„Defense ein zentrales Thema“

Unser JBBL Coach Fabian Villmeter wurde von der JBBL/NBBL über seine Arbeit beim TV1862 Langen interviewt. Das Original finden sie auf der JBBL Homepage

Langen ist nicht erst seit der Ausrichtung des NBBL TOP4 2008 auf der Landkarte des deutschen Jugendbasketballs ein prominenter Standort. Immerhin entsprangen der hessischen Nachwuchsschmiede einst Nationalspieler Johannes Herber (ehemals FRAPORT SKYLINERS) und Robin Benzing (FC Bayern München).

Dieser Tage schickt sich die JBBL-Mannschaft der Giraffen an, die Division Mitte/West aufzumischen. Im Interview berichtet Trainer Fabian Villmeter von langfristigem Talentaufbau, einen defensiven Grundtenor sowie den Stellenwert individueller Förderung.

Coach Villmeter, Dein Team ist noch ungeschlagen. Woran ist der gute Saisonstart festzumachen?
Fabian Villmeter: „Einer der Hauptgründe dafür liegt sicherlich schon vier, fünf Jahre zurück. Wir haben in den Jahrgängen 1996, 1997 und 1998 sehr viele gute Spieler, die schon eine gewisse Eingespieltheit mit in die JBBL bringen. Vieles ist darauf zurückzuführen, dass wir in der U10, U12 oder auch U14 gut gearbeitet haben. Unsere Talente sind langsam und vorsichtig von unten aufgebaut worden – was sich an drei U14-Endrundenteilnahmen in Serie ablesen lässt. Unser Jugendtrainer Arnd Lewe hat mit vielen der Spieler in jungen Jahren die Basisarbeit geleistet, was sich jetzt auszahlt. Einige der ´96er sind seit bis zu vier Jahren bei uns im Teilzeitinternat.“

Du selbst hast in den letzten vier Jahren die Bundesligamannschaft der Giraffen in der „Jungen Liga“ betreut. Wir schwer ist für Dich die Umstellung auf die Arbeit mit Jugendlichen gewesen?
„Ich war trotz der Jahre in der ProA und der ProB nie ganz weg aus dem Jugendbereich. Besonders im Individual-Training habe ich immer wieder mit jungen Spielern zu tun gehabt. Jetzt ist die Arbeit mit den Talenten natürlich viel unmittelbarer, und es ist toll zu sehen, wie die Jungs bei alledem mitziehen.“

Ihr kassiert im Schnitt nur 38,7 Punkte pro Spiel. Eine defensive Hausnummer…
„Für uns ist die Defense ein zentrales Thema. In dieser Hinsicht wollen wir als Langener Programm unsere Spieler insgesamt besser ausbilden. Aus deshalb haben wir über einen langen Zeitraum während der Vorbereitung den Fokus auf die Verteidigung gelegt – das macht sich jetzt bemerkbar. Unser Anspruch ist es, dass unsere Gegner – egal, wer das auch sein mag – einen niedrigen Score haben. Damit wollen wir uns unabhängig von der eigenen Offensivleistung machen. Die Jungs haben in den letzten zwei, drei Monaten sehr viel gearbeitet, eine Menge gelernt und verstanden, dass über gute Defense eine ideale Ausgangsposition für den Angriff geschaffen werden kann.“

Wie weit blickt ihr schon in die Zukunft? Sind die Hauptrunde, die Playoffs oder gar das TOP4 schon ein Thema für euch?

„Nein, überhaupt nicht. Uns geht es darum, dass wir hier in Langen Spieler bestmöglich entwickeln, vollkommen unabhängig vom sportlichen Erfolg der jeweiligen Mannschaft. Das war in der ProA so, ist es in der ProB immer noch, und gilt auch für die NBBL und JBBL. Wir sind uns der frühen Verantwortung bewusst, wenn wir mit jugendlichen Talenten arbeiten und wollen sie darauf vorbereiten, später in der Bundesliga spielen zu können. Mittelfristige Ziel wie das Erreichen der Playoffs oder einer Endrunde sind bei uns sekundär, rücken aber automatisch näher, wenn wir Spieler konstant fördern und voran bringen.“

Quelle: http://www.nbbl-basketball.de

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.