Giraffen bleiben in der Regionalliga

KIT SC Karlsruhe  –  TV Langen  64:62 (35:22)

Auf dem Weg nach Karlsruhe erhielten die Langener Giraffen die frohe Kunde, dass Mainz sein Auswärtsspiel in Crailsheim gewonnen hatte, womit der endgültige Klassenerhalt besiegelt war. Das sorgte für gute Stimmung und ließ verschmerzen, dass mit Davor Karamatic (Bänderriß) und Cedric Quarshie (Urlaub) zwei wichtige Akteure fehlten. Dafür war Niclas Sperber wieder mit dabei, erhielt nach seiner fast zweimonatigen krankheitsbedingten Pause nur einen Kurzeinsatz. Auf Karlsruher Seite fehlten mit Versaljko und Liebchen ebenfalls zwei Spieler auf der großen Positionen. Dem Spiel selbst war die fehlende Spannung anzumerken, vor allem die Giraffen taten sich in der Anfangsphase schwer, etwas Ordnung in das Spiel zu bringen. Vieles wirkte hektisch und überhastet. Maxim Schneider markierte nach vier Minuten die beiden ersten Punkte für sein Team zum 6:2. Von außen fielen die Würfe nicht, Anspiele auf die Innenspieler Julian Bölke und Preston Ross fanden nicht statt. So hatten die Gastgeber wenig Mühe, sich Punkt um Punkt abzusetzen, da sie ihre freien Würfe zumeist sicher verwandeln konnten. Vor allem die kroatischen Akteure Bubalo, Drzega und Prasovic waren nicht unter Kontrolle zu bringen. Zur Halbzeit lag Karlsruhe folgerichtig mit 35:22 vorne.

Im Gefühl des sicheren Sieges ließ es Karlsruhe nach der Pause locker angehen, während die Giraffen nun zielstrebiger agierten. Mit dem ersten erfolgreichen Langener Drei-Punktewurf durch Preston Ross läuteten die Gäste einen 15:0 Lauf ein, bei dem Sebastian Barth und Ross noch zweimal jenseits der 6.25m-Linie trafen. Die Giraffen hatten das Spiel gekippt, bei Karlsruhe ging gar nichts mehr im 3. Durchgang, ganze fünf Punkte erzielten die Gastgeber in zehn Minuten. Nach Punkten von Joachim Feimann und drei erfolgreichen Freiwürfen von Preston Ross in der letzten Sekunde hatten sich die Giraffen einen 40:48 Vorsprung erspielt.

Wie gewonnen, so zerronnen. Karlsruhe erhöhte den Druck in der Verteidigung und spielte im Angriff nun ausschließlich über ihre ausländischen Akteure, die sämtliche 24 Punkte im letzten Viertel erzielten. Die Giraffen nun ohne erkennbaren Plan im Angriff, blieben fast sechs Minuten ohne eigenen Korberfolg und mussten zusehen, wie Karlsruhe mit einem 13:0 Lauf seinerseits auf 53:48 davonziehen konnte. Timothy Chabot konnte dann per Freiwurf die Langener Angriffsflaute beenden.

Nach zwei Freiwürfen von Bubalo zum 62:54 in der 40. Minute schien die Partie bereits entscheiden zu sein, die Langener konterten aber noch mal. Zwei Freiwürfen von Maxim Schneider folgte ein Ballgewinn mit Korbleger von Yannick Schicktanz zum 62:58. Ein Offensivfoul von Bubalo bedeutete erneuten Ballbesitz von Langen und Yannik Schicktanz traf seinen einzigen Dreier zum 62:61. Mit einem schnellen Foul schickten die Giraffen acht Sekunden vor Schluss Franjo Bubalo an die Linie, der zweimal sicher verwandelte. Auch Karlsruhe stoppte den letzten Langener per Foul bei noch drei Sekunden Restspielzeit. Maxim Schneider traf den ersten Versuch, setzte den zweiten Freiwurf geschickt an den Ring und den Rebound konnte sich Sebastian Barth angeln. Stark bedrängt verfehlte der Wurf sein Ziel, ein Foul wollten die beiden Unparteiischen nicht erkannt haben und so blieb es beim letztlich verdienten Sieg des Tabellenfünften. Dies war aber angesichts der Tabellensituation leicht zu verschmerzen.

Damit ging die turbulente Saison 2015/2016 zwar mit einer Niederlage, aber mit dem Klassenerhalt noch zufriedenstellend zu Ende. Nach dem großen Aderlass nach dem Abstieg, dem schnell notwendigen Trainerwechsel von Frank Müller zu Tim Michel, der Verpflichtung von Preston Ross und der Rückholaktion von Cedric Quarshie und Sebastian Barth konnte trotz des Spielverlustes am grünen Tisch gegen Stuttgart der Abstieg im Jubiläumsjahr letztlich abgewendet werden.

Der Dank geht an das Team und den Coach, die treuen Helfer und Fans und die Sponsoren und Partner der Langener Giraffen.

 

Coach Tim Michel: Paul Schlegel (0 Punkte, 4 Rebounds, 3 Assists), Timothy Chabot (2, 1 Rebound, 3 Assists), Yannick Schicktanz (7/1 Dreier), Niklas Pons (4, 1 Rebound), Julian Bölke (7, 9 Rebounds), Maxim Schneider (9, 6 Rebounds, 2 Assists), Paul Bokeloh, Niklas Sperber, Preston Ross (26/3, 8 Rebounds, 4 Ballgewinne), Joachim Feimann (2, 1 Rebound), Sebastian Barth (5/1, 3 Rebounds, 1 Assist).

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