TV Langen 2 – Es wird und wird nicht einfacher

Auch in der dritten Saison nach dem Aufstieg in die 2. Regionalliga wird es für die Basketballer der zweiten Herren des TVL nicht wirklich einfacher

Zum einen soll die Liga von 13 auf 12 Teams reduziert werden, was zur Folge hat, dass es anstatt planmäßig nur zwei, kommende Saison gar drei Absteiger geben wird und zum anderen muss das Team um Neu-Coach Manuel Lohnes einige schwerwiegende Abgänge verkraften.

Der Trainer

Die erste Veränderung im Team erfolgte auf der Trainerbank. Der letztjährige Coach Jochen Bender gab relativ zeitnah bekannt, sich zukünftig hauptamtlich der Nachwuchsförderung im BTI und Verein zu widmen. Erfreulicherweise konnte mit Manuel Lohnes ein alter Bekannter überzeugt und verpflichtet werden. Lohnes, der in den vergangenen Jahren die 1. Damen der SG Weiterstadt in die 2. Bundesliga geführt hat und vor einigen Jahren selbst das Trikot der 2. Langener Herren trug, arbeitet seit Juli mit der Mannschaft und konnte sich so schon früh ein Bild vom Kader und der Lage machen.

Die Abgänge

Auch im Kader des TVL hat sich einiges getan. So muss das Team studiumsbedingt auf die beiden Punktelieferanten Manuel Donnermeyer (Wien) und Paul Schlegel (Karlsruhe) verzichten. Beide Guards hinterlassen eine große Lücke im Team und werden nur schwer zu ersetzen sein. Ein weiterer herber Rückschlag ist der Abgang von Center Julian Bölke, der zukünftig für die erste Herren Mannschaft des TV Langen die Schuhe schnüren wird. Weiterhin pausieren wird Thorsten Pilz, der nach seinem Achillessehnenriss aus der letzten Saison dem Team nur abseits des Feldes zur Verfügung steht.

Die „Alten“

Neben diesen schlechten gibt es jedoch auch einige gute Nachrichten. Aus dem letztjährigen Kader gehen neben den beiden Kapitänen Mirco Palazzo und Niklas Butz auch weiterhin Kai Santelmann, Dominique Hardt, Karan Sansoa, Max Püchert, Philipp Hoffmann, Timo Haucke, Felix Kaut und (im Laufe der Spielzeit) auch Julian Brucker auf Körbejagd.

Die „Jungen“

Verstärkung im Training wie auch im Spiel erhält das Team traditionell aus der NBBL. So sind mit Felix Lewe, Chris Lovric und Jul Pfaff bereits einige Youngster seit Beginn der Vorbereitung integriert, um sich für die zweiten Herren zu empfehlen. Die letzten Jahre haben gezeigt, wie wichtig der Unterbau für die Senioren ist. Mit Timothy Chabot, Paul Schlegel, Jona Hoffmann, Moritz Overdick oder auch Tom Alte, um nur ein paar Namen zu nennen, haben nicht wenige Jungspunde ihre jugendlichen Hörner bei den zweiten Herren abgestoßen, bevor sie den Schritt in die erste Mannschaft wagten.

Die „Neuen“

Freuen können sich die Anhänger des TVL auch auf einige Neuzugänge. Mit Yannik Couturier (22 Jahre – Guard – letzter Verein SV Dreieichenhain), Thorben Schicktanz (19 – Guard – MTV Kronberg), Julius Martiny (19 – Flügel – Speyer/Bad Dürkheim), Xavier Blain-Cruz (29 – Guard – TSG Estenfeld), Dirk Heilmann (35 – Flügel – G.S.U. Frankfurt) und Moritz Overdick (19 – Center – TV Lich) konnte Langen sechs neue Spieler in ihre Reihen lotsen.

Couturier stand bereits in der U16, NBBL und den 1. Herren für den TV Langen auf dem Feld und trifft daher einige bekannte Gesichter. Zuletzt war er in Dreieichenhain in der Landesliga aktiv. Schicktanz, dessen Bruder Yannick einige Jahre bei den ersten Langener Herren spielte, sucht nach 11 Jahren Basketball in seinem Heimatverein MTV Kronberg zukünftig in Langen sein Glück. In der vergangenen Saison lief er für Kronberg sowohl in der Oberliga als auch in der Regionalliga auf. Martiny, letztes Jahr noch Gegner des TVL 2, kommt nach seinem Aufenthalt im Basketball-Internat in Speyer zurück ins Rhein-Main Gebiet und wird neben den 2. Herren auch bei den 1. Herren zum Einsatz kommen. Inwieweit er bei den zweiten Herren aufgrund von Terminüberschneidungen fehlen wird, zeigt sich im Laufe der Saison. Bei Xavier Blain-Cruz hatte das Team besonders viel Glück. Der gebürtige New Yorker wohnt mit seiner Frau seit Januar berufsbedingt in Langen und fand somit zufällig den Weg in die Sehring-Halle. Bereits nach den ersten Einheiten war klar, dass Blain-Cruz eine tolle Verstärkung für das Team sein wird. Heilmanns Weg führte auf Empfehlung vom Teamältesten Hoffmann nach Langen. Der gebürtige Heidelberger wird ähnlich wie Hoffmann berufsbedingt nicht immer da sein können, möchte das Team jedoch soweit es geht in der Saison 16/17 unterstützen. Der letzte und längste Neuzugang ist für alle Fans und Anhänger der 2. Herren ein bekanntes Gesicht. Die Rede ist von Rückkehrer Moritz Overdick, der nach seinem einjährigen Ausflug nach Lich (Pro B) wieder zurück nach Langen kommt und sich überraschend und erfreulicherweise der Giraffen Reserve anschließt.

