„Wir haben uns selbst geschlagen“

TV-Basketballer unterliegen Wite Wings Hanau 67:76 (48:37)

Es war das erwartete Duell auf Augenhöhe mit jeder Menge Derby-Brisanz: 40 Minuten kämpften die ProB-Basketballer aus Langen und Hanau um jeden Zentimeter Parkett, um jeden freien Ball und um jeden Korb. Während die erste Halbzeit klar an die Giraffen ging, kamen die Gastgeber stark ins Spiel zurück, entschieden nicht nur den zweiten Abschnitt für sich, sondern am Ende auch verdient das Spiel.

„Nicht Hanau hat uns heute geschlagen, sondern wir haben uns selbst besiegt“, so Shooting Guard Sebastian Barth nach dem Schlusspfiff. Und tatsächlich, ähnlich wie in der Vorbereitung sahen die Männer von Ty Shaw lange als der sichere Sieger aus, beherrschten das Geschehen klar und hatten auch auf starke Szenen der White Wings die passende Antwort parat. „Es muss der nächste Schritt in unserer Entwicklung sein, dass wir solche Partien als Sieger verlassen“, so Barth weiter. Hanau setzte auf die tiefe Rotation, ging fünf Minute vor dem Ende in Führung und gab diesen Vorsprung nicht mehr ab – drei aufeinanderfolgende Ballverluste der Giraffen taten ihr Übriges.

Starke Verteidigung, bedingungsloser Einsatz und eine gute Wurfquote: Mit diesen Zutaten mixten die Giraffen einen Cocktail in Halbzeit Eins, der die Main-Kinzig-Halle zum Schweigen brachte. Tobias Jahn unter den Brettern, Maxim Schneider im Spielaufbau und Gianluca Raebel aus der Distanz gehörten zu den stärksten TV-Basketballern in einem Duell auf Augenhöhe (19:19). Hanau konterte von außen, Nachlässigkeiten beim Rebound nutze vor allem Ex-Giraffe Marco Völler, der in 28 Minuten neun Punkte und fünf Rebounds gegen seinen Ex-Club auflegte.

Ein starker Zwischenspurt zu Beginn des zweiten Viertels zeigte die Qualitäten des TV Langen in dieser Saison – wie schon gegen die Dresden Titans drehten die Giraffen mächtig auf. Zunächst warfen Joscha Domdey und Sebastian Barth die Giraffen in Front (21:28). Martinis Woody und Cedric Quarshie zeigen nicht nur Qualitäten am Brett, sondern auch aus der Distanz. Spätestens ein erfolgreicher Dreier von Gianluca Raebel mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr brachte die mitgereisten Langener Zuschauer zum Jubeln. Auf Hanauer Seite nimmt Point Guard Anish Sharda das Heft in die Hand und markiert die letzten Punkte in Halbzeit eins (48:37). Die ersten zwanzig Minuten gehen klar an die Equipe des Trainergespanns Ty Shaw und Darren Stackhouse.

In der Endabrechnung bleibt eine starke Team-Defense der Giraffen, die mit zehn Steals sowie satten 21 Ballverlusten auf Seiten der Brüder-Grimm-Städter glänzt. Doch das wichtige Rebound-Duell geht verloren (30:40). „Hanau war physischer als wir. Vor allem gegen Ende haben wir schlecht gestanden“, gestand Sebastian Barth nach Spielende. „Hanau ist eine der stärksten Mannschaften der Liga“, ergänzte Trainer Ty Shaw, dennoch im Wissen, dass ein Erfolg im Hessenderby mehr als nur möglich gewesen wäre.

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