U16-Jungs mit toller Woche und Platz 2 in Wien

Am kommenden Wochenende steht in der ersten Playoff-Runde das Auswärtsspiel bei Science City Jena an. Eine ereignisreiche Woche hatten die U16-Jungs vom 25. bis 30. März in Wien, bei Europas größtem Jugendturnier. In den verschiedensten Alters- und Leistungsklassen traten 430 Teams aus sämtlichen Ländern des Kontinents gegeneinander an. Der TV Langen schickte gleich zwei Teams in der U16 ins Rennen,- eines in der Kategorie „high“ und ein zweites (ergänzt um einige U14-Spieler) in der „low“-Kategorie.

Die „lows“ präsentierten sich in allen ihren Spielen gut und konnten mit Kampfgeist und Spielwitz, die teilweise fehlende Abstimmung und Körpergröße gut kaschieren,- schließlich trainierte das Team in dieser Konstellation während der Saison nie gemeinsam. Umso erfreulicher, dass gegen die DJK Nieder-Olm einen 42:17-Sieg (bei verkürzter Spielzeit von 4×8 Minuten, wie im gesamten Turnier üblich) gelang und man die Begegnungen gegen die körperlich starken Berlin Baskets (47:57) und Wien AT (35:44) offen gestalten konnte. Platz drei in der Gruppenphase bedeutete trotzdem, dass man das Achtelfinale knapp nicht erreichen würde, aber sich mit der Gewissheit einiger sehr guter Leistungen aus dem Turnier verabschiedete.

Das „high“-Team hatte es in der Vorrunde mit Feniks Skopje (Mazedonien) und der JBBL-Vertretung aus Nördlingen zu tun, während das Team Iecava aus Lettland die Reise nach Wien wohl nicht bewältigen konnte und das Spiel ausfiel. Nach zwei souveränen Siegen (50:26 gegen Feniks und 52:32 gegen Nördlingen) ging es im Virtelfinale gegen die alten Bekannten von TuS Lichterfelde/Berlin, die die Jung-Giraffen bereits in der Saisonvorbereitung beim Turnier in Göttingen knapp besiegen konnten. Und auch diesmal behielten die Schützlinge von Fabian Villmeter die Oberhand,- setzten sich letztlich 53:40 durch. Im Halbfinale, nur eine Stunde später, kam es zum Aufeinandertreffen mit dem Lokalmatador ASKÖ Wien (eine Wiener Vereinsmannschaft ergänzt um weitere Auswahlspieler). Auch hier gelang ein letztlich ungefährdeter Sieg (55:39) und das, obwohl man sich über lange Zeit gegen die ungewohnte Zonenverteidigung schwer tat.

Im Finale trafen die Nachwuchs-Giraffen dann ausgerechnet wieder auf Ludwigsburg, die man in den vergangenen 3 Wochen in der JBBL-Hauptrunde zweimal deutlich schlagen konnte. Diesmal jedoch, stand das Spiel unter etwas anderen Vorzeichen: In einer tollen Atmosphäre, vor mehreren hundert Zuschauern in der Wiener Stadthalle verschanzten sich die Gegner aus Ludwigsburg die gesamte Spielzeit über in einer eng-gestaffelten Zonen-Verteidigung um ihre beiden 2,10-Riesen Altenbeck und Prahst, womit die TVL-„highs“ anfangs überhaupt nicht zurecht kamen. Schnell lag man mit 12 Punkten im Hintertreffen und Coach Villmeter hatte in den Auszeiten und den Viertelpausen alle Hände voll zu tun, seine Schützlinge immer wieder neu einzustellen.

Mit verbessertem Zusammenspiel und nun auch giftigerer Defense auf der eigenen Seite gelang in der zweiten Halbzeit unter der Anfeuerung aller Fans eine tolle Aufholjagd. Bereits 4-5 Minuten vor Ende hätte das Spiel einige Male zu Gunsten der Südhessen kippen können, doch der eine oder andere Distanzwurf verfehlte knapp das Ziel. So blieb es ein Krimi bis zur Schlusssirene, als auch der letzte Mitteldistanzwurf nur auf den Ring, aber eben nicht rein rein fiel. – 38:39 musste man sich in diesem an Spannung kaum zu überbietenden Finale, denkbar knapp geschlagen geben. Die Enttäuschung war groß, doch gleichzeitig hatte man eine wichtige und lehrreiche Erfahrung für die Zukunft gemacht und die positiven und lustigen Erinnerungen an Wien 2013 werden für jeden einzelnen überwiegen.

Am kommenden Wochenende setzt sich der TVL-Tross dann in Richtung Jena in Bewegung. Das Hinspiel der ersten Playoff-Runde steht an und mit Science City Jena der „Favoritenschreck“ der letzten Wochen auf dem Programm, bevor es dann am 14. April, um 15:00 Uhr in der heimischen GSH zum Rückspiel kommt. Der Sieger nach Hin- und Rückspiel zieht in die zweite Playoff-Runde ein.

In Wien spielten für den TVL:

Die „lows“: Felix Lewe, Jul Pfaff, Chris Lovric, Daniel Herisch, Tobias Pilzke, U14er Lenni Lewe, sowie die U14-Gastspieler Niklas Pons und Micha Hoffmann

Die „highs“: Jakob Merz, Paul Bokeloh, Joni Torbica, Jona Hoffmann, Alex Arndt, Dan Gerst, Lars Dracker und Moritz Overdick, unterstützt von Felix, Jul und Chris ab dem Viertelfinale

Herzlicher Dank geht auch an Arnd Lewe als Chef-Organisator und Coach der „lows“, sowie an Zeljko Torbica, Ralph Overdick und Beate und Uli Arndt für die Hilfe vor Ort!

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