Die 41. Saison 2006/07

Und wieder eine deutsche Meisterschaft gewonnen !

Für die U18-Mädchen der Jahrgänge 1989/90 und ihre Trainerin Silke Dietrich war dieser Titel nach den Erfolgen der Vorjahre beinahe überfällig. Und sie holten den Titel souverän. In der Oberliga wurden sie vom HBV auf Platz 1 gesetzt. Ohne eine Niederlage marschierten sie durch die Finalturniere in Hessen, Regionalliga, Südwest- und Süddeutschland und gewannen auch im DM-Finale souverän im Endspiel gegen TuS Leverkusen (81:53).

41.-1 Saison 2006-2007_ MU18-Deutsche Meister

Meister-Foto mit Gold-Medaillen: Hinten Trainerin Silke Dietrich, Co-Trainerin Nadine Ripper; Mitte von links Sabrina Deffert, Elena Noll, Mara Greunke, Francis Pieczynski, Vanessa Poth, Stephanie Wagner; vorn von links Kathrin Pilz, Selin Bilen, Monja Maier, Svenja Greunke, Nelli Dietrich, Nathalie Gerhart.

 

 

Herren 1 – 4. Platz in der 2. Bundesliga-Süd und qualifiziert für die neue deutschland-weite 2. Bundesliga ProA !

Die 41. Saison begann mit dem Abschied von Spielmacher Ty Harrelson und Center Bryce Burch sowie auch mit dem Abschied der gewohnten Aufteilung der 2. Bundesliga in Süd und Nord. Ab 2007/08 sollte es eine ProA bundesweit und eine abgeschwächte ProB (Süd/Nord) geben. Es ging also auch darum, sich für die höhere ProA oder die niedrigere ProB zu qualifizieren. Die Professionalisierung im deutschen Basketball ging mit großen Schritten voran bis in die 2. Liga.

Coach Frankie Ignjatovic konnte sich über Rückkehrer LyRyan Russel und den Neuzugang aus USA, Ty Shaw, freuen. Und er freute sich auf Kai Barth und Robin Benzing, Nachwuchstalente des TVL. Letzterer wurde in der Presse angekündigt mit den Kennzeichen „17 Jahre, 2,08 Meter, Schuhgröße 54“. Er galt als großes Talent und wurde im BTI Langen mit Individual- und Athletiktraining systematisch auf höhere Aufgaben vorbereitet.

Auch Kapitän Sebastian Barth und Koray Karaman blieben an Bord. Neu dazu kamen als Center Christian Birkenfeld und US-Boy Ty Shaw. Dazu aus der Skyliners-Kooperation Max Weber, Patrick Taubert und es blieb „Skyliner“ Dominik Bahiense de Mello.

41.-2 Saison 2006-2007_ He1

Teamfoto: hinten v.l. Headcoach Frankie Ignjatovic, Max Weber, Ty Shaw, Robin Benzing, Christian Birkenfeld, Mirko Damjanovic, Koray Karaman; vorn v.l. Kai Barth, LyRyan Russel, Daniel Anderer, Philipp Schneider, Lotola Otshumbe und Sebastian Barth; es fehlen Dominik Bahiense de Mello, Igor Starcevic, Patrick Taubert.

Der Start gelang gut und nach 10 Spieltagen waren die Giraffen im vorderen Mittelfeld dabei. Bis weit in das Frühjahr blieben sie auf Platz 5, verbesserten sich am Ende auf den 4. Platz und schafften am Ende mit 22 Siegen/nur 9 Niederlagen sportlich die Qualifikation für die neue eingleisige 2. Bundesliga-ProA. Offen blieb zunächst, ob sie auch die neu eingeführten „Standards“ für diese Liga schaffen würden (Budget von 200.000 Euro und Hallenkapazität von 1500 Plätzen, allerdings mit Übergangsregelungen).

Denkwürdig hierzu wurde das Interview, das die FAZ am 28. März 2007 mit Jochen Kühl machte. Hier wurde der Paradigmenwechsel des TVL ausschließlich zur Nachwuchs-Förderung hin deutlich.

