24 Sekunden mit Moritz Overdick

Hallo Moritz, nachdem du für dein JBBL-Team aus Langen nur sechs Spiele in der Hauptrunde bestreiten konntest, hast du gerade mit der U 16-Nationalmannschaft in Sakarya (Türkei) am TBF International U 16 Tournament teilgenommen. Erzähl uns doch kurz, was zu deinen „geringen“ Einsatzzeiten in der JBBL geführt hat und wie dein Weg in den Nationalkader verlaufen ist?

Zu Anfang der Saison bin ich im Training umgeknickt. Ich hatte eine Bänderzerrung und musste sechs Wochen pausieren. In dieser Zeit versuchte ich mich mit Radfahren, Stabilisationsübungen und Krafttraining fit zu halten. Mitte Dezember fing ich mit dem Basketballtraining wieder an und bekam während der Spiele kurze Einsatzzeiten zur Eingewöhnung. In der Woche vor Weihnachten nahm ich am U16-Try-Out des Deutschen Basketball Bundes teil und wurde für die U16-Nationalmannschaft gesichtet.

In Langen trainierst du auch im Basketball-Teilzeitinternat (BTI). Berichte uns doch kurz von einem Otto-Normal-Tag im Leben eines jungen Nationalspielers. Wie bringst du Schule und Leistungssport unter einen Hut? Und welchen Beitrag leisten hierbei das BTI und deine Eltern?

Ich besuche die 10. Klasse der Carl-von-Weinberg-Schule, eine Eliteschule des Sports, in Frankfurt. Dort bin ich in einer Sportklasse und trainiere dreimal in der Woche in den ersten beiden Schulstunden am Olympiastützpunkt in Frankfurt. Ansonsten unterscheidet sich der Unterricht nicht von anderen Schulen. Nach der Schule werde ich von Hanna oder Günter Mahler vom BTI-Fahrdienst abgeholt – oder fahre mit der S-Bahn nach Langen. Im BTI werde ich z. B. beim Lernen für Schularbeiten von Uli Greunke unterstützt. Nachmittags habe ich dann entweder BTI- oder Teamtraining. Nach dem Training nimmt mich Fabian Villmeter  mit nach Hause, da wir nicht weit auseinander wohnen. Für meine Eltern ist dies eine große Entlastung, da sie in der Vergangenheit die meisten Fahrten übernommen haben. Wenn ich abends zwischen acht und neun Uhr nach Hause komme steht immer etwas Leckeres zu Essen auf dem Tisch. Wenn dann noch etwas für die Schule zu erledigen ist, bekomme ich auch von meinen Eltern Unterstützung.

Was sind deine persönlichen Zukunftspläne im Basketball? Wo siehst du dich bzw. wo möchtest du gerne hin?

Im Sommer möchte ich mit der U16-Nationalmannschaft in der Ukraine an der Europameisterschaft teilnehmen. Da ich mich in Langen sehr wohl fühle und mich mit den Trainern gut verstehe, hoffe ich, dass es im nächsten Jahr wieder ein NBBL-Team in Langen gibt.

Zum Schluss hätten wir gerne noch gewusst, welche Chancen du dem Langener JBBL-Team dieses Jahr einräumst und was euch als Team auszeichnet?

Ich denke, dass wir in dieser Saison viel erreichen können. Jedoch müssen wir weiter gut trainieren und an uns arbeiten. Verletzen sollte sich natürlich auch keiner mehr. Als Team zeichnet uns unsere Tiefe auf vielen Positionen und unsere Defense aus. Außerdem verstehen wir uns alle sehr gut und unternehmen auch abseits des Feldes viel miteinander.

Moritz, wir danken dir, dass du dir Zeit für unsere Fragen genommen hast.

 

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