Viertelpause.

Das zweite Viertel verlief absolut ausgeglichen. Keines der beiden Teams schaffte es, einen längeren Run zu erzielen, und die Partie blieb offen. Das Langener Offensivspiel lief wie aus einem Guss, jedoch belohnte sich das Team um Coach Lohnes in der Verteidigung nicht und fing sich zu viele Punkte aus der Distanz und nach zweiten Wurfmöglichkeiten. Nach einem weiteren Koblenzer Dreier mit der Schlusssirene der ersten Hälfte führte Langen knapp aber verdient mit 42:38.

Im dritten Abschnitt verlor Langen unerklärlicherweise jeglichen Rhytmus im Angriff und wurde nach Ballverlusten prompt bestraft. Lützel lag in der 24. Minute erstmals in der Partie vorne (42:44) und baute den Vorsprung bis zur 27. Minute sogar auf acht Punkte aus (48:56). Das Spiel schien den zweiten Herren aus den Händen zu gleiten und das, obwohl sie in Hälfte eins noch so überzeugend und abgezockt auftraten. Doch es wären nicht die zweiten Herren, wenn nach einer schwachen Phase nicht wieder eine starke und nervenaufreibende folgen würde! Angetrieben von Comebacker Donnermeyer schaffte es das Team, die Zuschauer wieder auf ihre Seite zu bringen und den Funken auf die Tribüne überspringen zu lassen. Es wurde um jeden Ball gekämpft und der Rückstand schmolz Schritt für Schritt. Ein überragender 17:4-Lauf in den letzten 3 Minuten des Viertels bedeutete die 65:60-Führung nach 30 gespielten Minuten und das Momentum war wieder voll und ganz am Sterzbach.

Im letzten Viertel ging es genauso weiter. Der Gegner wurde in allen Belangen dominiert und der Vorsprung wurde größer und größer. Nach Punkten vom gut aufgelegten Blain-Cruz und dem zwischenzeitlichen 74:62 war sogar noch der bessere direkte Vergleich möglich (Hinspiel -12) und Langen setzte noch einmal eine Schippe drauf. Der TVL gestattete Lützel in den letzten sechs Minuten nur magere vier Zähler und schraubte das eigene Punktekonto von 74 auf 92 hoch. Jeder Akteur trug seinen Teil zu den wahnsinns letzten 13 Minuten des Spiel bei. Ob Püchert jenseits der Dreierlinie, Couturier am Korb oder Kaut mit viel Energie in der Zone – es war eine tolle Teamleistung und das spürten die zahlreichen Zuschauer und dankten es mit einer wiedermals überragenden Stimmung.

Durch den 92:67-Sieg klettert der TVL nach dem 15. Spieltag am Aufsteiger vorbei und liegt auf einem sensationellen dritten(!!!) Tabellenplatz. Gleichzeitig war es der neunte Sieg der Saison – so viele hatte Langen in der gesamten letzten Spielzeit.

Am kommenden Wochenende hat das Team bei Makkabi Frankfurt die Chance die Siegesserie auf vier zu erhöhen. Keine leichte Aufgabe, wenn man sich die letzten Ergebnisse der Frankfurter um Trainerfuchs Glisic ansieht. Vor einigen Wochen noch abgeschlagen im Tabellenkeller gewann Makkabi drei der letzten vier Spiele und ist wieder mitten drin im Kampf gegen den Abstieg. Der deutliche Langener Hinspielsieg hat gegen das wiedererstarkte Frankfurt keinen Wert mehr und die Karten sind neu gemischt.

Wie bereits erwähnt werden die beiden Guards Couturier und Donnermeyer in Frankfurt und der restlichen Saison nicht mehr zur Verfügung stehen und hinterlassen eine große Lücke im Kader. Wir wünschen beiden an dieser Stelle alles erdenklich Gute und freuen uns, euch bald wieder für die zweiten Herren auf dem Feld stehen zu sehen. Ihr werdet uns sportlich und vor allen Dingen menschlich sehr fehlen!

Für den TVL II siegten: Butz (26 Punkte), Blain-Cruz (19/1 Dreier), Martiny (13/1), Kaut (8), Overdick (8), Donnermeyer (8/1), Palazzo (5), Püchert (3/1) und Couturier (2).

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