 

Die 1. Damen – Mit junger Mannschaft Vizemeister in der 2. Bundesliga-Süd – Aufstieg knapp verpasst

Mit einer weiter verjüngten Mannschaft schaffte Trainer Steffen Brockmann den 5. Platz. Davor gab es in den Aufstiegs-Play-Offs Termin-Überschneidungen mit U18-Nationalmannschaftsterminen für die vier Langener U18-Nationalspielerinnen. Damit hatte der DBB wohl nicht gerechnet und sein Jugend-Vizepräsident gab den „weisen“ Rat: „Da werden sich die Spielerinnen wohl entscheiden müssen, ob sie zum Lehrgang oder zum Play-Off-Spiel fahren.“ Sie und der TVL entschieden für Nationalmannschaft, und der TVL verlor in Nördlingen.

 

41.-3 Saison 2006-2007_ Damen 1

Auf dem Team-Foto (hinten v.l.n.r.) Helga Lechte, Francis Pieczynski, Svenja Greunke, Stephanie Wagner, Stefanie Wegeler, Jacqueline Fatsawo, Trainer Steffen Brockmann; (vorn) Tabea Stiller, Saskia Borrmann, Silke Heger, Monja Maier, Nelli Dietrich, Nadine Ripper.

 

Während sowohl der TV Langen als auch TV Hofheim in der 2. Bundesliga-Süd eine immer stärkere Rolle spielten, machte die „Frankfurter Rundschau“ erstmals am 12.2.2007 die Pläne „eines Kooperationsmodells im Rhein-Main-Gebiet“ öffentlich und verriet, dass „Langens Managerin Silke Dietrich die Idee ins Gespräch gebracht hatte, um die eigenen Talente nicht immer an andere Mannschaften zu verlieren.“ Weiter schrieb die FR: „Das Problem kennt auch Hofheim.“ Hofheims Thomas Teschner: „man müsste sich mal an einen Tisch setzen und das durchsprechen.“

 

Die weiteren Damen- und Herrenteams

Die 2. Damen wurden trainiert von Silke Dietrich und Daniel Schmidt. Sie wurden zweite in der Oberliga und dem HBV-Pokal und schafften so den Aufstieg in die Regionalliga.

Die 3. Damen landeten in der Bezirksliga auf dem 6. Platz, Trainer war Alexander Scholl.

Die 2. Herren belegten mit Trainer Fabian Villmeter und sehr jungem Team 5. in der Regionalliga.

Platz 2 in der Landesliga-Süd schafften die 3. Herren mit Trainer „Arni“ Arnold.

Die 4. Herren erreichten mit Mühe und den Trainern Sabrina Roßbach und Maxi Trübner den 8. Platz.

Die 5. Herren wurden 4. in der Kreisliga B; Spieler-Trainer waren Torsten Landahl und Christoph Staufenbiel.

Auch die Senioren II (Ü35) und III (Ü40) standen erneut im DM-Finale. Die Ü35 belegte den 3. Platz, die Ü40 den 6. Platz.

 

Die Jugend

Die U19-Jungen sollten ab 2006/07 in einer U19-Bundesliga (Kurzname NBBL) spielen. Trainer Jogi Barth meldete ein Team des TVL an und vertraute auf seine Jungen der Jahrgänge 88-90, die er schon seit drei Jahren trainiert hatte. Auf eine Hauptrunde (Süd) sollten Play-Offs um die deutsche Meisterschaft folgen. Mit dabei Marco Völler, Sohn von Fußball-Legende Rudi Völler. Der TVL ging als Meister der Division Mitte in die Play-Offs.

In den Play-Offs scheiterte der TVL im Viertelfinale an der Internats-Mannschaft Team Urspring.

 

41.-4 Saison 2006-2007_ der große und der kleine Völler

Mit dem Kopf von Rudi kam Marco prompt in die BILD. Sein Vergleich der zwei Sportarten von Vater und Sohn: „Im Basketball passiert einfach mehr“.

