Die 25. Saison 1990/91

1. Herren wollten gleich wieder in der 1. Liga aufsteigen – und schafften es auch !

Jogi Barth gab sein Amt als Trainer der 1. Herren auf.

Sein Berufseinstieg beim Deutschen Sportbund zwang ihn dazu. Doch er und Bundesliga-Manager Alex Hempel konnten in Alan Lambert (bisher Trainer der 1. Damen) einen kompetenten Nachfolger gewinnen.

Auch der Vertrag mit Trikotsponsor „Zürich Versicherungen“, vermittelt durch Giraffen-Fan und späteres Basketball-Ehrenmitglied Hermann Strathus, war ausgelaufen.

Joe Whitney stand für seine 5. Saison im TVL bereit. Neu kamen Nico Wucherer (Ex-Oppenheimer, zuletzt EOSC Offenbach), Carsten Heinichen und Felix Arndt. Vor allem alle drei Neumänner (Jürgen, Klaus und Bernd) sowie Norbert Schiebelhut, Jens Freudldazu weiterhin Tim Nees, Alex Krüger bildeten das Gerüst der Giraffen in der 2. Bundesliga-Süd.

Derby-Charakter hatten die Spiele mit dem EOSC Offenbach, die u.a. neben Bayern München, SV Tübingen die Aufstiegsrunde erreichten, in der sich die Giraffen durchsetzten und den Wiederaufstieg klarmachen konnten.

25.Saison1990-91Team-He1-750Die Giraffen (hinten v.l.n.r.) mit Cotrainer Axel Rüber, Norbert Schiebelhut, Felix Arndt, Tim Nees, Jens Freudl, Klaus Neumann, Joe Whitney, Headcoach Alan Lambert; vorn Jürgen Neumann, Carsten Heinichen, Alex Krüger, Nico Wucherer, Bernd Neumann.

 

TVL international:

Erste Einsätze in der B-Nationalmannschaft hatten Olaf Schindler und Tim Nees. Für Tim war es der Auftakt einer langjährigen Kariere als Nationalspieler. Er wurde intensiv im BTI Langen gefördert, u.a. gemeinsam mit Nico Wucherer mit regelmäßigem Individualtraining durch den neuen Bundestrainer Svetislav Pesic (der dafür einige Monate lang jeden Donnerstag aus Hagen anreiste).

 

Und sonst ?

Auf Anregung von Alex Hempel wurde ein „Freundeskreis der Langener Giraffen“ gegründet, dem zahlreiche prominente Politiker, allen voran Bürgermeister Dieter Pitthan, und Langener Unternehmer angehörten. Sie wollten mithelfen, damit aus der „Fahrstuhlmannschaft der 80-er Jahre“ (Zitat aus der FAZ) mal ein stabiler Erstligist werden könnte.

Um eine nachhaltige Weiterentwicklung des Spitzen-Basketball in Rhein-Main in Gang zu bringen, erfolgte auf Initiative von Jürgen Barth und Jochen Kühl am 1. Februar 1991 die Gründungsversammlung für eine „Basketballgemeinschaft Rhein/Main e.V.“ in Frankfurt unter Beteiligung von Vertretern von Eintracht Frankfurt, MTV Kronberg, EOSC Offenbach mit dem Vorsitzenden Wolfgang Hagemann (Eintracht Frankfurt). Die weiteren Bemühungen führten nicht zu positiven Ergebnissen.

 

Weitere Herren- und Damen-Teams

Die 2. Herren schafften in der Regionalliga mit Trainern Paul Hallgrimson, später Jörg Hofmann den 7. Platz.

Bei den 3. Herren hatte Coach Thomas Müller-Ali sein 11 Jahre andauerndes Trainerengagement beendet. Ihm war Harald Sapper gefolgt, mit dem das Team in Landesliga den 4. Platz belegte.

Die 4. Herren übernahm Sonja Rosenkranz als Coach; sie mußten als 9. der Kreisliga A absteigen. Eine 5. Herren gab es zunächst bis 1997 nicht mehr.

