Play-Offs finden ohne Rhein-Main statt

Rhein-Main Baskets – DJK Brose Bamberg 53:64 (9:12, 15:26; 11:6, 18:20)

Bis zur Halbzeit sah es nach einer klaren Sache aus, und zwar für die Gäste aus Bamberg. Mit ihrer Zonenverteidigung kamen die Rhein-Main Baskets gar nicht zurecht. Aber im ersten Viertel verteidigten sie noch zwingend, ließen den Gästen wenig frei Würfe.

Das änderte sich ab der 11. Minute. Vor allem Wirbelwind Liisi Sokmann, klein aber oho, dribbelte um die Baskets herum und fand genug freie Würfe. Über 9:15 zogen sie auf 9:19 davon und hielten diesen Zehn-Punkte-Vorsprung bis zum 22:32 und gingen bei 24:38 schon wie die Sieger in die Halbzeitpause.

Die Baskets hatten bis dahin mit einer Trefferquote von unter 30 Prozent aus dem Feld kein Mittel gefunden. Keine leichte Aufgabe für Baskets-Coach Peter Kortmann in der Halbzeitpause, während Bambergs Coach Ulf Schabacker eigentlich nicht viel ändern mußte am souveränen Spiel seines Teams.

Das 3. Viertel begann wie das 1. Viertel. Beide Teams verlegten sich auf´s Verlegen. Nach vier Minuten hatte jede Mannschaft zwei Punkte addieren lassen. Als dann die Baskets doch auf 30:40 verkürzt hatten, nahm Bambergs Coach schnell eine Auszeit. Auch das nützte zunächst nichts. Zu allem Unglück verletzte sich auch Miriam Lincoln am Fußgelenk und mußte ausscheiden. Pia Dietrich verkürzte mit einem Dreier auf 33:40, Monika Wotzlaw auf 35:40, während die Gäste weiterhin auf einen zugenagelten Korb werfen mußten. Doch sie hatten ja noch Liisi Sokmann, und die traf dann doch noch einen Dreier zum 35:44 (30. Minute).

So ging es ins letzte Viertel und auf einmal schien wieder vieles möglich. Die Franken hatten ihr Tief überwunden, obwohl die Rhein-Main-Defense sehr aggressiv arbeitete, auch manchen Ballgewinn holte. So stand es in der 35. Minute 39:48. Die Baskets brauchten dringend noch einmal guten Rat ihres Coaches, den er ihnen in einer Auszeit gab. Offensichtlich sollten sie freie Würfe herausspielen. Das machten sie auch ordentlich. Aber mit dem Treffen haperte es weiterhin. Mit 39:52 begannen die letzten drei Minuten. Monika Wotzlaw verkürzte auf 41:52.

Beim 41:56 schwand die Hoffnung des Pressesprechers auf einen Sieg. Beide Teams spielten in den letzten beiden Minuten lockerer. Zum guten Schluss gelang auch Verena Wilmes wieder ein Dreier zum 53:62. So trennten sich beide Teams am Ende mit 53:64.

Insgesamt war diese Saison 1 nach dem freiwilligen Verzicht auf die 1. Bundesliga eine gute Saison. Silke Dietrich und Peter Kortmann war es gelungen, eine junge und zukunftsfähige Mannschaft aufzubauen, die weit über den Erwartungen gespielt hat, beinahe sogar die Aufstiegs-Play-Offs erreicht hätte, obwohl doch „Klassenerhalt“ die Zielsetzung war. Glückwunsch Rhein-Main Baskets zu einer tollen Saison, die Lust auf mehr Damen-Basketball in Langen und Hofheim gemacht hat.

Headcoach Peter Kortmann: „Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten das Maximum herausgeholt. Über die Saison ist die Mannschaft gut zusammen gewachsen. Jetzt müssen wir sehen, dass auch die U17 in der WNBL bleiben wird. Nach einem schönen Abschlusstraining wird das Team erst mal eine verdiente Pause einlegen.“

In der Halbzeitpause wurden die U17-Mädchen des TV Langen für ihre gewonnene Hessenmeisterschaft geehrt. Auch hier sind manche Talente noch zu entdecken, die ihren Weg über die U17 der Rhein-Main Baskets in der nächsten Saison gehen werden.

 

Es spielten: Anh-Dao Tran (9, 3 Dreier), Miriam Lincoln, Anna Schlaefcke, Chelsea Small (12), Alica Köhler (4), Verena Wilmes (3, 1 Dreier), Pia Dietrich (11, 2 Dreier), Anja Stupar (6, 11 Rebounds), Hannah Schick, Monika Wotzlaw (8).

Foto Harald Appel: Anh Dao Tran in action

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