SCHODER Junior-Giraffen machen die Playoffs fix

In einer 57:46-Abwehrschlacht behalten die Junior-Giraffen die Oberhand gegen Eintracht Frankfurt und sind damit für die Playoffs der NBBL qualifiziert

 

Die SCHODER Junior-Giraffen Langen haben ihr erstes Saisonziel quasi erreicht und können selbst bei fünf Niederlagen in den fünf noch ausstehenden Partien der NBBL-Hauptrunde die Playoffs nicht mehr verfehlen. Damit gehört der Liga-Neuling zu den 16 besten Teams der höchsten deutschen Jugend-Altersklasse und erreicht sein Saisonziel, den möglichst frühen Klassenerhalt, mit 10 Siegen bei nur einer Niederlage, eindrucksvoll. Am vergangenen Sonntag setzten sich die Schützlinge von Trainer Fabian Villmeter in einer wahren Defense-Schlacht gegen den Fünftplatzierten Eintracht Frankfurt durch, die nun die Jung-Giraffen in der Tabelle nicht mehr einholen können.

Wie schon im Hinspiel schickte sich das Rhein-Main-Derby an, eine wahre Abwehrschlacht zu werden, was sich auch schnell an der Anfangsphase der Partie ablesen ließ: 2:8 führten die Gäste nach bereits sechs gespielten Minuten. Der TVL spielte zwar phasenweise gut zusammen und erarbeitete sich vor allem freie Distanzwürfe, die bis auf einen Treffer von Paul Schlegel aber allesamt nicht ihr Ziel fanden. Richtung Korb ließen die jeweiligen Abwehrreihen wenig zu und somit hielten sich auch die Trefferquoten beider Teams zunächst im Rahmen. Die TVL-Youngster fanden durch zwei Treffer von Moritz Overdick gegen Ende des Viertels besser ins Spiel und selbst als die „Adlerträger“ aus dem Jugendprogramm der Fraport Skyliners Mitte des 2. Viertels 10:18 in Führung gingen, blieben die Hausherren ruhig, besonnen und konzentriert. Mit einem 12:2-Run schaffte man zunächst den Anschluss und zum Seitenwechsel sogar eine hauchdünne 22:20-Führung. Paul Schlegel und Moritz Overdick trugen in dieser Phase ihr Team und sorgten für die wenigen offensiven Glanzpunkte. Umso ärgerlicher, dass Schlegel bei einer seiner Korbaktionen derartig abgeräumt wurde, dass das Spiel für ihn mit Verdacht auf eine schwere Hüft- und Rückenprellung, bereits nach 18 Spielminuten beendet war.

 

Zusätzlich zu dem Ausfall von Jona Hoffmann (Sprunggelenksverletzung), sollte die Verletztenmisere der TVL-Guards, wie schon in den Wochen vor Weihnachten, eine bedauerliche Fortsetzung finden. Doch der Rest der Truppe schwor sich in der Halbzeitpause nochmals ein und schmiss in den zweiten 20 Minuten alles an Leidenschaft und Herzblut in die Partie, was sie zur Verfügung hatten. Zwar ging die Eintracht zunächst wieder 22:27 (23. Minute) in Führung, ehe der Giraffennachwuchs, angeführt vom hoch foulbelasteten Jakob Merz, zunehmend in der Lage war das Frankfurter Abwehrbollwerk zu knacken. Häufig waren die Hausherren nur mit Fouls zu bremsen, die sich von der Freiwurflinie mit einer ordentlichen Quote von 77% bedankten. Während Merz mit Ruhe und Übersicht Regie führte, kamen Timothy Chabot und Karan Sansoa zu 3-Punkte-Treffern von jenseits der 6,75m-Linie und Tom Alte setzte nun auch wichtige Treffer in des Gegners Zone. Alle seine acht Zähler gelangen Alte in dem hart-umkämpften Schlussviertel und sicherte damit seinem Team erst eine 40:37- (32. Minute), später die wichtige 50:39-Führung (36. Minute).

Selbst als die Gäste mit zwei Treffern von Armin Musovic nochmals auf 50:46 heran kamen, blieben Merz, Alte und Co. ruhig, spielten ihre Angriffe nun geschickt und geduldig aus. Die starke TVL-Defense stand ohnehin über das gesamte Spiel felsenfest, weshalb der 57:46-Sieg für die SCHODER-Jungs auch völlig verdient, in Ordnung geht.

 

„Uns war klar, dass wir heute sehr viel in diese Partie investieren werden müssen, um als Sieger vom Feld zu gehen. Das ist uns in Sachen Intensität und Leidenschaft sehr gut gelungen und auch wenn der Score sehr niedrig war, haben wir ein spannendes und hochinteressantes Basketballspiel gesehen. Ein Sonderlob geht heute, wie so oft, an unsere Verteidigung, wobei man aber auch der Defenseleistung des Gegners Respekt zollen muss.Es war heute eine wahre Abwehrschlacht!“, gab TVL-Coach Villmeter nach dem Spiel zu Protokoll. Nun heißt abermals, die verletzten Spieler möglichst schnell ins Team zurück zu bringen, um nach der erfolgreichen Playoff-Qualifikation in den schweren Auswärtsspielen beim MBC, vor allem aber in Jena, in Breitengüßbach und in Würzburg zu bestehen.

 

Für die SCHODER Junior-Giraffen spielten: Jakob Merz (13 Punkte), Paul Schlegel (9), Timothy Chabot (7), Karan Sansoa (5), Maximilian Püchert, Djordje Ignjatovic, Moritz Overdick (12), Sören Annawald (1), Malte Jöst (2), Vincent Gerspach und Tom Alte (8)

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Fotos: Marina Steuer

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