Hinspiel-Erfolg bei Bayern München für die JBBL-Jungs

Erst Frühstück und Smalltalk mit Robin Benzing, dann ein 77:56-Sieg an der Säbener Straße. / Gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Sonntag. Ein ereignisreiches Wochenende gipfelt in einem kämpferisch eindrucksvollen Spiel gegen die JBBL-Vertretung von Bayern München. Mit 77:56 konnten sich die JBBL-Giraffen durchsetzen und erspielten sich so eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Sonntag (15:00 Uhr) in der Georg-Sehring-Halle.

Zuvor hatte Ex-Giraffe Robin Benzing seinen „Nachfolgern“ im TVL-Trikot und seinem ehemaligen Coach Fabian Villmeter einen Besuch im Mannschaftshotel abgestattet, frühstückte mit den langener Spielern und beantwortete auch die eine oder andere Frage, wie „was kostet es, wenn du zu spät zum Training kommst?“. Mit der Sicherheit, als Profi des FC Bayern Basketballs bereits pleite zu sein, machten sich die JBBL-Youngster dann auf den Weg zur Spielhalle an die Säbener Straße, wo bereits großes Presse-Aufgebot (inkl. Übertragungswagen und Live-Reporter) wartete. Oder sollte dieser Presserummel doch den jüngst bekannt gewordenen Steuer-Unstimmigkeiten des FCB-Präsidenten Uli Hoeneß geschuldet sein? – Den Villmeter-Jungs war es egal. Bereits im Fokus auf das anstehende schwere Spiel ließen sie sich nicht verunsichern oder ablenken.

Um 13:00 Uhr hieß es dann endlich Tip-off im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. In der prall gefüllten Halle, unter anderem auch vor den Augen von Steffen Hamann, Robin Benzing und Alexander Nadjfeji, entwickelte sich anfangs eine ausgeglichene Partie, die auf beiden Seiten zunächst noch von Nervosität geprägt schien. Nur 9:8 lagen die Giraffen nach bereits acht gespielten Minuten in Front,- die Trefferquoten auf beiden Seiten ließen noch zu wünschen übrig und beide Teams erlaubten sich zunächst auch zu viele Ballverluste.

Ende des ersten/Anfang des zweiten Viertels waren es die TVL-Boys, die nun etwas mehr Sicherheit und Fluss in ihr Spiel brachten. Mit drei Körben der offensiven Aktivposten Jakob Merz, Jona Hoffmann und Moritz Overdick setzten sich die Gäste auf 20:14 ab, mussten aber nach wie vor, um jeden Wurf hart kämpfen. Insgesamt standen die Abwehrreihen auf beiden Seiten sehr gut und die Kontrahenten verlangten sich mit viel Einsatz und Kampf einiges ab. Als mit Richard Freudenberg kurz vor der Halbzeit einer der bayerischen Leistungsträger mit einer Sprunggelenksverletzung vom Feld musste, machte kurz darauf TVL-Kapitän Moritz Overdick bereits sein drittes Foul, was mit der weiteren Foulbelastung auf der großen Position  (Dracker 2, Arndt 2, Gerst 2) ein echtes Problem zu werden schien. Trotzdem führten die Jung-Giraffen zum Seitenwechsel 34:27 und machten auch insgesamt den stärkeren Eindruck.

Gut eingestellt kamen diese auch zurück aus der Kabine, fest entschlossen dieses Spiel für sich zu entscheiden. Joni Torbica ergriff kurzfristig Initiative mit einem erfolgreichen hart-bedrängten Mitteldistanzwurf und einem Freiwurf, ehe die Zeit des Guard-Duos Merz/Hoffmann anbrach. Ein ums andere mal wirbelten sie die Bayern Defense mit ihren Penetrations durcheinander und glänzten dabei auch in der Rolle des Vollstreckers. Der Vorsprung wurde langsam, ganz langsam, größer (27. Minute, 49:37) und hätte noch deutlicher ausfallen können, hätte man nicht so viele Punkte an der Freiwurflinie liegen gelassen (insgesamt nur 53% im Spiel auf langener Seite).

Lane Hanley und Paul Bokeloh hatten nun den Münchner Ivancic sehr gut im Griff, der in der ersten Halbzeit noch Probleme bereitete,- während unter den Körben Moritz Overdick die „Finger weg lassen“ musste. FCB-Center Papavlassopoulos nutzte dies geschickt und erzielte einige sehenswerte Körbe im Low-Post, ohne dass die Villmeter-Jungs aber die Spielkontrolle verloren. Spätestens als Paul Bokeloh mit der Schlusssirene des dritten Viertels per Dreier zum 59:42 erhöhte, stand fest dass Langen wohl als Sieger vom Feld gehen würde. Die Frage war viel mehr, welches Punktepolster man ins Rückspiel mitnehmen würde können.

Die TVL-Jungs waren auch im Schlußabschnitt bemüht das Tempo hoch zu halten, sahen sich aber nach wie vor einer nie aufgebenden Bayern-Mannschaft gegenüber. Zwar gelangen einige Ballgewinne und daraus resultierende Fastbreaks,- doch auch München kam immer wieder zu stark heraus gespielten Punkten, was zumindest teilweise am Foultrouble der TVL-Big-men lag,- der im Vergleich zur Jena-Serie verbesserte Lars Dracker, inzwischen mit 4 persönlichen Fouls. Beim Zwischenstand von 67:49 (37. Minute) bestand die Chance, den Vorsprung weiter auszubauen, doch trotz gutem offensivem Zusammenspiel wollte der Vorsprung nicht weiter anwachsen, obwohl Bayern in dieser Phase verwundbar schien.

Jona Hoffmann versuchte sein Team immer wieder zu pushen und spielte bis zur Schlusssirene mit toller Intensität. Mit 21 Punkten, 12 Rebounds und 5 Assists stach er letztlich aus einem harmonischen Kollektiv heraus und führte sein Team zu einem 77:56-Erfolg, der eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel, am kommenden Sonntag (15:00 Uhr, Georg-Sehring-Halle) bedeutet.

„Bayern München ist eine kämpferisch erstklassige und hoch-disziplinierte Mannschaft. Ich bin mir sicher, auch im Rückspiel steht uns eine schwere Aufgabe ins Haus und wir müssen sehr konzentriert zur Sache gehen, um die Serie sicher zu gewinnen.

Eine schwierige Trainingswoche steht uns bevor, denn mit Joni Torbica, Paul Bokeloh und Moritz Overdick sind gleich drei wichtige Spieler bei  Bundesfinale des Schulwettbewerbs ‚Jugend trainiert für Olympia‘ in Berlin im Einsatz und werden erst am Samstag zurück sein.“ ,gab TVL-Coach Fabian Villmeter in Voraussicht auf das Rückspiel zu Protokoll.

Die weiteren JBBL-Playoff-Ergebnisse, sowie alle Scoutings und Spielberichte, gibt es auf www.nbbl-basketball.de!

In München spielten für den TVL: Felix Lewe, Lane Hanley, Dan Gerst, Joni Torbica, Paul Bokeloh, Jakob Merz, Jona Hoffmann, Alexander Arndt, Moritz Overdick und Lars Dracker

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.