Die 21. Saison 1986/87

Die 1. Herren als „Opel-Team“ in der 1. Bundesliga 

Trainer Jogi Barth und sein Team hatten mit dem 9. Platz und Klassenerhalt endlich auch die Aufmerksamkeit von Sponsoren außerhalb Langens gewinnen können.

Neben einigen großen Namen in anderen Sportarten erhielten sie den Zuschlag, im Basketball als „Opel-Team“ im Rahmen einer Kampagne des Automobil-Unternehmens ab 1986 an den Start gehen zu können. Massgeblich halfen dabei die Kontakte des damaligen TVL-Bundesliga-Managers Rainer Tobien.

Was blieb, was veränderte sich ? Am wichtigsten war, dass Jogi Barth als Trainer blieb. Und auch das Erfolgsteam aus der Vorsaison war beinahe unverändert. Lediglich Bertram Koch, neben Rainer Greunke Top-Scorer der Vorsaison, wollte eine Saison in Florida/USA studieren. Für ihn kam vom VfL Marburg Achim Zedler. Für Klaus Neumann kam von BV Büdingen Stefan Henneken. Aus dem eigenen Nachwuchs rückten Ulf und Götz Graichen, Jürgen Neumann und Markus Schömmel in die „Erste“ nach.

Und auch bei der Ami-Suche war Coach Jogi erfolgreich. Auf Empfehlung von Hansi Gnad (der damals in Alaska studierte, aber zuvor beim TVL mittrainiert hatte) kam mit Joe Whitney ein 2-Meter-Flügel/Center von der University of Puget Sound/Washinton nach Langen, der lange bleiben sollte, in Langen später sogar mit „Ebbelwoi gedaaft“ wurde und schließlich als Musiker in Langen sein zu Hause finden sollte.

21.Saison86-87Rainer-und-Ulrike-im-Krankenhaus-800

Rainer Greunke und Ulrike Köhm, beide gemeinsam in der Uniklinik – das war der BILD ein Foto wert.

Es wurde eine spannende Saison. Sie begann mit einer 74:92-Niederlage gegen den Meister von BSC Saturn Köln und wenig später mit einem Bänderriss bei Rainer Greunke. Er folgte damit seiner Freundin Ulrike, die bereits Tage zuvor in der Uni-Klinik am Knie operiert worden war (siehe Foto in der BILD mit Text: „Liebe ist, wenn er ihr ins Krankenhaus folgt“). Erst am 30.11. stand Rainer erstmals wieder im Team, das inzwischen mit 0:26 Punkten die „rote Laterne“ trug. Und kurz vor Weihnachten gelang in Osnabrück der erste Sieg der Saison. Mit 2:30 Punkten stand der TVL immer noch hinten, hatte aber noch eine Chance auf den Klassenerhalt.

Mit 6:30 Punkten starteten die Giraffen in die Abstiegsrunde, in der sie sich gegen Osnabrück und Ludwigsburg durchsetzten. Erneut war der Klassenerhalt in der 1. Bundesliga geschafft !

Die Georg-Sehring-Halle war dabei regelmäßig „ausverkauft“. Das bedeutete aufgrund der nur auf 800 Zuschauer begrenzten Zulassung, dass die Zuschauer nie so ganz genau gezählt wurden, aber auch nie ein Fan nach Hause geschickt wurde. In der begrenzten offiziellen Zuschauer-Zulassung der Halle lag einer der Gründe, warum die Giraffen letztlich hinter den „Großen“ hinterherliefen. Mehr Zuschauer gleich mehr Sponsoren gleich mehr Einnahmen – diese Rechnung konnte in Langen nicht aufgehen.

21.Saison86-87-Opel-Team-800Das „Opel-Team“ 86/87 mit (hinten v.l.n.r.) Ulf Graichen, Jens Oltrogge, Volker Misok, Peter Hering, Rainer Greunke, Achim Zedler und (vorn v.l.n.r.) Rainer Tobien (Bundesliga-Manager), Peter Reissaus, Markus Schömmel, Götz Graichen, Stefan Henneken, Franz Schindler, Jürgen Neumann, Joe Whitney, Trainer Jogi Barth.

 

Weitere Herren- und Damen-Teams

Axel Rüber, der aus Karlsruhe gekommen und erster sportlicher Leiter des BTI Langen geworden war, führte die 2. Herren in der Oberliga erneut auf Platz 2 und zum Aufstieg in die Regionalliga.