 

41.-5 Saison 2006-2007_ das erste NBBL-team

Teamfoto der U19 und Trikotspende von Autohaus Schroth (hinten v.l.) Andreas Schroth (Opel), Marian Benzing, Johannes von Schönfeldt, Thomas Armbrecht, Robin Benzing, Marco Völler, Roland Wiertel, Trainer Jogi Barth; (vorn v.l.) Hadis Habibi, Timo Haucke, Kai Barth, Nicolas Echarti, Patrick Raab, Bela Braag, Lazare Amoussou-Toussou.

Die U16-Jungen 1 (Jahrgänge 1991/92) erreichten in der Oberliga und im HM-Finale den 3. Platz mit Trainer Fabian Villmeter. Die MU16-2 spielte mit Trainer Koray Karaman in der Bezirksliga (8. Platz). Mit der MU14-1 schaffte Trainer Jochen Bender in der Bezirksliga Platz 3. Eine MU14-2 spielte in der Kreisliga mit Trainer Koray Karaman und FSJ-ler Julian Mertz.

Die U16-Mädchen (91/92) trainierte ebenfalls Silke Dietrich und Co-Trainerin Lina Meintz. Sie belegten 2. Plätze in der Oberliga und im Hessen-Finale, wurden Dritte bei der Regionalmeisterschaft.

Yuriy Bogdanov erreichte mit den WU14 (93/94) das Hessenfinale (4. Platz).

 

Die Mädchen der Jahrgänge 90-92 gewannen das Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin im Wettkampf II für die Dreieichschule. Das Team wurde betreut vom neuen „Lehrer-Trainer“ Steffen Brockmann.

 

Die Kindergruppen

Es spielten WU12 und MU12 (Jahrgänge 95+96) mit den Trainern Sandra Schäfer, Svenja Greunke, Daniel Schmidt und FSJ-ler Julian Mertz. Mit drei MU10-Teams (Jahrgänge 97, 98) trainierten und spielten Arnd Lewe, Birgit Winter, Edris Habibi, Helga Lechte, Yuriy Bogdanov und Julian Mertz, und die U10-Mädchen mit Trainerin Jenny Bender.

Die Giräffchen WU8 und MU8 trainierten getrennt nach Mädchen (mit Helga Lechte) und Jungen (mit Yuriy Bogdanov, Mara Greunke).

Zusätzlich leiteten Edris Habibi, Koray Karaman, Philipp Schneider Schul-AG´s in vier Grunschulen.

 

TV Langen international

Zehn Langener und –innen erhielten Berufungen in Nationalteams. Sebastian Barth, Dominik Bahiense de Mello, Alex King, Max Weber wurden für den A2-Kader nominiert. Die A2 wurde auf die Universiade in Thailand vorbereitet. Das TVL-Quartett Nelli Dietrich, Svenja Greunke, Francis Pieczynski und Stephanie Wagner wurde für die U18-EM in Serbien nominiert, Kai Barth und Robin Benzing für die U18-Jungen.

Die deutschen U18-Mädchen testeten in der Georg-Sehring-Halle gegen England und gewannen 74:57.

 

Und sonst…

Alle Jahre wieder gab es ein Weihnachtsturnier am 23. Dezember, diesmal wieder organisiert von Anne Schaun und Maxi Trübner.

 

