Die 3. Herren – Never Change A Winning Dream

Wochen, ach, monatelang haben sie nichts von sich hören lassen. Still und heimlich agierten sie völlig untypisch skandal- und geräuschlos im Hintergrund, bekamen von ihren Gegnern selbst zu Weihnachten keine Geschenke und schwanken innerhalb der Tabelle weitaus weniger als auf dem Nachhauseweg nach ihren Kneipenbesuchen. Jedoch muss jeglichen Spekulationen zum Trotz gesagt werden, dass es sie noch gibt, die 3. Herren – auch wenn nicht mehr so polternd und pustend (abgesehen ihres Bewegungsmusters auf dem Basketballfeld) wie noch in den guten alten Zeiten.

Nicht allzu rosig sah es zu Saisonbeginn aus: Einige Spieler kündigten schon das an den Nagel hängen ihrer Basketballstiefel an, der Rückzug der einstigen Vorzeigetruppe stand zur Debatte. Etliche Liter Gerstensaft überzeugten dann doch noch die Zweifler in der Mannschaft und sorgten dafür, dass die 3. Herren im September in ihre 738. Saison n. Chr. gingen. Aufgrund der dünnen Spielerdecke (oder doch eher wegen der fetten Bauchdecke?) fassten sich einige Protagonisten der 4. Herren ein Herz und halfen bei mehreren Spielen im vergangenen Herbst aus. Diese Spiele wurden auch prompt gewonnen und so schnupperten die Langener Altherren im Laufe des Novembers sogar die Luft an der Tabellenspitze. Diese bekam ihnen offensichtlich nicht, ist ja auch schon lange her, seit sie den Siegesgeruch wahrnahmen, und so gingen noch ein paar Spiele im Dezember und Januar in die Hose.

Das Test-Derby gegen die vierten Herren Anfang Januar gewannen sie nach einem Not-Gegen-Elend-Duell wenn auch knapp. Wäre auch zu viel des Guten gewesen. Von einer Niederlage hätten sich die Ohren der Altstars in den kommenden 50 Jahre wohl nicht erholt.

Letztendlich gewannen sie in der Bezirksliga all ihre Spiele gegen die Mitkonkurrenten im Abstiegskampf, verloren aber auch zeitgleich gegen die ersten Vier der Liga. Im Prinzip ist die Luft raus, da sowohl nach oben als auch unten nicht mehr viel gehen wird.

Es bleibt abzuwarten, ob sich nach der Saison, die ja bekanntlich auch immer die Situation vor der Saison widerspiegelt, das Team um Rainer Greunke (bisher 7 Abschiedsspiele und –präsentkörbe) noch einmal zusammen- bzw. neu erfindet oder ob sie den Jungen Wilden des TV das Wagnis Bezirksliga überlassen werden und anstatt dessen lieber den wohl verdienten Lebensabend genießen und in Erinnerungen schwelgen. Schaun wir mal…

Es spielen 2014/15:

Max Püchert, Rainer Greunke, Sandro Trischmann, Daniel Schmidt-Ewerdwalbesloh, Ulf Graichen, Peter Ehrenberg, Damian Rinke, Sven Jerosch, Joe Krantz, Hari Sapper, Daniel Röder, Christoph Hemmerich, Tim Dietrich, Thommy Otto, Thiemo Vogel, Markus „die Handkante“ Hartmann, Sebastian Sommer.

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