Gebrauchter Abend für die Giraffen

TV Langen  –  TV Lich II              51:58 (27:27)

Wie schon nach dem überraschenden Sieg in Koblenz und der anschließenden Heimniederlage gegen Mainz verpassten es die Giraffen in einer niveauarmen Partie im Heimspiel gegen den TV Lich II den Auswärtssieg zu veredeln. Mangelnder Kampfgeist war dem Team nicht vorzuwerfen, auch auf die Defensive war diesmal Verlass, im Angriff offenbarten die Langener aber große Abschlussschwächen und wirkten oftmals uninspiriert.

Beide Coaches hatten ihre Hausaufgaben gut gemacht und ihre Teams sehr gut auf die Stärken des Gegners eingestellt. Julian Bölke verteidigte stark gegen Ex-Nationalspieler Johannes Lischka, der mit 12 Punkten klar unter seinem bisherigen Punkteschnitt blieb. Die Licher wiederum hatten zwar in den Anfangsminuten ihre liebe Not mit Preston Ross, der die ersten 7 Zähler für die Giraffen allein erzielte, bekamen den amerikanischen Flügelspieler im Laufe des Spiels dann aber besser in den Griff.

So entwickelte sich von Beginn an ein zähes Ringen auf dem Spielfeld, auch wenn es bis zum Schluss spannend blieb. Zu schwach war die Wurfausbeute auf beiden Seiten insbesondere aus dem Drei-Punktebereich mit 16% auf Langener und 14% auf Licher Seite. Die Gäste profitierten stärker von der fehlenden Linie der beiden Schiedsrichter, durften 30 mal an die Freiwurflinie, während die Giraffen ganze 10 Versuche zugesprochen kam. Vor allem Preston Ross wurde bei seinen Wurfversuchen nicht immer sauber bearbeitet. Darüber hinaus ließen die Giraffen locker 8 bis 10 Punkte bei klaren Wurfgelegenheiten liegen.

Nach dem 27:27 Pausenstand traf Preston Ross seinen einzigen Dreier zur Führung für die Giraffen, die dann aber sechs Minuten ohne jeden Korberfolg blieben. Etwas stabiler waren die Gäste, die mit einen 36:39 Führung in das letzte Viertel gehen konnten. Ein Dreier von Maxim Schneider zum 46:49 in der 36. Minute läutete die Schlussphase ein, in der sich die Mittelhessen nach vier verwandelten Freiwürfen von Henning Schaake zunächst auf 46:53 absetzen konnten. Eine Minute vor dem Ende hatten sich die Giraffen nach einem Freiwurf von Chris Reinhardt zum 51:54 wieder in Schlagdistanz gebracht und Timothy Chabot sicherte sich im nächsten Angriff nach einem Fehlwurf von Lischka den Rebound. Nach der Landung und dem Umdrehen Richtung Licher Korb folgte ein äußerst umstrittenes Offensivfoul, den daraus folgenden Ballbesitz nutzte wiederum Schaake per Freiwurf zum 51:55. Maxim Schneiders Dreier traf nur den Ring, dank weiterer Freiwürfe entschieden die insgesamt kompakter auftretenden Gäste die Partie mit der höchsten Punktdifferenz im ganzen Spiel nicht unverdient für sich. Es war einfach ein gebrauchter Abend der Giraffen, die es zum zweiten Mal in der noch jungen Saison verpassten, sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen.

Mit dem Auswärtsspiel am kommenden Samstag beim Pro B-Absteiger SG Speyer und dem Heimspiel gegen den noch ungeschlagenen Tabellenführer Schwenningen warten schwere Aufgaben auf die Mannschaft von Coach Tim Michel. Das ist eine deutliche Steigerung an gesagt, wenn die Giraffen in diesen beiden Spielen bestehen möchten.

Cedric Quarshie (2, 3 Rebounds), Micha Hoffmann (2, 1 Rebound), Timothy Chabot (4, 4 Ballgewinne, 3 Assist), Lukas Beuschlein (2, 3 Rebounds, 2 Assists), Leander Sielaff (1, 5 Rebounds), Maxim Schneider (12/2 Dreier, 9 Rebounds, 1 Assist), Preston Ross (17/1, 1 Rebound), Davor Karamatic (4, 5 Rebounds, 3 Assists), Julius Martiny (0, 1 Rebound), Chris Reinhardt (5, 6 Rebounds) und Julian Bölke (2, 3 Rebounds).

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