Die 1. Damen hatten nach Alan Lambert als neuen Trainer Claus Neumann und belegten den 8. Platz in der Regionalliga. Nach der Saison wurde auf den Regionalligaplatz verzichtet, um einen Neuaufbau in der Oberliga zu starten.

Mit Coach Bernd Neumann konnten die 2. Damen nach dem Abstieg aus der Vorsaison auch in der Landesliga nicht Fuß fassen und stiegen erneut ab.

In der Bezirksliga gab es für die 3. Damen den 3. Platz mit Coach Claus Neumann.

 

…und die Jugend

Die A-Jungen der Jahrgänge 1972/73 hatten mit Trainer Jörg Hofmann ein sehr erfolgreiches Jahr. Sie wurden Hessenmeister, Vize-Regional-Meister und Vize-Südmeister. Beim deutschen Finale schafften sie den 4. Platz.

Dafür gab es für die B-Jungen (74/75) einen Neuaufbau mit Trainer Heiko Bischoff, ebenso für die C-Jungen mit Trainer Jogi Barth, der schnell zum 3. Platz der HM führte.

Heike Hoffmann war weiterhin Trainerin der A-Mädchen (Jahrgänge 72/73), Claus Neumann neuer Trainer der B-Mädchen, die bei der Hessen-Meisterschaft 3. wurden.

Nach guter Vorbereitung der Jahrgänge 76/77 in den Jahren zuvor konnten diese als C-Mädchen mit Trainerin Silke Dietrich jetzt durchstarten, schafften Plätze 1 bei Hessen- und Regionalmeisterschaft, Platz 2 bei der „Süddeutschen“ und den 3. Platz bei der deutschen Meisterschaft.

 

Was es sonst noch gab ?

Erstmals wurde ein langjähriges Mitglied, zugleich Mitbegründerin, der Basketball-Abteilung zum Ehrenmitglied ernannt. Gisela Jahn wurde diese Ehre nach dem offiziellen Ausscheiden aus dem Abteilungsvorstand 1990 für ihre langjährigen und vielfältigen Verdienste um den Basketballsport in Langen zuteil.

25.Saison1990-91-Gisela-Jahn-Ehrenmitglied-750Gisela Jahn nimmt die Ehrung durch TVL-Vorsitzenden Günter Blinda (l.) und Abteilungsleiter Jochen Kühl (r.) entgegen.

Jürgen Neumann wurde für sein 500. Spiel im TVL-Trikot ebenso geehrt wie auch Andrea Emmerich, Nick Kühl und Mathias Lichtnauer für 250 Spiele.

Um Geld für die Basketball-Abteilung zu schöpfen, wurde im Sommer 1990 eine Idee von Alan Lambert und Jörg Hoffmann verwirklicht. Beim ersten Langener „Super-Ding-Dong“ präsentierten alle Basketball-Teams „Sport, Spaß und Spiel für die ganze Familie“ im Sportpark Oberlinden. Rund 1500 Besucher kamen, nahmen teil, spendeten und „verzehrten“ an den Basketballer-Theken. Joe Whitney trat erstmals als Sänger auf.

Prof. Walther Tröger (Ehrenmitglied des NOK für Deutschland und IOC-Mitglied sowie DBB-Vizepräsident) konnte als Kuratoriums-Vorsitzender des BTI Langen gewonnen werden und gab dem BTI bis 2012 wertvolle Impulse.

25.Saison1990-91BTI-Kuratorium-750Mit Professor Walther Tröger (2.v.r.) am Vorstandstisch von links Jochen Kühl (BTI-Vorsitzender), Bernhard Päßlack (Vorstand der Sparkasse Langen) und Jürgen Fornoff (BTI-Schatzmeister, rechts).

 

Ehrenmitglied der Basketball-Abteilung:

Gisela Jahn (Ehrung 1990)

 

Die Abteilungsleiter bisher:

Willibald Kinnebrock (1966-68)

Dieter Hoffmann (1968-70)

Harald Ziegler (1970/71)

Bernd Sladek (1971/72)

Zdenka Moguljak (1972/73)

Jochen Kühl (1973-75)

Kurt Spitzbarth (1975-77)

Jochen Kühl (1977-

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