Zu Weihnachten die erste Niederlage für SCHODER-Junior-Giraffen

Ausgerechnet zu Weihnachten erreicht die Junior-Giraffen des TVL in der NBBL-Division Mitte die erste Saisonniederlage. Was noch vor wenigen Monaten als „Träumerei“ hätte abgetan werden können, bildet den Abschluss eines erfolgreichen Basketball-Jahres 2013 und bringt trotzdem ein klein wenig Enttäuschung mit sich. Würzburg schob sich mit diesem Sieg an den Jung-Giraffen vorbei und steht nun auf Platz 1 der Division Mitte.

Trotzdem ist die Entwicklung der ’95/’96er-Mannschaft des TVL nicht hoch genug zu bewerten. Nach verfehlter NBBL-Qualifikation 2012 gelang nach einer problematischen Oberliga-Saison in der Altersklasse U18 immerhin noch ein bemerkenswerter 3. Platz im DBB-Pokal (dem höchsten Wettbewerb unterhalb der NBBL), gefolgt von der knappen, aber verdienten Qualifikation für die NBBL-Saison 2013/14 in Trier. Als Neuling und Aufsteiger eilten die TVL-Youngster bis zum letzten Sonntag von Sieg zu Sieg und führten während der letzten Wochen ihre Division als Spitzenreiter an. Die erfahrenen NBBL-Mannschaften aus Breitengüßbach und Jena mussten die Punkte jeweils in der Georg-Sehring-Halle lassen und auch im Top-Spiel gegen Würzburg rechneten sich Jakob Merz, Paul Schlegel und Co. einiges aus.

 

TVL-Coach Fabian Villmeter musste im Spitzenspiel jedoch auf Timothy Chabot, Mannschaftskapitän Malte Jöst (beide krank), sowie auf Max Püchert und Sven Jerosch (verletzt) verzichten. Zudem erlitten während des physisch geführten Spiels gegen die NBBL-Vertretung des BBL-Clubs aus Würzburg, sowohl Paul Schlegel, als auch Sören Annawald eine klaffende Platzwunde und konnten genauso das Spiel nicht beenden, wie Jona Hoffmann der eine leichte Sprunggelenksverletzung davon trug. So mussten diesmal auch andere Spieler in die Presche springen, wie z.B. der JBBL-Spieler Joonatan Torbica, der zu seinen ersten NBBL-Einsatzminuten kam.

 

Würzburg stellte sich schnell als der erwartet starke Gegner heraus, verteidigte von der ersten Minute an sehr stark und beeindruckte die junge Langener Garde mit ihrem reifen, physischen Spiel merklich. Während das erste Viertel mit 12:16 noch relativ ausgeglichen verlief, kamen die Hausherren vor allem im zweiten Spielabschnitt in arge Probleme. Die beiden Big-men Moritz Overdick und Tom Alte waren früh mit jeweils 2 Fouls belastet und Würzburg trumpfte vor allem in Person von Constantin Ebert immer wieder groß auf. Langen fehlte besonders offensiv in dieser Phase jegliche Durchschlagskraft und nach nur 6 erzielten Punkten im 2. Viertel, sah man sich zeitweise mit einem 20-Punkte-Rückstand konfrontiert. 18:35 hieß es zur Halbzeitpause.

 

Auch nach dem Seitenwechsel brauchten die TVL-Jungs fünf weitere Minuten, bis sie endlich etwas mehr Zugriff auf das Spielgeschehen erlangten. Zwar lag man zu diesem Zeitpunkt bereits 22:45 zurück, doch eine Umstellungen in der Verteidigung, sowie ein 3-Punkte-Spiel durch den starken Moritz Overdick, sollten der Wegruf für eine große kämpferische Leistung in den letzten 15 Minuten sein. Plötzlich strahlte die TVL-Defense die bekannte Aggressivität und Souveränität aus und brachte einige Ballgewinne. Sansoa, Ignjatovic und Annawald scorten für  ihr Team und zunehmend gelang es auch spielerisch gegen die aggressive Würzburg-Defense Akzente zu setzen. Mit 35:49 ging es ins Schlussviertel in dem der inzwischen stark dezimierte TVL-Kader fightete und alles daran setzte den Rückstand zu verkleinern.

 

Angeführt von den beiden 97er-Youngstern, Playmaker Jakob Merz und Moritz Overdick, kamen die Junior-Giraffen in der 33. Minute sogar auf 41:53 heran, ehe Ebert mit einem schwierigen, gut verteidigten Sprungwurf und zwei erfolgreichen Freiwürfen die Entscheidung für Würzburg herbei führte (41:57, 37. Minute). Mit 47:59 müssen die SCHODER-Jungs in die Niederlage einwilligen und damit zunächst auch den ersten Tabellenplatz für Würzburg frei machen.

 

„Heute waren wir leider zu lange nicht in der Lage, offensiv die richtigen Dinge gegen die starke Würzburger Defense zu tun. Hinzu kommt, dass ich mit dem Kampf und Einsatz meiner Jungs nur in den zweiten 20 Minuten zufrieden sein kann. Auch wenn es offensiv nicht so läuft, dürfen wir gegen einen so starken Gegner nicht auf -20 gehen, bevor wir den Hebel umlegen.“,  gab Villmeter nach Spielende zu Protokoll, fand aber beim anschließenden Weihnachtsessen auch viele lobende Worte an seine Jungs.

 

Nach einigen freien Tagen wird die Mannschaft zwischen den Jahren das Training wieder aufnehmen und sich auf den Doppelspieltag am 3. und 5. Januar gegen Chemnitz und Bayreuth vorbereiten. Ziel ist es, die möglich-gewordene Playoff-Qualifikation nun möglichst schnell unter Dach und Fach zu bringen.

 

Gegen Würzburg spielten für die SCHODER Junior-Giraffen Langen: Jakob Merz (6 Punkte), Paul Schlegel (4), Karan Sansoa (3), Joonatan Torbica (2), Djordje Ignjatovic (6), Jona Hoffmann (4), Moritz Overdick (17), Sören Annawald (4), Vincent Gerspach und Tom Alte (1)

 

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