TV Langen 2: Sieg und direkter Vergleich in Bad Kreuznach!

TVL 2 verliert zwei Mal nach hartem Kampf

Am vergangenen Samstag gastierte die 2. Mannschaft des TVL bei den zu diesem Zeitpunkt noch punktgleichen Roßdorf Torros. Nach dem wichtigen Heimsieg am vergangenen Wochenende gegen Speyer sollte dies der nächste wichtige Schritt im Abstiegskampf sein.

Dementsprechend motiviert ging die Truppe in die Partie und startete vor allem Offensiv sehr stark. Gegen die Zonenverteidigung des Gastgebers fand Langen immer wieder Lücken und belohnte sich mit einer guten Trefferquote sowohl von außen als auch unmittelbar in Korbnähe. Insgesamt 3 Dreier und einige einfache Layups sorgten für starke 23 Punkte im ersten Viertel. Da Langen jedoch in der Verteidigung zu viele einfache Körbe zuließ und nicht Konsequent genug am defensiven Brett gereboundet hat betrug der Vorsprung lediglich 1 Punkt.

Im zweiten Viertel war die Devise somit klar – die Defense muss sich steigern! Dies gelang Langen auch phasenweise und Roßdorf hatte nun größere Probleme zu Punkten. Auf der Gegenseite zog der Hausherr ebenfalls an und auch Langen erzielte deutlich weniger Punkte. Dank einer starken Phase von Bölke und Butz ließ sich Langen nicht abschütteln, musste aber trotzdem mit einem 38 zu 37 Rückstand in die Halbzeit.

Der Start des so oft schwachen dritten Viertels gehörte Roßdorf. Innerhalb von 3 Minuten konnten sie ihren Vorsprung bis auf 8 Punkte vergrößern und zwangen Coach Bender zur Auszeit. Diese hatte offenbar die gewünschte Wirkung und Langen antwortete mit einem 7:0 Lauf und verkürzte auf 47:46. Unbeeindruckt spielten die Torros weiter ihren Stiefel herunter und beendeten dank ihres überragenden Topscorers Gombovic (25 Punkte) den dritten Abschnitt beim Stand von 57 zu 51.

Im letzten Viertel entwickelte sich eine hart umkämpfte, jedoch faire Partie die bis zum Schluss spannend sein sollte. Roßdorf verlor nie die Führung, Langen blieb allerdings immer in Tuchfühlung und verkürzte durch Dreier Nummer 3 und 4 von Donnermeyer auf 63:61. Zu diesem Zeitpunkt waren noch knapp 2 Minuten zu spielen. Diese knappe Führung bestand auch noch 50 Sekunden vor Ende und Langen hatte mehrfach die Chance zum Ausgleich. Leider blieben diese Chancen ungenutzt und Roßdorf konnte ihrerseits den Sack zu machen. Langen verteidigte aggressiv und provozierte so einen Roßdorfer Ballverlust der Langen erneut in Ballbesitz brachte. Doch auch in diesem Angriff erspielte sich Langen keinen guten Wurf und verpasste, auch dank einiger umstrittener Schiedsrichterentscheidungen, den Ausgleich oder gar die Führung. Letztendlich verlor Langen die Partie mit 68 zu 64 und ging gefrustet und sehr wütend vom Feld. Bitter, denn in dieser Partie war durchaus mehr drin.

Für den TVL spielten: Butz (22 Punkte / 1 Dreier), Bölke (14), Donnermeyer (12/4), Schlegel (7/1), Palazzo (4/1), Hardt (3/1), Kaut (2), Haucke, Püchert, Lovric, Lewe.

 

 

Nun könnte man es als Fluch oder auch Segen bezeichnen, dass Langen am kommenden Tag, keine 24 Stunden später, erneut auf dem Feld stehen sollte und im Heimspiel gegen starke Völklinger die Möglichkeit hatte den ganzen Frust und die ganze Wut positiv zu verarbeiten und eine Trotzreaktion zu zeigen.

Dies gelang Langen bis zur 8. Minute des ersten Abschnitts auch gut und sie konnten nach Freiwürfen vom starken Butz beim Stand von 11:11 das Spiel offen gestalten. Durch zu viele zugelassene Offensiv Rebounds des Gastes, verloren sie das Viertel dennoch mit 11 zu 18.

Im zweiten Viertel hatte Langen zwar die Rebounds etwas besser unter Kontrolle, verlor nun aber die starken Völklinger Schützen um Top Scorer Gärtner ein ums andere Mal aus den Augen. Diese bestraften Langen mit 4 Dreiern in diesem Anschnitt und konnte die eigene Führung trotz einer verbesserten Langener Offense auf 39 zu 28 ausbauen.

In der Halbzeitpause wurden zu Recht die beiden wichtigsten Punkte Rebounding und Dreierverteidigung angemahnt und hoffte auf eine Besserung in Hälfte zwei.

Ab dem dritten Viertel zeigte der TVL wieder die bei ihren Heimspielen gewohnte Aggressivität und Kampfbereitschaft und ließ den Gast nicht weiter davonziehen. im Angriff wurde immer öfter der Zug zum Korb forciert, der häufig nur durch Fouls zu stoppen war. Eine zu schwache Freiwurfquote auf Seiten der Langener (12 von 22) verhinderten einen knapperen Spielstand, der nach dem gewonnenen dritten Viertel 45 zu 52 betrug. Langen war somit trotz Doppelspieltag und bitterer Pleite am Vortag nach 30 Minuten immer noch im Spiel und kämpfte weiter um jeden Punkt.

In der 35. Spielminute und weiteren Zählern von Butz verkürzte Langen bis auf 3 Punkte (53:56) und kam einer möglichen Sensation immer näher. Das Publikum spürte, dass ein Sieg in Bereich des Möglichen ist und feuerte seine Jungs lautstark an. Doch wie bereits einen Tag zuvor schaffte es Langen nicht auszugleichen und konnte 5 Minuten nicht punkten. Zwar ließen sie bis zur 38. Minute auch keinen weiteren Völklinger Zähler zu, jedoch konnte der Gast kurz vor Schluss seine enorme Qualität und Erfahrung doch noch ausspielen und beendeten das Spiel, auch durch nötige taktische Fouls, mit einem 9 zu 3 Lauf. Das Endergebnis von 56 zu 65 zeigt einmal mehr das größte Problem des Langener Teams auf – es werden einfach zu wenige Punkte erzielt um Spiele zu gewinnen.

65 zugelassene Punkte, gegen ein Team wie Völklingen, sind top. Die nur 56 erzielten Punkte allerdings genau das Gegenteil. Langen muss einfach in den restlichen Spielen für mehr Gefahr im Angriff sorgen um eine Chance im Abstiegskampf zu haben. Daran wird Coach Bender mit seiner Truppe weiterhin akribisch arbeiten, um vielleicht schon am kommenden Samstag beim Gastspiel an der Bergstraße (Platz 6) einen Fortschritt zu erkennen. Dieser ist absolut von Nöten um bei den Südhessen etwas Zählbares zu entführen.

 

Für den TVL spielten: Butz (23/2), Bölke (7), Palazzo (6/1), Kaut (6), Schlegel (6), Haucke (4/1), Donnermeyer (2), Püchert (2), Hardt, Pfaff, Lovric, Lewe.

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