TVL – Senioren Ü50 Deutscher Meister 2016

Pünktlich zum 50 jährigen Jubiläum der TVL Basketballer holten sich die Ü50-Senioren mit einem 40:33 Sieg gegen die SG Telgte/Hagen  die diesjährige Deutsche Meisterschaft bei der DM in Pinneberg/Halstenbek.

Nach einem holprigen Start am Samstag in der Gruppenphase sah es noch nicht nach diesem Erfolg aus. Im ersten Gruppenspiel gegen den TV 1860 Bremen lagen die TVL-Spieler schnell im Rückstand. Nach der Pause sogar mit 13:24. Erst mit fünf verwandelten Dreieren von Achim Billion und Rainer Greunke konnte am Ende noch das Unentschieden zum 33:33 erreicht werden.

Gegen die SG Langendreer zeigten die Langener in der ersten Halbzeit eine gute Verteidigung und führten mit 14:6. Im Gefühl des sicheren Sieges schafften sie es dann, in einer Minute viermal den Ball zu verlieren und Langendreer führte mit 22:23. Schließlich langte es jedoch noch zum knappen 30:25 Sieg.

Im letzten Gruppenspiel gegen die SG Gießen wäre der TVL mit einem Sieg noch Gruppen-Erster geworden. Es entwickelte sich ein sehr spannendes Spiel, und die Gießener gewannen am Ende knapp mit 34:32.

Die TVL-Senioren hatten jedoch Glück und konnten aufgrund des besseren Korbverhältnisses gegenüber den Bremern als Gruppenzweiter in das Viertelfinale einziehen. Dort wartete wie im Vorjahr der langjährige Konkurrent TSV Breitengüßbach, dem man bereits im letzten Jahr knapp besiegen konnte.

Mit Beginn dieses Spiels zeigten sich die Langener nun wie verwandelt. Sie konzentrierten sich auf eine gute Mann-Mann-Verteidigung und spielten auch konzentrierter im Angriff. Mit gut heraus gespielten Würfen, von denen besonders Greunke profitierte, der die TVL’er mit zwanzig Punkten im Angriff trug, konnten die Langener nach einem 8:10-Rückstand bis zur Halbzeit auf 16:10 davonziehen. In der zweiten Hälfte glichen die Franken nochmal auf 20:20 aus. Jedoch mit drei Buzzerbeatern von Schädlich, Greunke und Arnold zog Langen auf 28:20 davon und gewann sicher mit 32:21.

Im Halbfinale wartete nun mit DBV Charlottenburg einer weiterer Brocken auf die Langener. Man hatte die Berliner bereits in früheren Spielen bezwingen können. Die TVL-Senioren begannen sehr konzentriert und führten nach schnellen Körben von Greunke und Hemmerich schnell mit 10:2. Mit einer knallharten und sehr laufintensiven Manndeckung ließ man die Berliner im Angriff nicht zu ihren üblichen Abschlüssen kommen. Über die 13:10- Pausenführung ging es jedoch spannend weiter. Letztendlich lagen die Langener in diesem Spiel jedoch nie im Rückstand. Die Entscheidung fiel jedoch erst zwanzig Sekunden vor dem Ende. Bei einer 22:21 Führung verwarf Wolfgang Schädlich zwei Freiwürfe. Jedoch konnte Rainer Greunke sich den Offensivrebound sichern und tippte zurück auf Schädlich der erneut gefoult wurde. Nun verwandelte er jedoch beide Würfe und die Berliner verwarfen den letzten Dreierversuch. Mit 25:21 wurden die Berliner niedergerungen und der TVL stand im Finale.

Im zweiten Halbfinale verlor überraschend die DJK Köln mit den ehemaligen Nationalspielern Pappert, Baeck und Körner gegen die SG Telgte-Hagen, bei denen zwei überragende Centerspieler das Spiel dominierten.

Der TV Langen begann das Finale mit Manndeckung. Von Anfang an dominierten jedoch die Hagener Center das Spiel. Dreizehn Punkte erzielten beide im ersten Viertel. Auf Langener Seite traf im Angriff nur Arnold von außen. Dann musste auch noch Achim Billion verletzt ausscheiden und nur noch sieben Spieler standen auf Langener Seite zur Verfügung. Beim 6:17-Rückstand nach dem ersten Viertel sprach nicht mehr viel für einen Langener Erfolg.

Jetzt stellte der TVL jedoch in der Verteidigung auf 2-3 Zonenverteidigung um und ließ die gegnerischen Center-Spieler nicht mehr so zur Entfaltung kommen. Rainer Greunke konnte sich nun mehrmals unter dem Korb durchsetzen und Christoph Hemmerich verwandelte einfache Fastbreak-Punkte. Damit glichen die TVL-Senioren überraschend zur Pause wieder auf 19:19 aus.

Im korbarmen dritten Viertel erzielte Ulf Graichen die Hälfte der acht Langener Punkte. Mit 27:27 ging es nun ins letzte Viertel. Den nun müde werdenden Langenern gelang zunächst sehr wenig im Angriff und die Telgte-Hagener Spielgemeinschaft zog auf 27:31 bis fünf Minuten vor dem Ende davon. Nach dem 28:31 schlug die große Stunde von Wolfgang Schädlich. Bis dahin punktelos im Finale verwandelte er zwei Weitwürfe, davon einen Dreier zum 33:31. Mit einem unheimlich wichtigen Ballgewinn und insgesamt vier verwandelten Freiwürfen erhöhte er auch auf 37:31. Der Gegner war bezwungen und Arnold erhöhte mit verwandelten Freiwürfen zum 40:33 Erfolg der TVL-Senioren.

Die Freude war riesengroß über den letztendlich hochverdienten Erfolg einer sehr guten Langener Mannschaft. Im Jahre der Fussball-EM zeigten die TVL-Senioren, dass nicht immer das Team mit den besten Einzelspielern gewinnt, sondern die beste „Le Mannschaft“ erfolgreicher ist !

Nach Überreichung der Goldmedaillien und des Manfred Ströher-Pokals, den Spielertrainer Thomas Arnold und Kapitän Rainer Greunke in Empfang nahmen, folgte für den Deutschen Meister TV 1862 Langen  das obligatorische Sieger-Bier, bevor sich acht tapfer kämpfende Langener auf den langen Heimweg machten!

Für den TVL spielten: Wolfgang Schädlich (22 Pkte/3 Dreier/12:8 Freiwürfe), Klaus Neumann (14/3:2), Christoph Hemmerich (13/7:3), Rainer Greunke (56/3/20:13), Thomas Arnold (19/8:5), Achim Billion (18/3/4:3), Klaus Sterzik, Ulf Graichen (18/8:2)

Ergebnisse:

TVL – TV 1860 Bremen 33:33 (13:17)

TVL – SG Langendreer 30:25 (14:6)

TVL – SG Gießen 32:34 (16:18)

TVL – TSV Breitengüssbach 32:21 (16:10)

TVL – DBV Charlottenburg 25:21 (13:10)

TVL – SG Telgte/Hagen 40:33 (19:19)

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.