Taktische Meisterleistung: Altherren werfen in Rüsselsheim centerweise Ballast ab

SV Disbu Rüsselsheim – TVL 3 60:65 (35:29)

Die alten Herren sind auf ihre alten Tage doch noch für Überraschungen gut: ohne die etatmäßige Centerriege, die allesamt eine Pause benötigten, reisten die Sterzbach-Giraffen am vergangenen Wochenende zum Angstgegner nach Rüsselsheim.

Mit im Gepäck: Verstärkung aus den Reihe(r)n der 4. Herren und, festhalten, einem Stargast aus Singapur, der kurzerhand wiederverpflichtet worden ist – Markus, die Handkante, Hartmann. „Wie etliche Schiedsrichter im Darmstädter Bezirk bestätigen können, spielt Geld bei uns keine Rolle. Es lag auf der Hand, dass wir nach den ganzen Ausfällen handeln mussten und Markus aus Singapur einfliegen ließen“, erklärt Hari Sapper die sensationelle Nachricht des Spieltages.

Die Gäste aus Langen starteten furios ins 1. Viertel. Sandro (2) und Max (1) antworteten mit Dreiern gegen die Zonenverteidigung der Hausherren. So kam es nach 5 Minuten zur 12:3-Führung für den TVL. Danach kam Disbu etwas besser ins Spiel und lag drei Minuten später mit 15:12 in Front, weil die Gäste im Rauschzustand etwas überhastet geworfen haben. Nach 10 Minuten beim Stand von 17:17 durften die Altherren schon einen Erfolg für deren Rumpftruppe verbuchen.

Auch im 2. Viertel erfolgte ein guter Start: „27:21 für uns nach 6 Minuten, danach lief aber nix mehr. Vorne viele Möglichkeiten vergeben, hinten nicht ausgeblockt, Rüsselsheim gerade nach Freiwürfen immer wieder Rebounds geholt und zweite oder dritte Wurfchance genutzt, deshalb zur Pause 35:29-Führung für die Gastgeber“, kommentiert Sapper das Geschehen kurz und knapp.

Nach der Pause spielten die Oldies nun eine „richtig gute Defense“ (Sapper), die beiden besten Disbu-Spieler konnten weitgehend unter kontrolliert werden und vorne lief Max Püchert so richtig heiß: 4 Dreier, davon 3 in Serie die Ausbeute des Abiturienten, der frisch von der Kursfahrt direkt in die Halle gefahren wurde „Den schicken wir jetzt öfter auf Exkursion anstatt in unser Datteltraining zu gehen“, analysiert Team-Betreuer Bernd Neumann treffend. Und auch die Last-Minute-Verstärkungen Markus, Thommy und Tim treffen ebenfalls und machen auch in der Defense (wie ungewöhnlich alle Spieler) einen richtig guten Job. Der Lohn: Das 3. Viertel gewannen die Patchwork-Ballermänner mit 20:11 und führten zu Beginn des letzten Spielabschnitts mit 49:46.

Spannung pur, und das nicht nur optisch, wenn man sich die ausgewaschenen Leibchen anguckt. Langen 3 kämpft weiterhin sehr gut, lässt kaum noch Offense-Rebounds zu und spielt vorne relativ clever und kontrolliert. Max trifft seinen insgesamt 7. Dreier(!) und auch als Disbu (viel zu spät) auf Manndeckung umschaltet und mit Fouls versucht, dem Spiel noch eine Wende zu geben, treffen die siegesgeilen Wunderathleten einigermaßen ordentlich die Freiwürfe (8:5 in den letzten zwei Minuten) und sichern sich völlig einen unerwarteten, aber absolut verdienten Sieg.

Extra Dank an Markus, Thommy und Tim, die uns aus der Personalpatsche geholfen haben und ohne die wir ganz sicher nicht gewonnen hätten sowie extra Lob an Max, der nicht nur Topscorer war, sondern in der zweiten Hälfte auch richtig gut verteidigt hat. Und ganz generell war das Team kämpferisch wirklich klasse“, lobhudelt Müller-Ali, der seine Oktober-Rente natürlich auf Rüsselsheim setzte und seinen Teil zum Sieg beitrug.

Es spielten: Markus Hartmann (2), Max Püchert (27, 4:2, 7 Dreier), Dami Rinke, Thommy Otto (4), Tim Dietrich (4), Peter Ehrenberg (15, 10:7), Sandro Trischmann (13, 6:3 (davon allerdings zwei Airball-Fehlwürfe), 2 Dreier) und Hari Sapper.

 

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