Kader 2. Herren TVL – Saison 2016/17

Name                                     Jahrgang        Pos.     Jugend
Xavier Blain-Cruz                   1986                G         USA
Julian Brucker                        1993                C          TV Langen
Niklas Butz                             1990                C          TV Langen
Yannick Couturier                  1993                G         TV Langen / SV Dreieichenhain
Dominique Hardt                   1991                G         TV Langen / SG Weiterstadt
Timo Haucke                          1990                C          TV Langen
Dirk Heilmann                       1980                F          Heidelberg
Philipp Hoffmann                 1981                F          Heidelberg
Felix Kaut                               1992                C          SV Dreieichenhain / Eintracht Frankfurt
Felix Lewe                              1998                G         TV Langen
Chris Lovric                            1998                G         TV Langen
Julius Martiny                        1997                F          Bad Dürkheim/Speyer
Moritz Overdick                     1997                C          TV Langen
Mirco Palazzo                         1987                G         TV Langen
Julian Pfaff                             1998                C          TV Langen
Max Püchert                          1996                F          TV Langen
Kai Santelmann                   1985                F          TV Langen
Karan Sansoa                         1996                G         TV Langen
Thorben Schicktanz              1997                G         MTV Kronberg
Manuel Lohnes                      1982              Coach  TV Langen

 

Die Liga

Zu den Top Teams zählen nicht nur aufgrund starker Transfers zweifelsohne Gießen, Völklingen oder auch Kronberg. Weitere Mannschaften, die in der oberen Tabellenhälfte anzusiedeln sind, kommen aus Südhessen (Bergstraße, Roßdorf). Mit den Teams aus Lützel und Bensheim kommen zwei untypische Aufsteiger in die Liga die auf Anhieb das Niveau der Liga steigern. Lützel beispielweise verkündete bereits die Verpflichtung ihres neuen US-Amerikaners (Profi) und auch Bensheim verfügt über sehr ordentliche Argumente bei der Kaderzusammenstellung. Über die Qualität des Absteigers aus Trier ist ähnlich wenig zu sagen, wie die der Mannschaften aus Frankfurt und Horchheim. Vor allem bei den letztjährigen Tabellenfünften und -sechsten aus Horchheim und Frankfurt ist nach den Abgängen einiger Leistungsträger ungewiss, ob und wie diese kompensiert werden können. Kassel und Bad Kreuznach werden vermutlich in der unteren Hälfte der Tabelle gemeinsam mit dem TVL um Punkte im Abstiegskampf ringen.

Der erste Spieltag steigt am Sonntag, den 18.09.16 direkt bei einem der Aufstiegsfavoriten in Gießen. Heimspielauftakt ist eine Woche später am 25.09.16 um 18 Uhr gegen den Neuling aus Bensheim.

 

Das Ziel

Wie die Liga auch immer aussehen wird, eines steht fest: TV Langen 2 will die sympathische und durchaus erfolgreiche Geschichte weiterführen und die treuen Zuschauer mit leidenschaftlichem und kampfbetontem Basketball begeistern.

Wie schon in den letzten Jahren sollen sich Langens Hand-, Fuss- und Basketballer am Sonntagabend zu den Heimspielen der UWS-Jungs in der ehrwürdigen Georg-Sehring-Halle treffen, Farbe bekennen und das Motto „UNITED WE STAND“ von den Rängen aus auf das Feld transportieren. Ob Alt oder Jung, die zweiten Herren schafften es durch Identifikation zu begeistern und ernteten viel Lob und Anerkennung – und genauso soll es weitergehen. Der neunte Rang aus dem vergangenen Jahr war erneut ein Erfolg und gleichbedeutend mit dem Klassenverbleib. Und auch im dritten Regionalligajahr wird es für die Jungs um nichts anderes als den Klassenerhalt gehen – es wird und wird nicht einfacher.

 

UNITED WE STAND

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