JBBL-Giraffen schnuppern an der Sensation

Eine überragende Saison in der Deutschen Jugend-Bundesliga endet für den TV Langen mit einer 58:66 (27:38)-Niederlage im Halbfinale gegen den TSV Tröster Breitengüßbach. Die fränkischen Gastgeber ziehen somit als erste Mannschaft ins Finale des TOP4 in der Bamberger Stechert Arena ein. Bei der erst zweiten Saisonniederlage der jungen Mannschaften aus der Georg-Sehring-Halle überzeugten vor allem Moritz Overdick (19 Punkte, 7 Rebounds), Jakob Merz (16 Punkte, 5 Assists) und Jona Hoffmann (12 Punkte, 6 Rebounds).

„Ich bin stolz auf meine Mannschaft, das war eine tolle Leistung. Wir können sehr zufrieden sein, auch wenn die Enttäuschung natürlich da ist“, so Cheftrainer Fabian Villmeter nach Spielende. Gegen physisch starke Gegner spielten die Hessen von Beginn ihre größten Stärken aus – Verteidigung und Spielintelligenz. Mangelnde Länge machten Merz & Co. mit viel Druck auf den Ball wett, mussten allerdings der Überlegenheit der Franken am Brett Tribut zollen. Satte 49 Abpraller schnappten sich die TSV-Korbjäger, ganze 18 davon in der Offensive. „Natürlich schmerzt diese Statistik, dennoch glaube ich, dass wir einen guten Job gemacht haben“, so Villmeter weiter. Überragender Akteur auf Seiten der Gastgeber war Leon Kratzer, der nicht nur 18 Punkte, sondern auch 24 Rebounds holte – fast so viel wie das gesamte Team des TV Langen zusammen (28).

„Breitengüßbach war heute definitiv schlagbar“, gab ein sichtlich niedergeschlagener Jakob Merz kurz nach dem Schlusspfiff zu Protokoll, da half auch das öffentliche Lob von Mirko Petrick, Coach der Gastgeber, nicht viel. Während vor allem die erste Halbzeit dem Favoriten gehörte, konterten die Giraffen angeführt von Junioren-Nationalspieler Moritz Overdick nach dem Pausentee und egalisierten die Partie in der 25. Spielminute (45:45). „Der Gegner hat dann seine Help-Side-Defense umgestellt. Das hat uns zwar offene Würfe beschert, allerdings keine Punkte. Verwandeln wir ein oder zwei Distanzwürfe, erleben wir ein richtig enges Spiel“, analysierte Villmeter. Immer wieder hatten Jona Hoffmann oder Lars Dracker die springende Verteidigung der Franken überrascht, forcierten insgesamt 23 persönlichen Fouls. Doch jenseits der 6.75m-Linie blieben die Langener Nachwuchstalente glücklos (0/8). Am Ende setzte sich die körperliche Überlegenheit des TSV durch, der am morgigen Sonntag vor heimischer Kulisse nach der Deutschen Meisterschaft der U16-Korbjäger greifen darf. Die Bronzemedaille wird nicht ausgespielt.

„Wir bleiben natürlich hier in Bamberg, machen uns einen gemütlichen Abend und freuen uns auf tolle Spiele. Die Jungs werden schnell verstehen, dass sie eine tolle Saison gespielt haben und als sehr junges Team noch alles vor sich haben“, fasste Headcoach Villmeter zusammen und auch bei seinem Spielmacher Jakob Merz blitzte schon bald der Stolz über eine überragende Spielzeit in den Augen auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

TV Langen: Overdick (19 / 7 Rebounds), Merz (16 / 5 Assists), Hoffmann (12 / 6 Rebounds), Dracker (6), Torbica (3), Arndt (2), Pfaff, Hanley, Gerst, Bokeloh, Lovric, Lewe.

Bilder: © NBBL

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