Angeschlagene Junior-Giraffen in Breitengüßbach chancenlos

Deutliche Niederlage gegen die NBBL-Vertretung der Brose Baskets Bamberg

„In der Verfassung von heute, können wir mit einem Top-Team wie Breitengüßbach nicht annähernd auf Augenhöhe spielen“, umfasste das Fazit von TVL-Coach Fabian Villmeter nur wenige Worte nach der deutlichen und verdienten 58:91-Niederlage beim NBBL-Vertreter aus dem Jugendprogramm des Deutschen Meisters, den Brose Baskets Bamberg. Mit Moritz Overdick fiel ein wichtiger Giraffen-Akteur mit einem Infekt komplett aus. Timothy Chabot, Paul Schlegel und Jona Hoffmann mussten gesundheitlich angeschlagen in die Partie gehen, während an einen Einsatz der Sprunggelenksverletzten Karan Sansoa und Maximilian Püchert ebenfalls nicht zu denken war.

 

Die personelle Situation war also ohnehin schon angespannt, so dass es ins Bild passte, als sowohl Tom Alte als auch Sören Annawald im Kampf unter den Körben, bereits früh in der Begegnung zudem foulbelastet waren. So wollte gegen konsequent aufspielende Breitengüßbacher im ersten Viertel rein gar nichts zusammen laufen. Die Junior-Giraffen waren bemüht den Ballbesitz gegen die physisch präsente Verteidigung der Franken zu behaupten und erspielten sich kaum gute Wurfgelegenheiten. Defensiv hatte man Probleme im Umschaltspiel und im Rebound, und bekam zudem Christopher Wolf und Andreas Obst auf Seiten der Gastgeber zunächst gar nicht in den Griff. Ein 24:5 strahlte nach zehn gespielten Minuten von der Anzeigetafel,- und das Spiel war damit eigentlich schon entschieden. Schlimmer hätte es kaum kommen können.

 

Umso respektvoller muss man anmerken, dass die Junior-Giraffen zumindest über Einsatz und Kampf nach diesem Albtraum-Start in das Spiel zurück fanden. So gelang es den Villmeter-Schützlingen sogar das zweite Viertel für sich zu entscheiden und den Rückstand zur Halbzeit auf 45:31 zu verkürzen. Paul Schlegel und Djordje Ignjatovic (nur 3 Wochen nach seiner Bänderverletzung) brachten wichtige Impulse von der Bank und sorgten nun auch mit den ersten Treffern aus der Distanz für Punkte. Doch eines wurde vor allem nach dem Seitenwechsel schnell deutlich,- die Substanz der Nachwuchs-Giraffen würde an diesem Nachmittag gegen die intensiv zu Werke gehenden Hausherren nicht ausreichen. Angeführt von Jakob Merz hielten die TVL-Jungs zwar nach Kräften dagegen, fanden aber spielerisch nicht die Mittel den Gegner nochmal ernsthaft in Gefahr zu bringen. Breitengüßbach setzte sich nun nach und nach deutlicher ab, traf sehr passabel von der 3-Punkte-Linie und hatte unter den Körben ohnehin schon die Hoheit inne.

 

Die Gastgeber kontrollierte den Rebound (41:27 Rebounds), forcierte mehr Ballverluste (11:22 Turnover) und erarbeitete sich so insgesamt 21 Würfe mehr aus dem Feld, als der TVL, der obendrein keine gute Trefferquote an den Tag legte. Kurzum,- Güßbach hatte das Spiel voll und ganz im Griff,- von der Prisanz eines Spitzenspiels war nichts zu sehen. Bis zum 81:57 (38. Minute) taten die Jung-Giraffen alles dafür, den Schaden in Grenzen zu halten. Doch als dann in der Schlussphase auch die letzten körperlichen Reserven aufgebraucht zu sein schienen, kam es nochmals knüppeldick und die Franken besorgten den 91:58-Endstand.

 

„Gratulation an Breitengüßbach, die in Bestbesetzung sicher ein ernstzunehmender Kandidat auf die Deutsche Meisterschaft sind. Wir waren heute leider einfach nicht in der Lage mehr entgegen zu setzen und müssen uns in den nächsten Wochen stabilisieren, bevor es in die Playoffs geht. Ich hoffe die Zeit der Verletzungen und Erkrankungen ist nun vorüber und wir schaffen es über kontinuierliches Training zu alter Stärke zurück zu finden.“ gab Villmeter nach dem Spiel einen hoffnungsvollen Ausblick.

 

Am kommenden Sonntag kommt es in der Langener Georg-Sehring-Halle zum letzten NBBL-Heimspiel vor den Playoffs (23.02., 15:00 Uhr). Gegner im immer-jungen „Hessenderby“ ist die Basketball-Akademie Gießen/Mittelhessen.

 

Für die SCHODER Junior-Giraffen Langen spielten: Jakob Merz (11 Punkte), Paul Schlegel (9), Timothy Chabot (4), Sven Jerosch, Djordje Ignjatovic (9), Jona Hoffmann (12), Sören Annawald (2), Malte Jöst (2), Vincent Gerspach (2) und Tom Alte (7)

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