Giraffen agieren nur ein Viertel lang auf Augenhöhe

TV Langen – Conlog Baskets Koblenz 67:87 (23:40)

Die Langener starteten trotz der schwierigen Trainingssituation in den vergangenen zwei Wochen und des urlaubsbedingten Fehlens von Cedric Quarshie gut in die wichtige Partie und konnten den Tabellendritten in der Anfangsphase mit konzentrierter Deckungsarbeit und starkem Zug zum Korb vor allem von Maxim Schneider überraschen. Zur Freude der rund 200 Zuschauer, darunter etlichen Fans aus Koblenz, führten die Giraffen nach 7 Minuten mit 16:8 und hinterließen bis dahin den Eindruck, den einen zum endgültigen Klassenerhalt noch fehlenden Sieg durchaus einfahren zu können.

Die mit fünf Ausländern angetretenen Gäste fanden dann aber besser ins Spiel, machten den Langenern mit ihrer aggressiven Verteidigung das Leben zunehmend schwer, sodass sich Ballverluste und schlechte Abschlüsse häuften, die Koblenz mehrfach durch Schnellangriffe in leichte Punkte ummünzen konnte. Dennoch retteten die Giraffen einen knappen 17:16 Vorsprung in die Viertelpause.

Der schnell mit drei Fouls bedachte Preston Ross musste tatenlos von der Bank aus mit ansehen, wie Koblenz nach der kurzen Pause zu einem 3:28 Lauf ansetzte und damit frühzeitig die Zeichen auf Sieg setzen konnte. In den ersten neun Minuten des zweiten Durchgangs gelang allein Davor Karamatic ein Korberfolg, hilflos wirkten in dieser Phase sämtliche Angriffsbemühungen der Giraffen. Aufgrund der hohen körperlichen Überlegenheit der Gäste mit dem 2.13m großen Letten Martins Abele beherrschten die Koblenzer auf beiden Enden des Spielfeldes die Rebounds und überliefen die Langener Reihen ein ums andere Mal. Offensiv gelang es zudem nicht mal ansatzweise, Preston Ross ins Spiel zu bringen, sodass der beste Korbjäger der Giraffen zur Pause gerade Mal zwei Zähler auf seinem persönlichen Konto hatte. Eine indiskutable Freiwurfquote von 35% kam noch dazu.

Auch nach der Halbzeit änderte sich wenig am Spielgeschehen und die Gäste dominierten nach Belieben. Der Vorsprung wuchs auf 41:71 bis zum Ende des dritten Viertels an. Positiv an diesem Abend war, dass die Giraffen dennoch nicht aufsteckten und mit einer Ganzfeldverteidigung im vierten Abschnitt noch einige Ballverluste auf Koblenzer Seite forcieren konnte. Preston Ross taute nun auf und kam am Schluss noch auf 23 Punkte. Das Brüderduell zwischen Maxim Schneider auf Langener und Konstantin Schneider auf Koblenzer Seite endete 10:10 unentschieden. Mit 26:16 gewannen die Giraffen die letzten zehn Minuten und konnten so für etwas Ergebniskosmetik sorgen.

Die beste Nachricht an diesem Abend war der Heimsieg des Tabellenletzten SG Heidelberg- Kirchheim gegen den Mitkonkurrenten Limburg, mit dem eigentlich niemand im Langener Lager gerechnet hatte. Die Mittelhessen müssten nun am letzten Spieltag den Tabellenführer PS Karlsruhe schlagen, der seinerseits bei einer Niederlage die Meisterschaft noch an die Panthers Schwenningen verlieren würde. Auch Crailsheim braucht zwei Siege aus den beiden Spielen in Kaiserslautern und zu Hause gegen den Tabellenvierten Mainz, um noch an den Giraffen vorbeiziehen zu können. Die Giraffen haben aber nach wie vor die Möglichkeit, mit einem Sieg bei KIT Karlsruhe aus eigener Kraft am kommenden Samstag auch die letzten Zweifel am Klassenerhalt zu beseitigen. Dazu bedarf es aber einer intensiven Trainingswoche und einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem gestrigen Auftritt gegen ein zugegebenermaßen starkes und motiviertes Gästeteam aus Koblenz. Da waren es allein Preston Ross und Maxim Schneider, die Akzente setzen konnten.

Coach Tim Michel: Paul Schlegel (4/1 Dreier, 2 Rebounds, 1 Assists), Timothy Chabot (1 Rebound, 1 Assist), Yannick Schicktanz (5/1 Dreier), Niklas Pons (6/1, 3 Rebounds), Julian Bölke (3, 2 Rebounds), Maxim Schneider (10, 1 Rebound, 5 Assists), Davor Karamatic (12, 10 Rebounds), Preston Ross (23/3, 7 Rebounds, 5 Assist), Joachim Feimann (4, 1 Rebound), Sebastian Barth (2 Rebounds, 1 Assist).

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