76:65-Pflichtsieg beim MBC für die SCHODER Junior-Giraffen

NBBL-Jungs quälen sich zum Sieg beim Tabellenvorletzten / Timothy Chabot mit 23 Punkten und 7 Rebounds übernimmt Verantwortung

In einem kampfbetonten und zerfahrenen NBBL-Spiel setzten sich am vergangenen Sonntag die SCHODER Junior-Giraffen beim Tabellenvorletzten vom Mitteldeutschen Basketball Club durch. 76:65 hieß es am Ende, gegen die NBBL-Vertretung bestehend aus einer Kooperation von BBL-Club MBC, ProB-Ligist BSW Sixers und dem Sportinternat Halle. Nach langer Anreise ins eiskalte und winterlich verschneite Halle, gelang den Jung-Giraffen aber insgesamt keine gute Leistung, was vielleicht auch daran lag, dass mit Jakob Merz (zeitgleicher Einsatz für die Skyliners Juniors in der ProB), Paul Schlegel (Hüftprellung aus dem Spiel gegen Frankfurt) und Djordje Ignjatovic (Sprunggelenksverletzung) gleich drei wichtige Akteure diesmal nicht zur Verfügung standen.

Die verbliebenen TVL-Akteure starteten eigentlich gut in die Partie,- gingen schnell 7:0 in Führung und auch das Zusammenspiel sah wie gewohnt sicher aus, ehe der Gastgeber in der Verteidigung umstellte und fortan immer wieder zwischen Mann-Mann, Zonen- und Pressverteidigungen wechselte. Dies führte dazu, dass der Rhythmus der Südhessen mehr und mehr verloren ging und der MBC besser ins Spiel kam. Zwar hatte die Mannschaft von TVL-Coach Fabian Villmeter immer eine knappe Führung inne (17:12, 20:15), doch konnte man sich auch nicht auf mehr als 10 Punkte absetzen. Die TVL-Center Tom Alte und Moritz Overdick  genossen deutliche Längenvorteile unter den Körben, taten sich aber mit der robusten Spielweise ihrer Gegner schwer, die vor allem im Rebound mit deutlich mehr Biss zu Werke gingen.

Bei 21:16 ging es ins zweite Viertel. Zwar gestattete man dem MBC hier viel zu viele freie Würfe von der Drei-Punkte-Linie, doch trotzdem gelang es den Vorsprung langsam etwas auszubauen. Durch Treffer von Timothy Chabot und Tom Alte gelang dies bis zur Halbzeit auf 43:33. Zufrieden konnte Villmeter mit der Leistung seiner Mannschaft aber nicht sein: Zu häufig hatte man beim Kampf um die Rebounds das Nachsehen, in der Verteidigung fehlte die nötige Aggressivität und der eine oder andere vermeidbare Turnover ließ keine echte Spiellaune in der Offensive zu.

 

„Wir haben heute einige wichtige Attribute vermissen lassen, die uns bisher in dieser Saison so stark gemacht haben. Wenn wir aufs Feld gehen, müssen wir voll konzentriert sein und brennen. Das hat mir über weite Strecken heute gefehlt und sicherlich dazu beigetragen, dass wir nicht zu einer besseren Leistung gefunden haben.“ kritisierte Villmeter nach der Partie, die Dank des Vorsprungs aus den ersten zwanzig Minuten nicht mehr knapp wurde. Die TVL-Youngster schafften es aber auch nicht nach dem Seitenwechsel eine Steigerung zu erzielen.

 

Gut, dass Timothy Chabot nun immer mehr Verantwortung übernahm und die MBC-Defense mit seinen pfeilschnellen Penetrations ein ums andere Mal vor unlösbare Probleme stellte. Ganz häufig war der junge langener Guard nur mit Fouls zu stoppen und mit 14 Treffern bei 19 Versuchen, wusste Chabot dies von der Freiwurflinie auch zu nutzen. 53:45 zum 3. Viertelende und 67:55 (37. Minute) bedeutete den jeweils gleichen Vorsprung, ohne dass die TVL-Akteure glänzten. Spätestens jedoch mit dem 3er von Jona Hoffmann zum 70:59 (38. Minute) war das Spiel dann aber entschieden.

Mit dem 76:65 gelang der Villmeter-Truppe der 11. Sieg im 12. Spiel, was eine gute Ausgangsposition im Kampf um Platz 1 und 2 in der NBBL-Division Mitte bedeutet, die in der ersten Playoff-Runde den Heimvorteil mit sich brächten. Viel wird von den nächsten schweren Auswärtsspielen in Jena, Breitengüßbach und Würzburg abhängen…

 

Für die SCHODER Junior-Giraffen spielten gegen den MBC: Timothy Chabot (23 Punkte), Karan Sansoa (9), Maximilian Püchert (3), Jona Hoffmann (9), Moritz Overdick (15), Sören Annawald (5), Malte Jöst, Vincent Gerspach und Tom Alte (12)

 

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