Durchwachsene Leistung in Ulm

JBBL-Team siegt trotzdem ungefährdet 66:43 bei Ratiopharm Akademie Ulm / Jung-Giraffen lassen aber zu viele Punkte liegen

Am Sonntag-Nachmittag konnten die JBBL-Jungs des TV Langen ihren vierten Sieg im vierten Spiel der Hauptrunde ergattern und kommen mit diesem Sieg bei Ratiopharm Akademie Ulm dem angestrebten ersten Platz und damit der best-möglichen Ausgangsposition für die Playoffs einen großen Schritt näher. Wie schon beim Auswärtsspiel in Tübingen vor zwei Wochen, kamen die Villmeter-Schützlinge dabei aber vor allem offensiv nicht so recht ins Rollen.

Dabei starteten die Gäste mit Punkten von Joni Torbica und Moritz Overdick ganz vielversprechend ins Spiel, bevor nach ca. 3 Minuten, beim Stand von 8:2, die 24-Sekunden-Anlage in der alt-ehrwürdigen Ulmer Kuhberghalle zu streiken begann. Nach einer längeren Unterbrechung, einigte man sich darauf, dass Spiel fortzusetzen und von diesem Zeitpunkt an eine Handstoppuhr zur Erhebung der Angriffszeit zu bemühen.

Die Unterbrechnung hatte aber ganz offensichtlich einen kleinen Bruch im TVL-Spiel verursacht,- denn Ulm konnte die nächsten Spielminuten bis zum 13:7 recht ausgeglichen gestalten. Die TVL-Youngster ließen in dieser Phase einfach zu viele Punkte liegen. Einfachste Korbleger wurden vergeben und in so mancher Offensivaktion fehlte es an Durchsetzungsvermögen oder Präzision. Immerhin baute der, nach wie vor krankheitsbedingt angeschlagene, Lars Dracker die Führung mit zwei Körben auf 18:7 zur ersten Viertelpause aus.

Im zweiten Spielviertel ließ man den Gastgebern aus Ulm dann zeitweise ungewohnt viel Platz zur Entfaltung ihrer Offensive. Den Südhessen war zwar in Sachen Intensität nichts vorzuwerfen,- jedoch verteidigten die Gegner den Ballbesitz nun sehr gut und kamen unter anderem auch mit Distanzwürfen zu Punkten. Hinzu kam, dass die TVL-Equipe um Moritz Overdick beim Rebound häufig nur zweiter Sieger war und so zweite oder gar dritte Chancen zum punkten verschenkten. Immerhin ergriff in der Offensive Jona Hoffmann etwas mehr Initiative, kam selbst zu Punkten und verteilte einige schöne Assists (32:16, 17. Minute). Die, wieder einmal, durchschnittliche Freiwurfquote tat das restliche, dass zur Habzeit ein zwar sicheres, aber keineswegs zufriedenstellendes 35:23 zu Buche stand.

Die Halbzeit-Ansprache in der Giraffen-Kabine schien produktiv gewesen zu sein, denn der TVL kam mit seiner stärksten Phase des Spiels zurück aufs Feld. Plötzlich gelang alles: Aggressives Pressing forcierte unmittelbar mehrere Ballgewinne, die postwendend und konzentriert in Punkte umgemünzt werden konnten. Die Rebound-Hoheit hatte man in dieser Phase ebenfalls zurück erobert. – 48:25 hieß es nach fünf gespielten Minuten in der zweiten Halbzeit,- gleichbedeutend mit einer Vorentscheidung in diesem Spiel. Bis auf 57:29 konnte sich der TVL weiter absetzen, dank eines frech aufspielenden Dan Gerst und den verlässlichen Jakob Merz und Moritz Overdick. Alleine die, nach wie vor, mittelprächtige Freiwurfquote von nur 48 Prozent verhinderte einen noch höheren Vorsprung.

Wie so häufig in bereits entschiedenen Spielen dieser Saison, ging auf langener Seite dann die Linie gegen Spielende etwas verloren. Zwar netzte Joni Torbica noch seinen zweiten Dreier des Spiels ein (60:35, 32. Minute), doch offensiv lief sonst nicht mehr allzu viel zusammen. So kam es, dass das Schlussviertel mit 9:14 sogar verloren ging und erstmals seit langer Zeit die 70-Punkte-Marke wieder undurchbrochen blieb. Den sicheren, aber eben nicht glänzenden, 66:43-Erfolg soll dies nicht schmälern. Am kommenden Sonntag will man im Heimspiel gegen Tübingen den Zuschauern und Fans aber wieder ein sehenswerteres Match liefern, um natürlich auch weiterhin auf der Siegerstraße zu bleiben.

Für den TVL spielten: Paul Bokeloh, Lane Hanley, Dan Gerst, Joni Torbica, Christian Lovric, Jakob Merz, Jona Hoffmann, Alexander Arndt, Moritz Overdick und Lars Dracker

 

 

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