Fahrige Giraffen unterliegen Mainz

TV Langen  –  ASC Theresianum Mainz    86:90 (21:23/17:18/20:24/28:25)

Nach einer durchwachsenen Vorstellung mussten sich die Langener den bis dato sieglosen Mainzern mit 86:90 (38:41) geschlagen geben. So verdient die erste Heimniederlage war, so vermeidbar wäre sie gewesen, wenn die Giraffen an die Leistung im Auswärtsspiel in Koblenz hätten anknüpfen können. Stattdessen agierten sie in der Verteidigung selten mit der notwendigen Aggressivität, im Angriff ließen sie zudem etliche leichte Wurfgelegenheiten direkt am Korb fahrlässig liegen. Die Größenvorteile konnten offensiv nur selten ausgenutzt werden, weil die Anspiele auf die Innenspieler häufig unpräzise waren, in der Verteidigung hatten vor allem die größeren Spieler ihre liebe Mühe mit den kleineren, aber beweglichen Mainzer Spielern, die sich in 1-1 Situationen oftmals sehr leicht durchsetzen konnten. Die kleinliche Linie des Schiedsrichtergespannes tat ein Übriges, selbst kleinste Kontakte wurden vor allem im ersten Viertel abgepfiffen, so dass die Gäste allein in den ersten zehn Minuten 18 Freiwürfe zugesprochen bekamen.

Das Spiel verlief von Beginn an ausgeglichen, was die einzelnen Viertelergebnisse dokumentieren. Die Giraffen hatte ihre beste Phase gegen Ende des ersten bis zur 4. Minute des zweiten Viertels, als sie aus dem 19:23 Rückstand ein 10:1 Lauf zum 29:24 hatten. Mainz glich schnell aus und ging mit einer 38:41 Führung in die Pause.

In den ersten drei Spielen hatten die Langener in der zweiten Halbzeit jeweils die besseren Karten gehabt und so war der Optimismus groß, die Begegnung im zweiten Durchgang zu den eigenen Gunsten entscheiden zu können. Dies erwies als sich trügerische Hoffnung, denn die Gäste attackierten geschickt und konsequent die Schwachstellen in der Langener Verteidigung und kamen vor allem über Philipp Schön zu leichten Korblegern. Mitte der zweiten Halbzeit drehte dann der bis dahin eher unauffällige Flügelspieler Christian Zander auf, der 17 seiner 24 Punkte im zweiten Abschnitt erzielen konnte. Allen voran Timothy Chabot stemmte sich auf Langener Seite gegen die sich abzeichnende Niederlage unverdrossen und tatsächlich konnten die Giraffen nach dem 64:72 Rückstand nach 34 Minuten noch einmal aufschließen. Maxim Schneider und Timothy Chabot erzwangen zwei Ballgewinne und nach dem 82:84 Anschlusstreffer von Preston Ross hatten die Giraffen eine Minute vor Schluss die Chance auf den Ausgleich, als sich Davor Karamatic aber direkt unter dem gegnerischen Korb von seinem kleineren Gegenspieler blocken ließ . Dank der Freiwurfsicherheit von Anish Sharda, der in den letzten sechzig Sekunden nach schnellen Langener Fouls alle sechs Freiwürfe sicher verwandelte, brachten die Gäste ihren ersten Saisonsieg mit 86:90 unter Dach und Fach.

Coach Tim Michel verwies in seiner Analyse auf die Trainingssituation, als unter der Woche sowohl Chris Reinhardt und Davor Karamatic krankheitsbedingt ausgefallen waren, monierte aber auch die Abwehrschwächen seines Teams, das diesmal 90 Punkte in eigener Halle zugelassen hatte

Micha Hoffmann, Timothy Chabot (18/4 Dreier), Lukas Beuschlein (4), Leander Sielaff (2), Maxim Schneider (18/2), Preston Ross (19/1), Davor Karamatic (8/1), Julius Martiny (8), Chris Reinhardt (6) und Julian Bölke (3).

Bei Mainz ragten Zander (24), Schön und Sharda mit jeweils 21 Punkten heraus.

Das nächste Auswärtsspiel bestreiten die Giraffen am kommenden Sonntag beim starken Aufsteiger REWE Aupperle Fellbach.

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