Julian Tietze, ein 13-jähriger TVL-Basketballer hat einen besonderen Sieg errungen. Er besiegte den Krebs. Eineinhalb Jahre zuvor bekam er die Diagnose „faustgroßer Tumor im Bauch“. Chemo und andere Behandlungen in der Kinderkrebsklinik Frankfurt begannen. Viele wollten Julian helfen, so auch Ex-Bundesligatrainer Paul Hallgrimson. Er sprach Julian mit einer originellen Idee Mut zu: „Wenn Du diesen Krebs besiegst, bekommst Du als Prämie eine Reise zu den Knicks nach New York.“ Gemeinsam mit Jochen Kühl überreichte er Julian einen kleinen grünen Basketball, auf den sie „New York Knicks“ geschrieben hatten. Und Julian schaffte es, war 18 Monate später geheilt. So spendierte Paul Hallgrimson den Flug, Jochen Kühl das Quartier und seine Begleitung (zusammen mit Julians bestem Freund Kai Fünfstück) in NY. Vom BTI gab es die Tickets für ein Spiel im Madison Square Garden und Kaja Kühl, Ex-Spielerin und –Trainerin im TVL, gab dem Langener Besuch Quartier in ihrer Wohnung in Brooklyn. Julian nach der Reise: „Es war unglaublich und Kaja war die beste New-York-Führerin. Sie arbeitete ja auch in der Stadtplanung von New York.“

 

FSJ-ler (Freiwilliges Soziales Jahr) im TVL: Maxi Trübner war der Erste. Es folgten zahlreiche weitere, zum größten Teil aus der TVL-Jugend, in dieser Saison Edris Habibi, die bei Jugendtraining und Organisation mithalfen.

 

41.-6 Saison 2006-2007_ BTI-Kuratorium

Alljährlich im Dezember entschied das BTI-Kuratorium über die Förderung im kommenden Jahr. 2006 traf es sich auch zum Foto, und zwar v.l.n.r. Jogi Barth, Herr Langen (Sparkasse Langen-Seligenstadt), Michael Rüspeler (HBV), Professor Walther Tröger (IOC-Mitglied), Jürgen Fornoff (BTI-Schatzmeister), Dieter Pitthan (Bürgermeister), Ralph Koch (Landessportbund), Jochen Kühl (BTI-Vorsitzender), Klaus Paul (Kultusministerium) und Lutz Arndt (Vorsitzender des Landesausschuss für Leistungssport).

 

Im Sommer fand alljährlich das „BTI-Grillfest“ statt, in dem sich die individuell trainierenden Talente auch einmal gemeinsam austoben sollten, außerdem für besondere Leistungen geehrt wurden. So gab es Pokale für „most valuable player“, für „most improved player“, für „most succesful player“, für die beste Schülerin (es waren meistens Mädchen), für den BTI-Freiwurf-Champion und den besten Werfer im BTI-Hotspot.

 

41.-7 Saison_ 2006-2007_ BTI-Grillfest

Das Foto von den BTI-Ehrungen 2007 zeigt hinten v.l.n.r. Daniel Schmidt (Trainer), Robin Benzing, Ulrike Köhm-Greunke (Pädagogische Leiterin); mittlere Reihe v.l. Fabian Villmeter (Sportlicher Leiter), Kai Barth, Svenja Greunke, Francis Pieczynski, Steffi Wagner, Mara Greunke NN, Jochen Kühl (BTI-Vorsitzender); vorn v.l. Yuriy Bogdanov (Trainer), Nelli Dietrich, Caro Merkel, Laura Fünfstück, Julian Wolf, Steffen Brockmann (Trainer); es fehlten auf dem Foto Günther Mahler (BTI-Fahrdienst) und Maxi Trübner (Mathe-Nachhilfe).

 

Ehrenmitglieder der Basketball-Abteilung:

Gisela Jahn (Ehrung 1990)

Georg Sehring (Ehrung 1993)

Hermann Strathus (Ehrung 2003)

Dieter Pitthan (Ehrung 2006)

Hans Hoffart (Ehrung 2006)

 

Die Abteilungsleiter bisher:

Willibald Kinnebrock (1966-68)

Dieter Hoffmann (1968-70)

Harald Ziegler (1970/71)

Bernd Sladek (1971/72)

Zdenka Moguljak (1972/73)

Jochen Kühl (1973-75)

Kurt Spitzbarth (1975-77)

Jochen Kühl (1977-93)

Jürgen Barth als stellv. Abt.-Leiter (1993/94)

Jochen Geiger-Dietrich (1994/95)

Klaus Dahl (1995/96)

Jochen Kühl (1996-

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