Langens U18-Jungs holen Bronze im DBB-Pokal

Letztlich knappe aber verdiente 75:70-Halbfinalniederlage gegen den späteren Meister TSV Nördlingen / Deutliche Leistungssteigerung und starke Teamleistung am Sonntag im Spiel um Platz 3 gegen die Finke Baskets Paderborn

Mit einer bronzenen Medaille für den dritten Platz eines hochklassig besetzten DBB-Pokal-Finalturniers, kehren die U18-Jungs aus Nördlingen zurück. Der Gastgeber konnte im Halbfinale die Nachwuchs-Giraffen 75:70 bezwingen und setzte sich im Finale gegen Alba Berlin durch.

Für das nicht-Erreichen des Finales am Sonntag war eine äußerst schwache Defensivleistung im Spiel gegen den, von den Jugend-Nationalspielern Joschka Ferner und Georg Beyschlag, angeführten Gastgeber, verantwortlich. Zwar gestaltete sich das erste Viertel noch ausgeglichen (21:19) bevor, die Mängel im Langener Abwehrverhalten zunehmend schonungslos aufgedeckt wurden. Immer wieder ließen sich die TVL-Youngster im 1-1 zu leicht schlagen und gerieten so von einer Rotation in die nächste. Nördlingen nutzte die fehlende Zuordnung hervorragend aus und zeigte sich vor allem auch von der Drei-Punkte-Linie treffsicher. Kontinuierlich stieg der Rückstand an und betrug bereits zur Halbzeit (46:30) 16 Punkte.

Doch wer geglaubt hatte, die TVL-Jungs würden nach der Halbzeitpause ein anderes, verbessertes Gesicht zeigen, sah sich vorerst noch getäuscht. Das Spiel lief weiter, wie es vor der Pause aufgehört hatte: Nördlingen zog beinahe ungestört seine Kreise und sorgte zum Ende des dritten Viertels für die höchste Führung von 66:42. Bis zu diesem Zeitpunkt war die junge Truppe von Trainer Fabian Villmeter nicht in der Lage das das hohe Tempo und die enorme Intensität des Gegners mitzugehen und entsprechend dagegen zu halten.

Umso überraschender und beeindruckender kam die beinahe komplette Wendung der Partie in den letzten 10 Spielminuten. Plötzlich schien Paul Schlegel und Co. doch noch eingefallen zu sein, was man sich vorgenommen hatte und präsentierten sich fortan mit einer ganz anderen Einstellung und völlig verändertem Selbstbewusstsein. Plötzlich gelang es Nördlingen zu Fehlern zu zwingen und die daraus resultierenden Schnellangriffe in einfache Punkte umzumünzen. Hinzu kam, dass Paul Schlegel sein heißes Händchen im Angriff fand und drei seiner vier Dreier kurz hintereinander einstreute. Nördlingen war sichtlich beeindruckt und fand kein echtes Gegenmittel gegen die von „Rookie“ Jona Hoffmann angeführte TVL-Offense.

Der größte Unterschied war aber im eigenen Abwehrverhalten zu bemerken. Nur neuen Punkte ließen die Langener Korbjäger im Schlussabschnitt zu und hatten beim Stand von 73:69 bei 15 zu spielenden Sekunden, durch einen weiteren toll herausgespielten Schlegel-Dreier die Chance das Spiel nochmal richtig spannend zu machen. Der Ball guckte, fiel aber nicht durch den Ring, so dass man zu taktischen Fouls gezwungen war und in der Folge in die knappe, aber letztlich nicht unverdiente 75:70-Niederlage einwilligen musste.

Trainer Fabian Villmeter: „Wir haben heute leider über weite Strecken des Spiels die nötige Konzentration und Intensität vermissen lassen, zwischenzeitlich eine echte Lehrstunde von Nördlingen erhalten. Umso höher ist es meinen Spielern anzurechnen, dass sie dieses Comeback im Schlussviertel schafften. Auch wenn es nicht mehr zum Sieg reichte, bin ich mir sicher dass wir viele wichtige Schlüsse aus diesem Spiel ziehen können.“ 

Das dies wirklich der Fall ist, zeigten die Villmeter-Jungs umgehend im Spiel um Platz 3 am Sonntag-Vormittag. Dem Gegner der Finke Baskets Paderborn ließ man eigentlich von der ersten Spielminute an keine echte Chance. Die am Vortag noch so fehlerhafte und schlampige Verteidigung, entpuppte sich diesmal als Glanzstück und brachte mit 25:6 bereits eine hohe Führung bereits nach zehn gespielten Minuten. Mit der deutlichen Führung im Rücken spielte es sich auch offensiv locker und mit zunehmender Spielzeit gelangen die Spielzüge gegen die unangenehme Zonen-Deckung der Paderbornen besser und besser.

Acht TVL-Spieler punkteten auf dem Weg zur Bronze-Medaille zwischen sieben und zwölf Punkten,- ein Indiz für die Ausgeglichenheit und das tolle Teamplay der Jung-Giraffen. Am Ende konnten sich alle über den 73:44-Erfolg und den damit erreichten dritten Platz im U18-DBB-Pokal freuen.

Die Spiele waren, neben dem Abschluss einer erfolgreichen U18-Saison, gleichzeitig ein weiterer Prüfstein auf dem Weg zur, in zwei Wochen stattfindenden, NBBL-Qualifikation. „Wir werden aus diesen Spielen einiges mitgenommen haben und uns weiter intensiv vorbereiten!“ schaut Trainer Villmeter schon wieder auf die anstehenden Trainingswochen.

Für den TVL spielten in Nördlingen: Jona Hoffmann (16 Pkt. gegen Nördlingen, 7 Pkt. gegen Paderborn), Paul Schlegel (23, 11), Timothy Chabot (7, 8), Karan Sansoa (3, 0), Sven Jerosch (n.e., 0), Djordje Ignjatovic (0, 9), Sören Annawald (2, 7), Malte Jöst (4, 9), Vincent Gerspach (4, 7) und Moritz Overdick (9, 12)

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