Herren 2 – Desolate Pleite in Kassel

Es sollte der vierte Erfolg in Serie sein, einer der die zweiten Herren nur noch einen Sieg von Platz zwei entfernt hätte – doch es kam alles anders als geplant.

Mit zehn Mann trat die Mannschaft um Coach Manuel Lohnes die lange Auswärtsreise nach Kassel an und hatte sich eine Menge vorgenommen. Gegen den Tabellenzehnten aus Nordhessen, der bis dahin lediglich zwei Siege auf dem Konto hatte, sollte die Siegesserie ausgebaut und der Abstand zum Tabellenkeller weiter vergößert werden.

Der Start in die Partie war vielversprechend. Nach vier Minuten lag Langen mit 2:8 vorne und hatte die Partie dank gutem Passspiel und aufmerksamer Verteidigung im Griff. Doch auch Kassel fand von da an allmählich ins Spiel und punktete mehrmals aus der Distanz. Zu frei ließ Langen die Schützen des Gegners, die den Freiraum gnadenlos bestraften. Nach acht Minuten war der Vorsprung fast verspielt und Kassel verkürzte auf 11:12. Zwei Dreier von Blain-Cruz und Püchert sorgten für einen versöhnlichen Abschluss des Viertels und den 13:18 Zwischenstand nach 10 Minuten.

Im zweiten Abschnitt sollten die Schützen der Nordhessen besser bewacht werden, was auch gelang. Der Vorsprung wuchs Punkt um Punkt und Langen konnte nach 16 Minuten einen 9-Punkte Vorsprung erzielen (24:33). Auch im zweiten Viertel schaffte es der kampfstarke Gegner wieder heranzukommen und Langen verspielte erneut einen beruhigenden Vorsprung. Zur Halbzeit stand es dennoch 30 zu 35 für Langen.

Trotz Führung konnte Coach Lohnes mit der gezeigten Leistung nicht zufrieden sein und verlangte in Abschnitt zwei eine bessere. Im Angriff sollte der Ball wieder besser und schneller laufen und in der Verteidigung die Schützen konsequenter gedeckt werden.

Angeführt von Niklas Butz, der acht der ersten 10 erzielten Punkte im dritten Viertel erzielte, setzte Langen die Vorgaben sehr gut um und lag nach 26 Minuten wieder verdient mit 11 Punkte in Führung (34:45). Alles lief nach Plan und der vierte Sieg in Folge rückte immer näher – falsch gedacht! Was die Langener Jungs ab der 27. Minute zeigten, bleibt auch in der Nachbetrachtung unerklärlich. Einige taktische Änderungen von Kassel reichten aus, um Langen komplett aus dem Konzept und Rhytmus zu bringen. Bälle wurden weggeworfen, der Weg zum Korb nicht mehr gesucht und in der Verteidigung ließ man den Gegner nach Belieben punkten. Ein 17:2 Lauf aus Sicht des Gastgebers war die logische und bittere Konsequenz. Aus einem 11-Punkte Vorsprung wurde binnen vier Minuten ein 51:47 Rückstand zum Viertelende.

Gleiches Bild auch im letzten Abschnitt. Der Negativlauf wollte nicht enden und Langen wurde zeitweise vorgeführt. Vor allem Kassels bester Mann Marcus Bernhart konnte nicht kontrolliert werden und war am Ende mit 22 Punkten erneut Topscorer seines Teams. Nach nur 12 erzielten Punkten im dritten Viertel folgten indiskutable 10 Zähler im vierten. Langen fiel komplett auseinander und kam letztendlich verdient und schmerzhaft mit 75 zu 57 unter die Räder.

Nach dieser Niederlage liegt Langen zwar weiterhin auf Platz fünf, ließ die untere Tabellenhälfte jedoch wieder aufschließen und ist bei Betracht der kommenden Aufgaben gewarnt. Am kommenden Wochenende kommt mit dem SC Bergstraße das aktuelle Team der Stunde nach Langen. Bergstraße liegt derzeit auf dem zweiten Rang und hat alle Topteams der Liga geschlagen. Mit einer Serie von sechs Siegen in Folge werden sie auch Langen alles abverlangen. Nur mit einer über 40 Minuten sehr guten Vorstellung kann sich der TVL realistische Siegchancen ausrechnen.

Für den TVL II spielten: Butz (18 Punkte), Blain-Cruz (14/1), Overdick (12/1 Dreier), Püchert (5/1), Couturier (3), Kaut (3), Palazzo (2), Haucke, Pfaff und Lovric.

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