Die 10. Saison 1975/76

„Wie legt man die Basketball-Abteilung lahm ?“

Mit dieser Überschrift lud Pressewart Jörg Jahn zur Abteilungsversammlung auf 22. April 1975 ein und schrieb u.a.:

1. Man verhalte sich stets nach dem Grundsatz „Im Zweifel mehr nehmen als geben !“

2. Man versäume nie, den Beitrag – wenn überhaupt – frühestens 1 Jahr nach Fälligkeit zu bezahlen.

3. Kritik an der Arbeit des Vorstandes sollte stets hintenherum angebracht werden.

4. Man sollte Abteilungsversammlungen meiden, auf jeden Fall nach dem Punkt „Wahlen“ kommen.

Irgendwie haben sich die Mitglieder der Basketball-Abteilung in den Folgejahren an diese Ratschläge nicht gehalten; denn sonst wäre diese Abteilungsgeschichte nicht möglich geworden.

Die Damen und die Mädchen

Die 1. Damen wurden Hessen-Meister. Der Neuaufbau mit jungen Spielerinnen, den Trainer Jürgen Fornoff 1974 begonnen hatte, trug erste Früchte. Der Wieder-Aufstieg in die Regionalliga war geschafft.

Herausragend verlief die Saison der C-Mädchen mit Trainer Kurt Dietrich: Sie wurden Bezirks-, Hessen-, Regional- und Südwest-Meister. Erst im DM-Finale konnten sie gestoppt werden und wurden Dritte. Es spielten die Mädchen der Jahrgänge 61/62, allen voran Silke Dietrich, „Medi“ Arenz, Tine Hattemer (Sterzik), Christine Schäfer-Lehrnickel (Barth) und Ingrid Geuckler.

Die Herren und die Jungen

Die 1. Herren eiferten den ehrgeizigen 1. Damen nach und wurden ebenfalls Hessenmeister. Trainer Jochen Kühl hatte den Neuaufbau aus der eigenen Jugend konsequent fortgesetztErstmals gelang den TVL-Männern der Aufstieg in die Regionalliga.

Auf dem Teamfoto v.l.n.r. Thomas Schwarze, Jogi Barth, Yogi Fornoff, Hartmut Fink, Rainer Greunke, Ulf Ehrenberg, L. Johns, Andreas Geuckler, Arnulf Zipf, Oliver Vontz und vorn Coach Jochen Kühl.

Sensationell traten die A-Jungen (Jahrgänge 57/58) auf. Mit Jogi Barth, Ulf Ehrenberg, Andreas Geuckler, Rainer Greunke, Thomas Schwarze, Oliver Vontz und den 59-ern Jochen Geiger, Andreas Goer und Peter Hering gelang dem Team um Coach Jochen Kühl ein Durchmarsch bis ins Finale um die deutsche Meisterschaft, der am Ende mit dem 3. Platz belohnt wurde.

Was sonst noch los war

Seit Frühjahr 1975 kümmerte sich vor allem Rolf Hinze, der Sport- und Chemielehrer der Dreieich-Schule Langen und ehemalige Leichtathlet, um die Förderung des Mädchen-Basketball, lud 30 Schülerinnen zu einem Fördertraining ein.

Das war eine Initiative des Langener Schulsportzentrums (SSZ) unter Leitung von Sportlehrer Gerd Zscherneck. Um die Jungen kümmerte sich Sportlehrerin Anne Kühl.

Beide, Rolf Hinze und Anne Kühl, brachten ab 1976 System in die Basketball-Arbeit des SSZ Langen. In Fragebogen wurden die Körpergrößen der Kinder und der Eltern ermittelt, dazu Daten über die schulischen Leistungen und über die Sportnoten. Eine Rechenformel (die Jochen Kühl vom DSB mitgebracht hatte) ermöglichte eine Größenprognose der Kinder. In Talent-Fördergruppen der Dreieichschule wurden die 66/67-er Talente von den Sportlehrern Rolf Hinze und Anne Kühl trainiert – und aus vielen der Jungen wurden richtig gute Basketballer.

Die Abteilungsleiter bisher:

Willibald Kinnebrock (1966-68)

Dieter Hoffmann (1968-70)

Harald Ziegler (1970/71)

Bernd Sladek (1971/72)

Zdenka Moguljak (1972/73)

Jochen Kühl (1973-75)

Kurt Spitzbarth (1975-77)

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