Die 3. Herren wurden wieder von Thomas Müller-Ali trainiert und belegten in der Bezirksliga den 4. Platz.

Spielertrainer der 4. Herren war Rüdiger Lippert, und das Team stieg als Zweiter aus der Kreisliga B in die A auf.

Elmar Thomson hatte die Verantwortung für die 5. Herren übernommen (4. Platz in Kreisliga C).

Erstmals gab es sogar eine 6. Herren, die in der Kreisliga C unter Leitung von Harald Sapper/Alex Holzapfel ungeschlagen blieben.

Die 1. Damen spielten weiterhin in der Regionalliga, erreichten den 3. Platz mit Trainer Thomas Arnold. Sie hatten jedoch keinen leichten Start, mussten erhebliche Veränderungen im Team verkraften.

21.Saison86-871.-Damen-800Foto 1. Damen: Hinten v.l.n.r. Thomas Arnold (Trainer), Sabine Frommhold, Ulrike Keim, Alexandra Albrecht, Heike Dietrich, Juliane Sehring, Kirsten Dietrich; Vorn v.l.n.r. Anne Straetz, Antje Schmidt, Heide Felke, Heike Hoffmann, Heike Schmirmund,Sonja Rosenkranz, Iris Heckel.

Silke Dietrich´s 2. Damen wurden in der Landesliga 6., tauschten danach ihren Landesliga-Platz mit den 3. Damen, die als junges ehrgeiziges Team mit den Trainern Jörg Hofmann/Jens Staudenmeyer Bezirksmeister wurden.

 

Und sonst ?

Im Herren-Basketball forderten die Bundesligisten den zweiten „Legionär“. Bis dahin war immer nur ein Ausländer einsatzberechtigt. Ende der 80-er begann die Diskussion um die Öffnung der Bundesligen für Ausländer, die dann auch zunehmend folgte.

 

…und die Jugend

Die A-Jungen (Jahrgänge 68/69) mit den Trainern Peter Hering/Thomas Müller-Ali wurden Hessen-Vizemeister und bei der Regional-Meisterschaft 3.

Ohne zählbaren Erfolg spielten die B-Jungen und die C-Jungen. Auch die D-Jungen (Jahrgänge 74/75) befanden sich im Neuaufbau.

Eine tolle Saison erlebten die A-Mädchen (Jahrgänge 68/69) mit Silke Dietrich/Jochen Geiger. Es begann mit dem Hessen-Vize, und dann folgten Regional-Meister, 2. Platz bei der süddeutschen und 4. Platz bei der deutschen Meisterschaft.

Sie wurden noch übertroffen von einer Erfolgs-Saison der B-Mädchen (Jahrgänge 70/71). Mit ihren Trainern Jörg Hofmann/Jens Staudenmeyer folgten auf den Hessen-, Regional- und süddeutschen Titel auch noch die deutsche Vize-Meisterschaft.

Auch die C-Mädchen mit den Trainerinnen Heike Hoffmann/Ulrike Keim erreichten das Hessen-Finale (3. Platz).

 

Was gab es sonst noch gab ?

Jochen Geiger-Dietrich, bestand als Schiedsrichter die Prüfung der FIBA zur internationalen Lizenz. 1973 hatte er als 14-Jähriger mit dem Pfeifen begonnen, 1978 bestand er die B-Prüfung und bereits 1989 die Prüfung zur A-Lizenz. Ab 1987 durfte er dann Länderspiele und Europa-Pokalspiele leiten.

 

Am 24. Januar 1987 starb Conrad Luft. „Conny“ war als langjähriger stellvertretender Abteilungsleiter vielen jungen Basketballern ein guter Freund. Um den Bau der Georg-Sehring-Halle hatte er sich als ehrenamtlicher Beisitzer im TV-Vorstand besondere Verdienste erworben.

 

Die Abteilungsleiter bisher:

Willibald Kinnebrock (1966-68)

Dieter Hoffmann (1968-70)

Harald Ziegler (1970/71)

Bernd Sladek (1971/72)

Zdenka Moguljak (1972/73)

Jochen Kühl (1973-75)

Kurt Spitzbarth (1975-77)

Jochen Kühl (1977-

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